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Sportmix Duell der Tackle-Könige
Sport Sportmix Duell der Tackle-Könige
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20:16 15.08.2019
Von Merle Schaack
Canes-Abwehrchef Darin Hungerford sammelte in der Nord-Staffel bisher die zweitmeisten Tackles - hier zum Leidwesen von Düsseldorfs Khris Francis. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

„Historisch gesehen ist das ein sehr schwieriges Spiel. In Dresden haben wir in den letzten Jahren immer nicht so gut ausgesehen“, sagt Timo Zorn, Headcoach der Kiel Baltic Hurricanes. Zur Erinnerung: Im Vorjahr gerieten die Kieler beim 21:56 in der zweiten Halbzeit unter die Räder. Auch im Hinspiel in dieser Saison unterlagen die Canes mit 14:42 am Ende deutlich, auch wenn sie zunächst gut Kontra boten. Bedeutung hat diese Begegnung für Zorn keine mehr. „Das ist schon so lange her – gefühlt war das eine andere Saison“, sagt er. „Jetzt sind das zwei ganz andere Mannschaften.“

Hungerford auf der Jagd nach einem Quarterback-Sack

Mannschaften, die sich im Saisonverlauf beide zu Abwehr-Bollwerken entwickelt haben. Mit AJ Wentland haben die Monarchen den derzeit besten Tackler (im Schnitt 14,7 Tackles pro Spiel) der Liga in ihren Reihen.

Kiels Abwehr-Chef Darin Hungerford muss den Vergleich aber nicht scheuen. Mit 11,4 Tackles pro Spiel liegt er in der Nord-Staffel direkt hinter Wentland. Das Einzige, was ihm in dieser Spielzeit noch zu seinem Glück als Verteidiger fehlt, ist mindestens ein Quarterback-Sack. „Darauf lege ich es jetzt an, ich will ein paar verdammte Sacks“, bläst er breit grinsend zur Jagd auf den gegnerischen Spielmacher, um ihn bei dessen Ballbesitz zu Boden zu bringen.

Entwarnung bei Jake Purichia

Eine Warnung in Richtung des Dresdener Spielmachers Zack Greenlee, der seine Pässe mit traumwandlerischer Sicherheit an KeVonn Mabon, den besten Receiver im Norden, adressiert.

Auch die Canes können aber auf einen fitten Quarterback setzen – die Fußverletzung von Jake Purichia aus dem Hildesheim-Spiel am Wochenende entpuppte sich als harmlos. CJ Davis ist nach seinem Bänderanriss ebenfalls auf dem Weg der Besserung. Ob er in Dresden zum Einsatz kommt, ist aber noch offen.

Kiel braucht einen besseren Angriff

Sicher ist: Die Kieler brauchen eine konsequentere Offense, wenn sie ihre bisher durchwachsene Saison erfolgreicher als die vorige (Platz sechs) abschließen wollen. Eine klare Ursache für die Angriffs-Schwäche können Zorn und sein Trainer-Team allerdings nicht ausmachen. „Es zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Jahr – immer, wenn wir etwas Positives machen, kriegen wir es irgendwie hin, uns unserer Lorbeeren zu berauben“, sagt er. „Es gibt nicht diese eine Stelle, an der es per se hapert – deshalb ist es auch so schwer abzustellen. Wir kriegen einfach noch nicht das gebündelte Produkt aufs Feld.“

Beim Tabellendritten starten die Kieler nun einen neuen Anlauf. „Wir können keine Punkte liegen lassen“, sagt Zorn.

Alle Nachrichten über die Kiel Baltic Hurricanes lesen Sie hier.

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