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Sportmix Canes vergeben Sieg in letzten Minuten
Sport Sportmix Canes vergeben Sieg in letzten Minuten
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22:16 15.06.2019
Von Merle Schaack
Wieder kein Sieg für die Kiel Baltic Hurricanes. In Köln unterlagen v.li. Steffan Brenner, Darin Hungerford, Niklas Wulff und Tim Egdmann trotz guter Abwehrleistung knapp mit 12:13.  Quelle: Uwe Paesler (Archivbild)
Köln

Die Kiel Baltic Hurricanes waren nach Köln gereist, um sich für die 28:48-Heimniederlage aus dem Hinspiel vor zwei Wochen zu revanchieren. 

Doch wieder fiel den Kielern das Punkten schwer. Während die Crocodiles durch einen Touchdown und ein Fieldgoal von Dominic Gröne mit 10:0 in Führung gingen, warf Canes-Quarterback Jake Purichia zwei Interceptions. 

Viele Strafen unterbrechen das Spiel

Von Anfang an was das Spiel von vielen Strafen geprägt. Zu Beginn des zweiten Viertels bewegten sich die Kieler, obwohl im Angriff, durch die Raumstrafen phasenweise nur rückwärts. Die Abwehr der Canes hingegen stand sicher, konnte das gefürchtete Kölner Laufspiel gut unterbinden.

Erste Akzente setzten auch die beiden Neuzugänge aus den USA, die erst am Donnerstag in Deutschland gelandet waren. Aaron Bruning kam als Runningback zum Einsatz und deutete mit einem Lauf im zweiten Viertel seine Qualitäten an, als er vier Gegenspieler noch zehn Yards mit sich schleifte, ehe er zu Boden ging. Wide Receiver Markell Castle stellte seine Explosivität unter Beweis.

Kiel patzt bei den Extrapunkten

Den Bann brach ein 50-Yards-Pass von Jake Purichia auf Receiver Lukas Rehder bis kurz vor die Endzone der Kölner. Den Touchdown übernahm Julian Ampaw. Einen Extrapunkt konnten die Kielern aber nicht setzen, weil Simon Wilken beim PAT-Versuch der Ball aus der Hand rollte.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit fing Lukas Rehder den Ball in der Endzone. Der Touchdown blieb den Canes aber wegen einer vorausgegangenen Strafe verwehrt.

Kölns Quarterback Miller verletzt

In der letzten Aktion vor der Pause verletzte sich Kölns neuer Quarterback Conor Miller. Ersatzmann Tobias Jarmuzek hatte zunächst Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Im dritten Viertel gelang es ihnen kein Drive mit zehn Yards Raumgewinn. Dafür fand Purichia zum ersten Mal Markell in der Endzone. Mit seinem ersten Touchdown für die Kieler drehte der Neuzugang das Spiel zum 12:10 für die Canes. Über die folgende Two-Point-Conversion, die wegen einer Fünf-Yards-Strafe wegen Spielverzögerung scheiterte, sollten die Kieler sich später noch besonders ärgern. 

Denn nach wie vor hatten sie es mit einer starken Kölner Abwehr zu tun. Zweimal wurde Quarterback Purichia gesackt, mehrfach fand er keine Anspielstation. 

Grönes Fieldgoal macht alles klar

Unterdessen hatte Köln sich vom Miller-Ausfall erholt und kam doch noch über Runningback Dean Tanwani ins Laufspiel. Eine Minute vor Schluss hatte er die Kieler Abwehr bis kurz vor die eigene Endzone geschoben. Den Touchdown konnten die Canes zwar verhindern, das entscheidende Fieldgoal durch Gröne allerdings nicht. Eine Minute blieb ihnen, um sich noch einmal übers Feld zu arbeiten - an diesem Tag ein Ding der Unmöglichkeit. 

„Die Chance wurde uns auf dem Silbertablett serviert, und wir haben sie nicht genutzt“, sagte der Kieler Spartenleiter Gunnar Peter nach dem Spiel. „Ich bin stolz auf die Defense, aber die Offense hat nicht viel zustande gekriegt.“

Hängende Köpfe bei den Hurricanes

Auch Head Coach Timo Zorn gab zu: „Die Enttäuschung ist schon groß. Die vielen Flaggen haben den Rhythmus des Spiels auseinander gerissen. Es war schwer ins Spiel zu finden.“ Linebacker Lucas Biere sah einer zunächst wenig spaßigen Busfahrt zurück nach Kiel entgegen. „Die ersten zwei, drei Stunden werden wir da schon mit hängenden Köpfen sitzen“, sagte er, sah aber auch Positives. „Es hat Spaß gemacht, hier zu spielen. Und wir haben nur einen Touchdown zugelassen. Nur nach vorne schauen, das ist unsere Devise.“

Nächste Woche kommt Potsdam

Am kommenden Sonnabend empfangen die Hurricanes die Potsdam Royals um 16 Uhr im Kilia Stadion. Die Potsdamer unterlagen ebenfalls am Sonnabend den New Yorker Lions mit 7:46. In Hildesheim setzten sich die Invaders mit 31:27 durch. Die Berlin Rebels besiegten in Düsseldorf die Panther mit 55:20. Braunschweig und Hildesheim bleiben damit die beiden einzigen noch ungeschlagenen Teams und treffen am nächsten Wochenende aufeinander.

Die Statistik

Cologne Crocodiles - Kiel Baltic Hurricanes 13:12 (10:0/0:6/0:6/3:0)
1. Quarter
7:0 Gröne, Pass Miller. PAT Gröne
10:0 Gröne, 20-Yard Fieldgoal
2. Quarter
10:6 Ampaw,1-Yard-Lauf. PAT failed
3. Quarter
10:12 Castle, 10-Yard-Pass Purichia. 2-PC failed
4. Quarter 13:12 Gröne, 25-Yard-Fieldgoal

Kurz vor ihrem wichtigen Spiel bei den Cologne Crocodiles (Sonnabend, 17 Uhr) haben die Kiel Baltic Hurricanes zwei Neuzugänge präsentiert. Für den verletzten Wide Receiver Nate Hodapp rückt Markell Castle ins Team. Mit ihm kam noch ein weiterer US-Amerikaner an die Förde: Allrounder Aaron Bruning.

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