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Sportmix Canes trennen sich von Offensiv-Chef
Sport Sportmix Canes trennen sich von Offensiv-Chef
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07:00 22.08.2019
Von Merle Schaack
Nach anhaltenden Problemen in der Offensive der Kiel Baltic Hurricanes hat der Klub um Headcoach Timo Zorn (li.) sich von Offensive Coordinator Marico Gregersen (rechts, hier mit Lukas Rehder) getrennt.
Nach anhaltenden Problemen in der Offensive der Kiel Baltic Hurricanes hat der Klub um Headcoach Timo Zorn (li.) sich von Offensive Coordinator Marico Gregersen (rechts, hier mit Lukas Rehder) getrennt. Quelle: Uwe Paesler
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In den verbleibenden drei Saisonspielen der Kiel Baltic Hurricanes soll Headcoach Timo Zorn Gregersens Aufgaben übernehmen und dabei von seinen Assistenztrainern Dave Duddeck und Timothy Speckman unterstützt werden.

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Wir respektieren Marico als Coach und Freund, mit dem uns viel verbindet“, so Hurricanes-Headcoach Timo Zorn, „Wir haben es jedoch nicht geschafft, in der Offense so produktiv zu sein wie erhofft und mussten diesen Schritt nun gehen.“

Kieler bisher nur gegen Aufsteiger erfolgreich

Zorn und Gregersen kennen sich bereits lange, als Wide-Receiver-Coach brachte Gregersen Zorn einst das Footballspielen bei. Gregersen übernahm den Posten des Offensive Coordinators zur Saison 2018, die die Hurricanes mit vier Siegen und einem Unentschieden auf Platz sechs der GFL Nord beendeten. In dieser Saison konnten die Kieler bisher nur zwei Siege gegen die Düsseldorf Panther erringen.

Vergangenen Sonntag kassierten die Hurricanes in Dresden ihre achte Saisonniederlage. Beim 0:34 erzielte die Mannschaft erstmals in dieser Spielzeit überhaupt keine Punkte.

Playoffs zum zweiten Mal in Folge verpasst

Mit durchschnittlich nur 254,5 Yards Raumgewinn pro Spiel ist die Kieler Offensive derzeit die schlechteste der Liga. Zudem haben die Kieler nun auch rechnerisch den Playoff-Einzug verpasst - zum zweiten Mal in Folge.

„Wir konnten zu Jahresbeginn nicht davon ausgehen, dass wir die Playoffs erreichen“, sagt Spartenleiter Gunnar Peter. „Dass die Mannschaft dieses hoch gesteckte Ziel nicht aufgegeben hat, zeigt, dass sie hungrig ist. Aber der Kader ist noch nicht so weit, dass wir ganz oben mitspielen können.“

„Als Headcoach schaue ich nur auf diese Saison“, sagt Timo Zorn, der das Amt im Dezember im Zuge der Insolvenz der Vermarktungsgesellschaft von dem US-Amerikaner Dan Disch übernahm. „Ich hatte schon gehofft, dass wir um einen Playoff-Platz mitspielen können. Es gab auch Spiele, in denen wir die Chance hatten, uns dafür zu positionieren.“

Allzu oft scheiterten die Kieler letztlich aber an eigenen Fehlern. Zum Beispiel im Hinspiel gegen die Potsdam Royals, als die Canes mit 21:0 vorlegten, den Sieg aber in den letzten Minuten noch aus der Hand gaben und am Ende mit einem Unentschieden dastanden.

Sonnabend drittletztes Spiel in Potsdam

Mit ebendiesem Punkt Vorsprung stehen die Potsdamer nun auf Platz sechs vor den Canes in der Tabelle. Wollen die Kieler in der Nord-Tabelle noch Boden gutmachen, bietet sich am Sonnabend im direkten Duell mit den Royals (16.30 Uhr, Luftschiffhafen Potsdam) die voraussichtlich beste Gelegenheit dafür.

„Da ist auf beiden Seiten noch etwas offen“, sagt Zorn, für den die Endplatzierung in der Tabelle aber nicht die größte Bedeutung hat. „Das primäre Ziel ist es, die Spieler weiter auszubilden und eine gute Basis fürs nächste Jahr zu schaffe“, sagt er. „Deshalb bekommen jetzt auch schon viele junge Spieler Spielpraxis.“

Endspurt gegen Berlin und Braunschweig

Nach dem Spiel in Potsdam treffen die Canes im letzten Heimspiel der Saison am 31. August auf die derzeit viertplatzierten Berlin Rebels. Eine Woche später beenden sie die Spielzeit bei Tabellenführer Braunschweig. „Nun gilt es sich auf die letzten drei Spiele zu konzentrieren. Wir wollen diese Saison bestmöglich zu Ende spielen“, sagt Gunnar Peter.

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