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Sportmix Flensburg fiebert dem Showdown entgegen
Sport Sportmix Flensburg fiebert dem Showdown entgegen
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13:58 30.05.2019
SG Flensburg-Handewitt - Füchse Berlin: Die Flensburger Mannschaft feiert den Sieg. Quelle: Axel Heimken
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Flensburg

Gut fünf Minuten vor dem Spielende begannen die Fans der SG Flensburg-Handewitt zu singen: „Die Nummer eins im Land sind wir“ und „Deutscher Handball-Meister“ hallte es durch die ausverkaufte Arena. Nach dem souveränen 26:18 am Mittwoch gegen die Füchse Berlin ist die Mannschaft von Trainer Maik Machulla nur noch einen Schritt von der erfolgreichen Titelverteidigung und der dritten Meisterschaft in der Vereinsgeschichte nach 2004 und 2018 entfernt.

Da auch der THW Kiel seine Aufgabe mit dem 34:26 beim TBV Lemgo Lippe mühelos bewältigte, fällt die Entscheidung zwischen den beiden großen Nordrivalen am 34. und letzten Spieltag am Pfingstsonntag. Den Flensburgern genügt bei zwei Punkten Vorsprung beim Aufsteiger Bergischer HC schon ein Unentschieden zum Titel. Die Kieler müssen ihr Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf gewinnen und auf Schützenhilfe des BHC hoffen.

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„Es geht jetzt nicht darum, den Handball neu zu erfinden, sondern körperlich und mental frisch zu werden“, gab Machulla nach dem ungefährdeten Sieg über die Hauptstädter die Marschroute vor. Nach einem Regenerationstraining am Donnerstag wartet ein freies Wochenende auf die SG-Spieler. Am Montag startet dann die Vorbereitung auf den großen Showdown.

Letzte Hürde ist der letzte Spieltag

Glückwünsche zur Titelverteidigung wollte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke noch nicht entgegennehmen: „Deutscher Meister sind wir, wenn wir auch die letzte Hürde überspringen. Jetzt sind wir an der Stelle, von der wir geträumt haben, und wir wollen auch den letzten Schritt machen.“

Kiels Kreisläufer Hendrik Pekeler hat daran wenig Zweifel: „Jetzt müssen wir gegen Hannover unseren Job machen und das Spiel gewinnen. Die Wahrscheinlichkeit, noch Meister zu werden, ist sehr gering. Trotzdem bleibt ein Fünkchen Hoffnung“, sagte der Nationalspieler nach dem Spiel in Lemgo.

Meisterschaft machte SG Flensburg-Handewitt gelasen

Im Flensburger Team ist ein großes Selbstvertrauen zu spüren. „Der Gewinn der Meisterschaft im vergangenen Jahr hat uns gelassener gemacht“, sagte Rückraumspieler Holger Glandorf. „Jetzt geht es darum, viel zu regenerieren, sich auf den BHC vorzubereiten und dort alles in die Waagschale zu werfen.“

Dass nun zehn Tage bis zum letzten Bundesliga-Spieltag ins Land gehen, findet Schmäschke merkwürdig: „Sonst spielen wir im Drei-Tage-Rhythmus und jetzt haben wir zehn Tage Zeit.“ Auch Glandorf haderte ein wenig mit der Spielplangestaltung.

„Wir hätten schon Mitte Mai mit der Saison durch sein können und spielen jetzt bis Mitte Juni“, sagte der Routinier. Grund für die Pause ist das Finalturnier der Champions League am kommenden Wochenende in Köln, bei dem zum dritten Mal in Serie kein Bundesligist vertreten ist.

Flensburg will Saisonfinale mit Meisterschaft krönen

Auch wenn es mit der vorgezogenen Meisterfeier in Flensburg nichts wurde, gab es am Mittwochabend bewegende Momente. Mit Rasmus Lauge, der zum ungarischen Spitzenclub Telekom Veszprem wechselt, und Tobias Karlsson, der gegen die Füchse sein 500. Spiel im SG-Trikot bestritt und seine Karriere beenden wird, wurden zwei Säulen des SG-Teams und zwei der besten Bundesligaspieler nach dem letzten Heimspiel verabschiedet.

Beim großen Saisonfinale wollen der Schwede und der Däne ihre Zeit bei der SG mit der gemeinsamen zweiten Meisterschaft krönen.

Hier sehen Sie Bilder vom Spiel der SG Flensburg-Handewitt gegen die Füchse Berlin.

Von dpa

Jan-Phillip Wottge 29.05.2019
Rainer Krüger 28.05.2019