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Sportmix Kjell Köpke verlässt den TSV Altenholz
Sport Sportmix Kjell Köpke verlässt den TSV Altenholz
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10:10 28.02.2019
Von Joachim Jakstat
Kjell Köpke macht nach acht Jahren beim TSV Altenholz Schluss Quelle: Sonja Paar
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Altenholz

Beim Oberligisten will Köpke versuchen, den sportlichen Aufwand zu verringern und Privatleben und Beruf mehr Platz einzuräumen. Bis der letzte Ball geworfen ist, wird Köpke aber alles geben, damit sein Verein, für den er seit 2011 aufläuft, noch einmal bestmöglich abschneidet.

Vor Köpke hatten schon die Trainer Baltic und Steinkrauß ihren Abschied verkündet

Ihre Vereinbarungen ebenfalls nicht verlängert haben Trainer Mirko Baltic und sein Assistent Thomas Steinkrauß, die Familie und Beruf ebenfalls mehr Zeit widmen möchten. Dem TSV Altenholz, der in der Winterpause schon leistungsträger Jonas Ottsen in die Zweite Bundesliga zum VfL Lübeck-Bad Schwartau verabschiedete, steht somit ein Umbruch bevor.

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Hinter den Kulissen läuft das Casting für einen neuen Übungsleiter, der den Weg der Wölfe fortsetzen soll, erfolgreich Talente für höherklassige Vereine zu entwickeln. Mit den viel zu geringen finanziellen Mitteln, um selbst den Sprung in die Zweite Liga wagen zu können, ist die Perspektive, die der TSV Altenholz potenziellen Kandidaten bietet, begrenzt.

Fehrke: "Priorität hat die Suche nach einem geeigneten Trainer"

Geschäftsführer Matthias Fehrke ist sich der Problematik bewusst. „Priorität hat die Suche nach einem geeigneten Trainer, der unser Konzept in Altenholz weiterverfolgt. Das ist die Königspersonalie. Grundsätzlich wollen wir die bestehende Mannschaft zusammen halten und die Lücken durch junge, entwicklungsfähige Akteure schließen“, sagt Fehrke, der sich im Austausch mit Klaus-Dieter Petersen und Christian Sprenger vom kooperations-Partner THW Kiel befindet, um Talenten der Zebras Zukunftsperspektiven aufzuzeigen.

Erstaunlich sind die Erfolge der letzten Jahre und die Charakterstärke der Mannschaft, die zwei Mal praktisch ohne eigenes Verschulden trotz der sportlichen Qualifikation nicht in die Zweite Bundesliga aufstieg. Trotz dieser „Motivationsbremse“ liefert die Mannschaft Woche für Woche Spitzenleistungen in der Dritten Liga ab.

Wölfe wollen die Saison mindestens auf Rang drei abschließen

Aktuell sind die Wölfe mit 31:11 Punkten Tabellendritter – diesen Rang will Baltic bis zum Saisonende mindestens halten. „Wir denken von Woche zu Woche“, will der Coach einen Angriff auf die Topteams aus Rostock und Hildesheim aber auch nicht ausschließen. „Wohin die Reise geht, werden die kommenden vier Spiele zeigen“, orakelt der Trainer.

Am Sonntag um 16 Uhr gastiert der TSV beim direkten Verfolger, den Mecklenburger Stieren (Vierter mit 27:15 Punkten). Im Hinspiel zelebrierten die Wölfe beim 44:26 eine Handball-Gala. Klar, dass Schwerin-Coach Mannhard Bech, vor drei Jahren noch Trainer beim TSV, von seinen Männern Revanche für die bittere Pleite fordert. „Wir sind vorbereitet“, sagt Baltic, der unter der Woche aber aus Personalnot nur in Kleingruppen Abläufe üben konnte und Wurftraining anordnete. „Wir hatten teilweise nur acht Spieler beim Training“, so Baltic, der in Schwerin wohl weiter auf Morten Dibbert verzichten muss. Auch Ferris Klotz fehlte unter der Woche mit einer Grippe. Tobias Höricke ist nach einer Knie-Blessur weiter angeschlagen.

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