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Sportmix Karriere-Aus für Lorenz Schümann
Sport Sportmix Karriere-Aus für Lorenz Schümann
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07:00 28.12.2018
Von Merle Schaack
Beach-Profi Lorenz Schümann hat im Sommer seine Karriere beendet. Quelle: Sonja Paar (Archivbild)
Hamburg/Kiel

Mitten in der Saison 2018, die er mit seinem Partner Nils Ehlers bestritt, ging für Lorenz Schümann alles schief, was mit Blick auf seinen großen Traum Tokio 2020 schiefgehen konnte. Zuerst zog er sich einen Längsriss in der Patellasehne zu.

Eine Woche später erreichte ihn während der Reha in Paderborn ein Anruf von Ehlers. Die Nachricht, dass Markus Böckermann seine Profi-Karriere beenden würde, hatte Bewegung in die Riege der deutschen Nationalspieler gebracht. Böckermanns bisheriger Partner Lars Flüggen brauchte einen neuen Blockspieler, mit dem er die Olympia-Quali angehen konnte. Er hatte Ehlers gefragt.

Trennung zu ungewöhnlichem Zeitpunkt

Als Schümann nach Hamburg zurückkehrte, kam die Gewissheit. Das Duo Ehlers/Schümann war Geschichte. Und ein neuer Partner für den Abwehrspieler nicht in Sicht. „Es gab keinen, bei dem ich voll dahinter gestanden hätte. Aber das muss man, wenn es um Olympia geht“, sagt Schümann.

Für ihn war besonders der Zeitpunkt der Trennung ein Schlag ins Gesicht. „Ich kenne keinen anderen Spieler, der mitten in der Saison auf einmal so dastand. Man vereinbart vorher, für ein Jahr zusammenzuspielen. Und für mich ist es ein Grundsatzding, dass man Vereinbarungen einhält.“

Koreng: "keine Steine in den Weg legen"

Dabei nimmt er auch die Nationaltrainer Martin Olejnak und Eric Koreng in die Kritik: „Die Trainer haben mir im Nachhinein signalisiert, dass sie auch nicht glücklich mit der Entscheidung waren. Da verstehe ich nicht, warum man dann die Spieler entscheiden lässt.“

Koreng sagt: „Die Absprache haben die Spieler untereinander getroffen. Wir Bundestrainer wollten dem Team (Ehlers/Flüggen, d. Red.) keine Steine in den Weg legen.“ Er bedauere Schümanns Entscheidung, die Leistungssport-Karriere zu beenden, sagt aber auch deutlich: „Als Abwehrspieler hat Lorenz derzeit leistungsstärkere Spieler vor sich.“

Spaß-Comeback in Semesterferien möglich

Trotz der Enttäuschung hat Schümann inzwischen seinen Frieden mit seinem neuen Leben gemacht. Ab Februar wird er Medizin im lettischen Riga studieren. Und auch wenn die Profikarriere beendet ist, kann er sich vorstellen, in den Semesterferien sporadisch auf der deutschen Tour zu spielen.

„Als dieser Traum von Olympia platzte, ging es mir scheiße“, erzählt Schümann. „Aber seit ich einen Plan habe, wie es weitergeht, kann ich ganz gut damit leben.“ Groll hegt er keinen mehr. „Das Einzige, was mich stört ist, dass ich nie wissen werde, ob ich es zu Olympia geschafft hätte.

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