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Sportmix Keineswegs überspannt
Sport Sportmix Keineswegs überspannt
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15:39 18.09.2009
Rethwisch

Astrid Haß hat etwas geschafft, was in der fast 20-jährigen Geschichte der Bogenabteilung des SV Rethwisch noch keiner geschafft hat. Deutsche Meisterin ist sie dieses Jahr geworden, mit dem Blankbogen in der Halle, und gleich danach Vierte bei den deutschen Feldbogenmeisterschaften. Damit ist für die 34-jährige Kielerin aber noch lange nicht Schluss: Sie will als Feldbogenschützin in die Nationalmannschaft des Deutschen Schützenbundes aufrücken, um auf Europa- und Weltmeisterschaften des wichtigsten Weltverbandes FITA (Fédération Internationale de Tir à l'Arc) schießen zu können. Ihr Ziel für das kommende Jahr ist, sich dafür zu qualifizieren.

Mehr als 40 aktive Mitglieder zählt die Bogenabteilung Vereins in dem kleinen Nachbarort von Preetz. Viele kommen von weit her und gerade zum Training. Diejenigen, die Astrid Haß lange nicht mehr gesehen haben, gratulieren ihr herzlich zu ihren Erfolgen. Für die neun Kinder und Jugendlichen, die hier ein Mal pro Woche trainieren, ist die deutsche Meisterin ein Vorbild: ruhig, bescheiden und treffsicher.

Während die Jüngsten auf dem Sportplatz recht fröhlich ihre Pfeile auf die aufgestellten Scheiben (in der Fachsprache: Auflagen) schießen und das alles erst einmal ziemlich einfach aussieht, wird spätestens beim Gespräch mit Ulrich Mök (61) - der zusammen mit seiner Frau Erika (59) die Bogenabteilung leitet - klar, wie kompliziert das Regelwerk ist und in wie vielen verschiedenen Wettkampfdisziplinen das Bogenschießen betrieben wird.

Grob unterschieden werden kann zwischen der„olympischen Runde“ (zwei Mal 36 Pfeile auf 70 Meter Entfernung, danach weiter im K.o.-Verfahren), der „FITA-Runde“, bei der 144 Pfeile auf verschiedene Entfernungen und Auflagengrößen geschossen werden, dem Feldbogenschießen, bei dem Zielscheiben im Gelände entlang eines Rundkurses aufgestellt werden, und dem Hallen-Schießen. Zum Einsatz kommen im Sport der „Olympische Bogen“, ein Recurvebogen mit Visier, Stabilisatoren und Auszugsmarkierungen, der Compoundbogen, bei dem die Sehne im Unterschied zum Recurvebogen (der so heißt, weil die Enden der Wurfarme stark nach vorn gebogen sind) über exzentrisch gelagerte Rollen (Cams) geführt wird, der Blankbogen, ein „blanker“ Recurvebogen ohne Hilfsmittel, sowie ferner der Langbogen, der im Gegensatz zum dreiteiligen Recurve, aus einem Stück gefertigt ist.

Doch egal, welcher Bogen und welche Disziplin: „Wichtig ist, dass Schütze, Bogen und Pfeil eine Einheit bilden, also alles aufeinander abgestimmt ist“, sagt Ulrich Mök. Und es gibt eine zweite Einheit: „die Kombination aus Konzentration, Körperbeherrschung und Kraft.“

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