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Sportmix Gastgeber-Trio gibt sich keine Blöße
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23:55 10.01.2020
Von Merle Schaack
Das THW-interne Duell zwischen Nikola Bilyk (li.) und Pavel Horak bei der Handball-EM ging an Bilyk und die Österreicher. Beim Auftaktsieg der Gastgeber erzielte der Kapitän zwölf Treffer. Quelle: imago/Eibner
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Wien/Trondheim/Göteborg

Zwölf Tore bei einer sagenhaften Quote von 92 Prozent: Nikola Bilyk erlebte mit den Österreichern einen Traumstart in die Handball-Europameisterschaft. Mit 32:29 besiegten die Gastgeber in Wien die tschechische Mannschaft um Bilyks Kieler Mannschaftskameraden Pavel Horak (ein Tor). Dabei drehten sie einen 13:14-Rückstand zur Pause und setzten sich damit zunächst an die Spitze der Vorrundengruppe B.

Leichteres Spiel hatte Norwegen in Trondheim mit Bosnien und Herzegowina. 18 Minuten lang konnte der EM-Neuling mit dem Vizeweltmeister mithalten, dann zog Norwegen davon und siegte souverän mit 32:26. Anführer und mit zwölf Treffern erfolgreichster Schütze war Sander Sagosen, der im Sommer aus Paris zum THW Kiel wechseln wird. Sein Landsmann Harald Reinkind, bereits jetzt ein Zebra, kam nicht zum Einsatz.

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Überraschung in Gruppe D

Während die Norweger mit dem Auftaktsieg ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, patzte der dreifache Europameister Frankreich zum Auftakt gegen das durch fünf erkrankte Spieler geschwächte Portugal. Die Partie zwischen der erfolgreichsten Mannschaft der 2010er-Jahre und der aufstrebenden Handball-Nation war spannend bis zur Schlussphase. In den letzten vier Minuten ließ die starke portugiesische Abwehr keinen Gegentreffer mehr zu und sicherte so den 28:25-Sieg. In der Gruppe D haben somit derzeit Norwegen und Portugal die beste Ausgangsposition für den Hauptrunden-Einzug.

EM-Gastgeber Nummer drei feierte eine blau-gelbe Party in Göteborg und hatte beim 34:21 keinerlei Probleme mit der zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder für eine EM qualifizierte Schweiz. Vor allem Schwedens Torhüter Andreas Palicka trieb die Fans im Scandinavium mit 18 Paraden und zwei Treffern ins leere Schweizer Tor zu immer neuen Jubelstürmen. Lukas Nilsson vom THW Kiel kam auf 19 Minuten Einsatzzeit, erzielte aber kein Tor.

Nächstes THW-Duell am Sonntag

Zuvor hatte auch THW-Regisseur Miha Zarabec mit Slowenien gegen Polen den ersten Turniersieg eingefahren (26:23). Zarabec, der 2/1 Tore erzielte und einen Siebenmeter vergab, und seine Mannschaft hatten Polen jederzeit im Griff, gingen aber zu fahrlässig mit ihren Chancen um und konnten sich daher erst acht Minuten vor Schluss vorentscheidend absetzen.

Am Sonntag kommt es zum direkten Duell zwischen Nilssons Schweden und Zarabecs Slowenen. Nilsson kann es bereits kaum erwarten: "In meiner Heimat gegen Miha spielen - das könnte ich jeden Tag haben", sagte er.

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