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Sportmix Wislander: "Leider gutes Gefühl"
Sport Sportmix Wislander: "Leider gutes Gefühl"
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18:58 10.01.2019
Von Merle Schaack
THW-Legende Magnus Wislander hofft auf den ersten Titel für die Schwedische Nationalmannschaft nach seinem eigenen Karriereende. Quelle: KRISTER ANDERSSON
Kopenhagen

Die Sehnsucht der Schweden nach einem Titel ist groß. 17 Jahre lang holten sie höchstens Silber. Zuletzt bei der EM im Vorjahr, davor bei den Olympischen Spielen 2012. Ohne Wislander kein Titel, so scheint es. Beim EM-Sieg 2002 spielte der heute 54-Jährige noch - und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Zum ersten Mal seit der goldenen Generation der "Bengan Boys" in den 1990er-Jahren zählen die Schweden bei der WM in Deutschland und Dänemark wieder zum engsten Favoritenkreis.

"Die Favoritenrolle ist berechtigt", sagt Wislander, der das Team um die Kieler Lukas Nilsson und Niclas Ekberg als Radio-Experte begleitet. "Ich habe wirklich ein gutes Gefühl. Leider, denn das mag ich eigentlich nicht. Aber ich kann es nicht anders sagen. Schweden hat ein gutes Team, das schon länger zusammenspielt. Und sie hatten Losglück."

Die "Tre Kronor" spielen mit der Vorrunden-Gruppe D in Kopenhagen, wo sie auf Ägypten, Argentinien, Angola, Katar und Ungarn treffen. "In der Hauptrunde werden die drei skandinavischen Teams um das Halbfinale spielen", prognostiziert Wislander und meint damit Dänemark und Norwegen, die mit den Schweden in einer Hauptrunde landen würden.

Wislander selbst wird die Spiele fürs Radio kommentieren. Ein Job, den er - neben einem bei der schwedischen Post - bereits seit 2005 hat. Nach wie vor ist er auch Co-Trainer beim schwedischen Rekordmeister Redbergslids IK. "Eigentlich mache ich das, was ich schon immer gemacht habe", sagt er schmunzelnd. Und auch im schwedischen Fernsehen ist er ein gern gesehener Gast. Im vergangenen Jahr war er Teilnehmer in einer Show mit dem Titel "Das große Rennen". Zusammen mit drei anderen Prominenten ließ er sich dabei zum "Folkrace"-Fahrer ausbilden. Ein in Skandinavien beliebter Motorsport mit günstigen Autos und beulenträchtigen Wettfahrten auf dem Land. "Das war ein großer Spaß", sagt Wislander, der nach wie vor auch jedes Jahr versucht, alten Freunden in Kiel einen Besuch abzustatten. "Nicht immer einfach, weil ich an den Wochenende meist beim Handball im Einsatz bin. Aber 2019 versuche ich es wieder."

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