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Sportmix Hurricanes in Köln unter Zugzwang
Sport Sportmix Hurricanes in Köln unter Zugzwang
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10:00 13.06.2019
Von Merle Schaack
Kölns Runningback Colby Goodwyn (rechts) narrte die Kieler Defense um Leo Köpke (links) im Hinspiel vor zwei Wochen ein ums andere Mal. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Mit einem Sieg könnten sich die derzeit siebtplatzierten Canes einen kleinen Sicherheitsabstand auf den letzten Tabellenplatz verschaffen.

Nur zwei Wochen ist es her, dass die Kölner in Kiel zu Gast waren und die Canes noch im ersten Quarter mit einem Punt-Fake aus der Bahn warfen. So liefen die Kieler nach dem frühen 0:21 einem Rückstand und allzu oft Runningback Colby Goodwin hinterher. Der US-Amerikaner ist mit 556 Yards derzeit bester Läufer der Liga, wurde aber beim 44:21-Sieg bei den Düsseldorf Panther jäh von einem Kreuzbandriss gestoppt und fällt für den Rest der Saison aus.

„So eine Verletzung wünscht man niemandem, auch keinem Gegner“, sagt Canes-Headcoach Timo Zorn, der selbst wieder auf ein wichtiges Puzzleteil bauen kann, das im Hinspiel gegen die Krokodile nur bedingt eingreifen durfte: Darin Hungerford. Der Linebacker, eine sichere Bank in der Kieler Abwehr, wurde nach neun erfolgreichen Tackles zu Beginn des zweiten Viertels wegen „Targetings“ suspendiert – ein Fehlentscheidung, wie die Schiedsrichterkommission der GFL später bei Ansicht der Videos befand.

Mehr Punkte sollen her

Die Canes-Abwehr steht also – zumal rechtzeitig zum Rippenbruch, den Defense Back Moritz Hausberg am Wochenende bei der Niederlage in Berlin erlitt, Marian Bäcker nach einer Wadenverletzung erstmals in dieser Saison ins Mannschaftstraining einsteigen konnte.

Nun gilt es für die Kieler also, die Offensive in Fahrt zu bringen. „Wir müssen regelmäßig punkten, um nicht den Anschluss zu verlieren“, sagt Zorn. Tatsächlich nutzten die Canes ihre Chancen zuletzt nicht konsequent genug. Zwar führen sie die Liga-Statistik mit durchschnittlich 28 Minuten Ballbesitz pro Spiel an.

Receiver-Position dünn besetzt

Punkte springen dabei aber im Schnitt nur 23 heraus. Vor allem auf der wichtigen Receiver-Position ist die Personaldecke dünn. US-Import Nate Hodapp ist seit Saisonbeginn durch eine Oberschenkelzerrung beeinträchtigt, konnte auch in Berlin wenig Akzente setzen. Ob Kwame Ofori noch in der Hinrunde sein Comeback nach seiner Oberschenkelverletzung feiern kann, ist fraglich. Viel Verantwortung lastet also auf Lukas Rehder und Benedikt Englmann. „Beide rufen ihre Leistung konstant ab“, lobte Zorn nach der Partie in Berlin.

Die Karten sind also neu gemischt vor der zweiten Begegnung der beiden Teams. Von den Kölnern erwartet Zorn trotz des Goodwyn-Ausfalls einen gefährlichen Angriff, in dem auch US-Receiver Jake Isabel eine Waffe ist. „Wir haben ein gutes Gefühl dafür, was uns in und von Köln erwartet“, sagt Zorn.

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