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Sportmix Deutschland deklassiert Brasilien
Sport Sportmix Deutschland deklassiert Brasilien
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22:08 12.01.2019
Von Tamo Schwarz
Deutschlands Torhüter Andreas Wolff jubelt nach einem gehaltenen Ball.  Quelle: Soeren Stache/dpa
Berlin

Für Bundestrainer Christian Prokop, der schon beim Einlaufen eine "Wahnsinnsatmosphäre, die Lust auf mehr macht" spürte, ist es "das schönste Spiel, seit ich Bundestrainer bin".

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In der Tat entfesselt die Mannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB), die auf den erkrankten Youngster Franz Semper verzichten muss, besonders bis zum 9:2 (15.) in der Anfangsviertelstunde ein wahres Feuerwerk. In der Rückraum-Mitte führt Martin Strobel klug Regie, setzt Steffen Weinhold und nach einigen Fehlwürfen auch Steffen Fäth gut in Szene. Die Intensiv-Analyse des 22:24 der Brasilianer gegen Frankreich am Vortag zeigt Wirkung. "Ich bin froh, dass ich das Spiel live gesehen habe. Sonst hätte ich Brasilien ein bisschen unterschätzt", gibt Prokop später zu.

Standing Ovations schon vor der Pause

Deutschland führt 15:8 zur Pause, leistet sich dabei sogar zehn Fehlwürfe. 21 sind es nach 60 Minuten. Der Stimmung in der mit 13500 Zuschauern erneut ausverkauften Mercedes-Benz Arena tut das keinen Abbruch. Das Publikum beweist ein feines Gespür, feiert nicht nur die Tore - insgesamt zehnmal also Kapitän Uwe Gensheimer. Nein, als Brasilien, ohne den verletzten Ex-Kieler Rogerio Ferreira (Knie) angetreten, in Halbzeit eins in Ideenlosigkeit versinkt, bis zur 25. Minute nur fünf Tore erzielt und sich ein Klassenunterschied abzeichnet, wird jeder Block, jede Aktion einer formidablen Deckung gefeiert wie ein Kempa-Trick. Standing Ovations!

Fabian Böhm, Paul Drux, Jannik Kohlbacher, Matthias Musche - alle Akteure kommen zum Einsatz, alle Feldspieler tragen sich in die Torschützenliste ein, Drux erweist sich zudem mit starkem Eins-gegen-Eins als gute Option für die Rückraum-Mitte. Für Abwehrmann Finn Lemke ein rundum gelungener Abend: "Zwei Spiele, zwei Siege, jetzt kommen die Russen, das wird noch unangenehmer. Aber der Energielevel von den Rängen war enorm."

Dank des zweiten Turniersieges setzt sich die deutsche Mannschaft mit 4:0 Punkten an die Spitze der Gruppe A und hält Kurs auf die Hauptrunde. „So einen Start bei der Heim-WM stellt man sich natürlich vor“, sagte Prokop.

Am Montag (18 Uhr) geht es im dritten Vorrundenspiel gegen Russland, das nach einem 34:27 gegen Korea 3:1 Zähler aufweist.

Deutschland: Wolff (1.-49. Minute/7 Paraden), Heinevetter (bei einem 7m und ab 49./1) – Gensheimer 10/5, Lemke 1, Wiencek 1, Wiede 2, Pekeler 1, Weinhold 4, Strobel 2, Fäth 4, Groetzki 1, Musche 2, Böhm 2, Kohlbacher 3, Drux 1.

Brasilien: Almeida (1.-30. Minute und bei einem 7m/7 Paraden), Tercariol (ab 31./7 Paraden/1 Tor) – H. Teixeira 2, Valadao 1, Toledo 5, Petrus 1, Pozzer, Borges, Chiuffa 2, V. Teixeira, Novais n.e., Ponciano, Langaro 1, Nantes 4/4, Hackbarth 2, Rodrigues 2.

Schiedsrichter: Kleven/Jorum (Norwegen) – Strafminuten: GER 8 (2x Wiencek, Kohlbacher, Böhm), BRA 12 (3x Langaro, Rodrigues, Ponciano, Chiuffa) – Disqualifikation (3x2): Langaro (56.) – Siebenmeter: GER 5/5, BRA 5/4 (Chiuffa vorbei) – Spielfilm: 2:0, 5:1 (9.), 9:2, 10:4 (19.), 14:5, 15:8 – 17:9, 19:11 (37.), 22:26 (46.), 28:18 (53.), 29:20, 34:20 (60.), 34:21 – Zuschauer: 13500 in der ausverkauften Berliner Mercedes-Benz Arena.

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