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Sportmix Heute sind die Prüfer da
Sport Sportmix Heute sind die Prüfer da
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06:47 10.04.2015
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Anerkanntes Top-Revier für die besten Segler der Welt: So wie 49er bei der Kieler Woche 2014 (im Bild: Erik Heil und Thomas Plößel) könnten zehn Jahre später vor Schilksee um olympische Medaillen kämpfen. Quelle: Uwe Pasler
Kiel

Die Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der Olympia-Bewerberstadt Hamburg und des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) nahmen gestern bereits die Konkurrenz in Rostock-Warnemünde in Augenschein. Heute Vormittag besuchen sie Lübeck-Travemünde und treffen um 15 Uhr in Schilksee ein, wo sie OB Kämpfer und Ministerpräsident Torsten Albig erwarten. Der Regierungschef setzt sich wie sein Sportminister Stefan Studt für olympische Wettkämpfe in Schleswig-Holstein ein.

 Neben Vertretern der Stadt werben heute auch namhafte Fachleute aus dem Segelsport wie Paralympics-Sieger Heiko Kröger für Kiel als Olympia-Standort an der Seite Hamburgs. Vier Stunden lang werden sie den Gutachtern Kiels Pläne in Schilksee und Holtenau präsentieren. Nach welchen Kriterien die Kommission entscheidet, ist zwar nicht bekannt. Doch mit Blick auf frühere Inspektionsberichte werden wohl sportliche und strukturelle Voraussetzungen besonders schwer ins Gewicht fallen: Wie ist der Wind? Wo liegen die Regattabahnen? Wie gut ist die Infrastruktur? Zudem geht es um die Nutzung von Anlagen nach den Spielen und die Einbindung ins Hamburger Gesamtkonzept. „Ich gehe davon aus, dass die Kriterien so transparent sein werden, dass die Entscheidung von jedermann nachvollzogen werden kann,“ sagt Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportverbandes.

 Die Kieler sehen sich in der Favoritenrolle: Nicht nur, weil sie mit zweimaliger Olympia-Erfahrung und mit dem Olympiastützpunkt punkten, sondern auch auf eine große Unterstützung in der der Bevölkerung verweisen können. Auch die Kieler Wirtschaft zeigt Flagge für Olympia. Für den Präsidenten der Industrie- und Handelskammer, Klaus-Hinrich Vater, sprechen alle sportlichen Argumente für Kiel.

 Über den Gewinner werden wohl am Ende Nuancen entscheiden. „Alle drei Reviere haben bewiesen, dass sie Segel-Großveranstaltungen ausrichten können“, sagt DSV-Sprecher Torsten Fricke. Für Kiel sprächen neben der Infrastruktur mit dem Segel-Leistungszentrum die dauerhaft wehenden unterschiedlichen Winde, die faire Bedingungen für die Sportler schaffen, so Fricke. Sollte Kiel den Zuschlag bekommen, plant die Stadt zeitgleich mit Hamburg einen Bürgerentscheid im November. Überraschend wird die Olympia-Delegation morgen auch nach Cuxhaven fahren. Große Chancen werden dem Nachrücker in den Bewerberkreis jedoch nicht eingeräumt.

 Von Martina Drexler und Niklas Schomburg

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