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Sportmix Jake Purichia will mit den Canes siegen
Sport Sportmix Jake Purichia will mit den Canes siegen
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18:14 23.05.2019
Von Merle Schaack
Foto: Quarterback Jake Purichia
Quarterback Jake Purichia verfügt über eine hohe Pass-Qualität Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Seine erste große Reise führte Jake Purichia aus Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana nach Kiel. Bei den Kiel Baltic Hurricanes ruhen in dieser Saison viele Hoffnungen auf dem 23-Jährigen, der die Footballer als Spielmacher zu neuen Erfolgen führen soll. „Ich wusste nicht wirklich, was mich hier erwartet. Aber ich bin meiner Liebe gefolgt“, sagt der Quarterback, der in seiner Heimatstadt sowohl zur High School als auch aufs College ging. Er meint die Liebe zum Football. „Und es war genau die richtige Entscheidung.“

Im ersten Saisonspiel deutete Purichia seine Stärken bereits an

Schon im ersten Saisonspiel vor knapp zwei Wochen, das die Canes mit 14:42 daheim gegen die Dresden Monarchs verloren, deutete Purichia seine Stärken an. „Ich bin nicht der Größte und weiß, dass das ein kleiner Nachteil ist“, sagt der 1,82-Meter-Mann. „Das versuche ich mit Laufspiel auszugleichen. Und wenn das bedeutet, dass ich in einem Spiel 50-mal den Ball übergebe, ist das für mich auch in Ordnung – so lange wir das Spiel gewinnen.“ Eine bescheidene Beschreibung seiner Spielweise, denn auch unter Bedrängnis feuerte Purichia noch zielgerichtete Pässe ab. Head Coach Timo Zorn lobt seinen Spielmacher. „Er passt perfekt zu uns und war definitiv die richtige Entscheidung“, sagt er. „Jake hat sofort eine Führungsrolle eingenommen.“

Eine Rolle, in der Purichia trotz der großen Verantwortung, die damit einhergeht, gerne annimmt. „Auf den Quarterback schauen immer alle, das kenne ich ja schon seit vielen Jahren. Das empfinde ich nicht als Druck, den mache ich mir höchstens selbst“, sagt er, der mit den Canes am liebsten den Durchmarsch in den German Bowl schaffen würde. In High-School-Zeiten stellte er einen neuen Rekord für die meisten Touchdown-Pässe im Bundesstaat Indiana auf, als Spielmacher der University of Indianapolis wurde er später in der Great Lakes Valley Conference zum besten Offensivspieler gewählt.

Purichia: "Ich bin nicht der wichtigste Spieler"

In den Rekordbüchern der Greyhounds hat er sich in Sachen Pass-Effizienz den Spitzenplatz gesichert. „Trotzdem bin ich nicht der wichtigste Spieler. Erfolgreich sind wir nur, wenn alle etwas dazu beitragen“, sagt Purichia, der die Auftakt-Niederlage gegen Dresden längst abgehakt hat. „Das ist nicht so gelaufen, wie wir es uns gewünscht hatten. Aber vor allem in der Offensive hatten wir gute Ansätze“, sagt er. „Wir waren fast doppelt so lange im Ballbesitz, haben den Ball gut laufen lassen und gezeigt, dass wir variabel in unseren Spielzügen sind. Nun müssen wir die Drives nur zu Ende bringen.“

Gegen Aufsteiger Düsseldorf Panther müssen die Canes am Sonnabend (16 Uhr, Kilia-Stadion) einen Sieg holen, um keinen kompletten Fehlstart hinzulegen. Die Panther kehrten nach zwei Jahren im Unterhaus in die GFL zurück, hatten trotz Aufstiegs-Euphorie einen großen Umbruch im Kader und gehen nun mit Head Coach John Leijten ans Projekt Klassenerhalt.

Bei den Düsseldorfern spielt der erfolgreichste Quarterback der australischen Football-Liga 2018

Der Australier lotste zahlreiche internationale Spieler nach Düsseldorf. Die Offense führt mit Christian Strong der erfolgreichste Quarterback der australischen Football-Liga 2018 an. Bislang hagelte es aber Niederlagen für die Düsseldorfer gegen Dresden (13:49), Hildesheim (17:49) und Potsdam (17:34). Canes-Head-Coach Timo Zorn warnt allerdings vor dem Pass-Spiel der Panther. „Das haben sie in den ersten Spielen gut etabliert.“ Von einer Sieg-Pflicht für seine Mannschaft will er aber nicht sprechen. „Das Team findet sich noch.“

Wide Receiver Nate Hodapp steht vor seinem Debüt bei den Canes

Mit dabei sein soll am Sonnabend zum ersten Mal auch Wide Receiver Nate Hodapp. Der US-Neuzugang musste zum Auftakt mit einer Oberschenkelzerrung passen. Weiterhin fehlen wird wegen einer im Dresden-Spiel erlittenen Fußverletzung Florian Finke.

„Wir wissen jetzt, wo unsere Fehler liegen und hatten zwei Wochen, um sie auszuwetzen. Wir gehen mit einem positiven Gefühl in das Spiel gegen Düsseldorf“, sagt Zorn. Es wird sich zeigen, wohin die Reise geht.

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Merle Schaack 11.05.2019
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