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Sportmix Torge Greve neuer Trainer in Gummersbach
Sport Sportmix Torge Greve neuer Trainer in Gummersbach
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16:23 08.03.2019
Von Merle Schaack
Vom TSV Altenholz über den VfL Lübeck-Schwartau in die Handball-Bundesliga: Der gebürtige Rendsburger Torge Greve übernimmt tauscht sein Trainer-Büro im Norden gegen das beim VfL Gummersbach und wird dort Nachfolger von Denis Bahtijarevic. Quelle: Uwe Paesler
Lübeck

Schon im Dezember zog der gebürtige Rendsburger Torge Greve die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag mit den Lübeckern und kündigte an, sich neu zu orientieren. Dass er aber schon am Sonnabend zum letzten Mal an der Seitenlinie in der Hansehalle stehen wird, kam für den Klub unerwartet.

„Schweren Herzens haben wir Torges Wunsch entsprochen, seinen Vertrag bereits zum jetzigen Zeitpunkt aufzulösen und ihm den Wechsel nach Gummersbach zu ermöglichen", sagte Geschäftsführer Michael Friedrichs. Im Februar hatte Greve noch ein Angebot des ebenfalls abstiegsbedrohten Erstligisten BBM Bietigheim ausgeschlagen.

Wiedersehen mit Christoph Schindler

Der 43-jährige Greve verlässt den VfL Lübeck-Schwartau nach sieben Jahren. Seine Trainerkarriere startete der Linkshänder beim TSV Altenholz, wo er zuvor auch 14 Jahre lang gespielt hatte. Zwischen 2003 und 2006 streifte Greve gemeinsam mit dem jetzigen Gummersbacher Geschäftsführer Christoph Schindler das Wölfe-Trikot über. "Der Kontakt ist über die Jahre nicht abgerissen. Wir verstehen uns gut, das ist auf jeden Fall ein Vorteil", sagte Greve auf Anfrage von KN-online. "Aber jetzt arbeiten wir auf einer anderen, einer geschäftlichen Ebene zusammen."

Der VfL Gummersbach, der zu den Gründungsmitgliedern der Handball-Bundesliga gehörte und noch nie aus der höchsten Spielklasse abgestiegen ist, steht derzeit auf dem 16. Tabellenplatz, hat nur einen Punkt Abstand auf die Abstiegsränge 17 und 18.

Abstiegskampf "reizvoll"

„Das ist eine reizvolle Aufgabe", sagte Greve, der schon vor einem Jahr angekündigt hatte, als Trainer in die Erste Liga zu wollen. "Ich sehe in der Mannschaft des VfL das Potenzial, den Klassenerhalt zu schaffen." Sein Vertrag in Gummersbach, der bis Sommer 2020 läuft, ist aber nicht an den Verbleib im Oberhaus gebunden. "Im Notfall würde ich mit dem VfL auch in die Zweite Liga gehen", sagt Greve.

Am Sonnabend nach dem Heimspiel des VfL Lübeck-Schwartau gegen den TuS N-Lübbecke wird er in der Hansehalle verabschiedet. "Abschiede sind nicht mein Ding. Deshalb ist es vielleicht gut, das jetzt alles so schnell ging", sagt er. Am Sonntag wird er sich ins Auto setzen und auf den Weg nach Gummersbach machen. Frau Janina und die beiden Söhne im Alter von sieben und knapp einem Jahr bleiben aber im Norden. "Wir probieren es erst einmal so. Am Anfang habe ich wahrscheinlich sowieso kaum Zeit für Privates."

Greve-Nachfolge noch ungeklärt

Bis das Auto Richtung Gummersbach rollt, liegt Greves Konzentration aber noch voll auf dem Spiel gegen Lübbecke. "Wir haben gerade einen guten Lauf, den wollen wir fortsetzen", sagt er.

Wer beim VfL Lübeck-Schwartau die Lücke füllt, die durch Greves vorzeitigen Weggang entsteht, ist noch nicht klar. Piotr Przybecki, der seit Januar als Greves Nachfolger feststeht, soll wie bisher geplant erst ab dem 1. Juli übernehmen.

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