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Sportmix Judo ist für das Leben
Sport Sportmix Judo ist für das Leben
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18:10 19.02.2009
Preetz

Es ist kalt in der Hermann-Ehlers-Halle. Die Heizung braucht mehr Anlaufzeit als die Schar von Judoka, denen die Winterfrische unter dem Dach nichts ausmacht. Immerhin befinden sie sich mitten im Aufwärmtraining. Und das zieht sich 30 Minuten hin. Vor dem Spaß steht die Disziplin. „Stock“, „Kobra“ und „Hund“ heißen die Formen, die Tom Herold seinen 20 Pennälern im Alter zwischen sechs und 17 Jahren auf Zuruf abverlangt. Der 43-Jährige beobachtet die Dehnübungen mit Argusaugen, korrigiert hier und da die Körperhaltungen. Vor allem einem kleinen blonden Jungen - er trägt den viel sagenden Spitznamen „Frechdachs“ - fällt die Konzentration schwer. „Dabei ist die Aufwärmphase enorm wichtig für den weiteren Trainingsverlauf“, sagt Herolds Assistent Tim Lüddecke (22). Für die anschließenden Würfe, Hebel und Bodentechniken müssen Gelenke und Muskeln gut „geölt“ sein.

Normalerweise tummeln sich zwischen 40 und 50 Kinder beim PTSV-Training. Doch heute hat ein Grippevirus fast die Hälfte von ihnen lahmgelegt. Der PTSV bietet zwar auch das Judo in seiner „normalen“ Wettkampfform an, die vom Deutschen Judo Bund (DJB) vorgegeben wird. Doch in dieser Gruppe widmen sich Lehrer und Schüler ausschließlich dem traditionellen Judo (Judo Inyo Ryu). Diese Ursprungsform wurde als Kampfkunst zur Selbstverteidigung gegen bewaffnete und unbewaffnete Angreifer entwickelt. Vom DJB losgeeist nehmen die PTSV-Judoka nicht allwöchentlich an Turnieren teil, sind im eigenen Verband (Kedokan Judo Kidokai) organisiert und tragen in ihm verbandsoffene Landes- und Deutsche Meisterschaften aus. Dort gelten für Kämpfe nur 14 Regeln. Im DJB sind es rund 300.

Tom Herold ist ein Verfechter des Ursprung-Judos und hat sich damit nicht nur Freude gemacht, wie er zugibt. „Judo ist halt nicht nur dafür da, damit Eltern ihre Kindern abgeben können, um bei diesen motorische Störungen und Disziplinlosigkeit in den Griff zu bekommen“, sagt er. Herold hält es mit dem Begründer des Sports, Jigoro Kano: „Judo Ichidai“ - Judo ist fürs Leben. Judo solle in seiner kulturhistorischen Gebundenheit verstanden werden, meint Herold. Und dazu gehörten eben auch Waffen-, Tritt- und Schlagtechniken, die im PTSV allerdings erst für Jugendliche ab 16 Jahren gelehrt würden.

Zusammenkunft auf der Matte. Die Kinder sitzen in Reih und Glied und widmen sich einer aus neutraler Sicht einfachen Übung: dem Knoten des Gürtels. Dieser hält die halblange weiße Jacke (Uwagi) über der weißen Hose (Zubon) zusammen. „Guckt mal bitte alle her“, ruft Herold und demonstriert das Schnüren seines rot-weißen Meistergürtels, der dem 6. Dan-Grad entspricht. Die Anzüge der Kinder zieren hingegen die Schülergürtel, etwa in den Farben weiß, gelb, orange, grün, gelb oder braun. Man nennt sie Kyu-Grade.

Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit aber auch die Achtung vor seinem Partner stehen im Mittelpunkt, wenn sich die Preetzer „Kids“ für den Rest des Trainings in den „Nahkampf“ begeben, um die gelernten Techniken an dem Partner auszuprobieren. „Warum ich Judo mache? Weil das Kämpfen und Schwitzen super viel Spaß macht“, sagt die elfjährige Ina Korte. „Das fühlt sich dann immer richtig gut an, wenn man hinterher wieder zu Hause ist.“ Und Chritopher Witt (17) hat in den vergangenen Jahren sogar noch einen ganz anderen Effekt ausgemacht: „Wenn ich mich mit früher vergleiche, muss ich zugegeben, dass Judo tatsächlich die Disziplin fördert.“

www.judo-preetz.de

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