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Sportmix So will Liev "Ponychampion" werden
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15:30 13.02.2020
Von Johanna Voth
Liev Silja Ströh (rechts) mit ihren Deutschen Reitponys Libelle, Mississippi und Trainerin Janet Maas. Quelle: Johanna Voth
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Neumünster/Felm

Das habe sie ihren Eltern und Ponys, vor allem aber auch ihrer Trainerin Janet Maas zu verdanken. „Ich reite schon mein ganzes Leben bei ihr“, erzählt sie. Janet Maas und Swantje Hinz kennen sich aus Kindertagen, sind seit Jahrzehnten befreundet und teilen vor allem eines: Die Liebe zu den Pferden. Und auch Liev und ihre Trainerin stehen sich nah. „Ich habe Janet einmal gefragt, warum sie mit mir öfter schimpft als mit anderen Reitschülern“, sagt die Waldorfschülerin. „Da hat Janet geantwortet: ,weil man mit der Familie strenger ist.’“

Wer wird "Ponychampion"?

Die liebevolle Strenge ihrer Reitlehrerin und „zweiten Mama“, wie Swantje Hinz sie nennt, trägt die ersten Früchte des Erfolgs: Mit ihrem Deutschen Reitpony Libelle wurde Liev Vize-Kreismeisterin in Rendsburg-Eckernförde im Springen, nahm am Bundesvierkampf teil und gewann den Nord-Länder-Cup in Elmshorn, ein Turnier für Nachwuchsspringreiter. Mit der Qualifikation für die VR Classics darf sie sich unter die Profis mischen. Neben dem Finale der hochdotierten Riders Tour, dem Championat der Pferdestadt Neumünster und einer Station des Dressur-Weltcups wird auch der Titel „Ponychampion“ vergeben. Um diesen reiten Liev und die anderen 15 Qualifizierten am Donnerstagnachmittag. „Ich kann es mir noch nicht vorstellen, wie ich mich in der großen Halle vor so vielen Zuschauern fühlen werde“, sagt die Bovenauerin. „Ich wünsche ihr vor allem, dass sie das gewisse Quäntchen Glück hat“, sagt Janet Maas. „Sie ist eine talentierte Reiterin und hat das richtige Gespür für ihre Ponys – das ist schon viel wert.“

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Acht Ponys und 700 Kühe

„Wir haben mit meinem Mann Henning die Abmachung, dass auf 100 Kühe ein Pony hier einziehen darf“, erzählt Swantje Hinz lachend. Das Kontingent haben sie und ihre Tochter voll ausgeschöpft. Auf 700 Kühe des Milchviehbetriebes in Bovenau kommen acht Ponys. „Das eine Pony zu viel haben wir mit der Biogasanlage gerechtfertigt, die er gebaut hat.“

Liev soll bodenständig bleiben

Die beiden Ponys, die die 13-Jährige in Neumünster reiten könnte, sind die 15 Jahre alte Libelle und die zehnjährige Mississippi. Beide gehören nicht ihrer Familie, sondern werden ihr zum Reiten vom Eigentümer zur Verfügung gestellt. Mit welchem der beiden Deutschen Reitponys sie an den Start gehen wird, hatte sie bis zuletzt noch nicht entschieden. Swantje Hinz ist es wichtig, dass ihre Tochter bodenständig bleibt und an ihre Ziele glaubt: „Als Liev noch jünger war und oft von ihrem damaligen Pony heruntergefallen ist, habe ich ihr erklärt, dass man auch dann erfolgreich reiten kann, wenn man keine unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten hat. Du reitest für dich selbst. Und wenn du Spaß hast und dich anstrengst, wirst du auch erfolgreich sein.“

Besser ohne Papa

Liev blickt bescheiden auf ihren Start in Neumünster und wünscht sich vor allem einen Ritt ohne Fehlerpunkte. „Dafür darf mein Papa eigentlich nicht dabei sein. Immer wenn er mit uns zum Turnier fährt, bin ich zwar gut, aber nicht unbedingt erfolgreich“, berichtet sie schmunzelnd. Am liebsten habe sie es ohnehin, wenn nur ihre Trainerin Janet bei der Vorbereitung auf eine Prüfung dabei ist. „Mama ist immer sehr nervös.“ Und Janet Maas ergänzt: „Wir schicken sie dann auf die Tribüne und so können alle etwas entspannter sein.“ Zu entspannt dürfe es laut Liev aber auch nicht werden: „Ich reite besser, wenn Janet streng mit mir ist.“

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