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Sportmix Alle spielen für den THW Kiel
Sport Sportmix Alle spielen für den THW Kiel
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13:17 27.09.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Die Mannschaft der Stunde: Hannovers Fabian Böhm (v.li.), Timo Kastening, Morten Olsen und Nejc Cehte bejubeln ihren Sieg gegen den deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt. Mit sieben Siegen in sieben Spielen der Handball-Bundesliga sind die Niedersachsen Tabellenführer. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Kiel

Domagoj Duvnjak, Kapitän des THW Kiel, hatte sich für die freien Tage vorgenommen, ein bisschen Handball-Bundesliga im TV zu schauen. Was er am Donnerstagabend sah, dürfte dem Kroaten den Kurzurlaub noch versüßt haben. Ohne eigenes Eingreifen der Zebras wurden sie - betrachtet man die Minuspunkte – zum ersten Verfolger von Tabellenführer Hannover.

Die TSV Hannover-Burgdorf blieb durch den 23:22 (11:11)-Sieg über den amtierenden deutschen Meister nach sieben Spielen als einziges Team ohne Punktverlust – und damit die Überraschungsmannschaft der Saison. "Es ist einfach geil und macht einfach Spaß", sagte Hannovers Nationalspieler Fabian Böhm, der mit fünf Toren bester Werfer seines Teams war, im Anschluss bei Sky. Flensburg halfen auch die sechs Treffer von Göran Johannessen nicht zum Sieg, weil Hannover kurz vor dem Abpfiff nochmal aufdrehte.

Zweite Niederlage für die Löwen

Auch die Rhein-Neckar Löwen patzten. Das 26:31 (14:14) bei der MT Melsungen war bereits die zweite Niederlage der Mannheimer in der laufenden Spielzeit. "Da haben vielleicht die letzten zehn, zwanzig Prozent gefehlt", sagte der enttäuschte Nationalspieler Uwe Gensheimer, der sieben Tore und damit erneut die meisten der Löwen erzielte. Beste Melsunger Torschützen waren Gensheimers Nationalteam-Kollege Kai Häfner (8) und Lasse Mikkelsen (9).

Magdeburg raus aus dem Titelrennen

Für den SC Magdeburg verlief der Abend ebenfalls enttäuschend. Beim 28:29 (13:15) bei der HSG Wetzlar führte der SCM nur einmal – beim 3:2 in der 6. Minute. Danach lief die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert stets den Gastgebern hinterher und kassierte schließlich die dritte Bundesliga-Niederlage in Serie. Damit verabschiedete sich der SCM zunächst aus dem Kampf um die Meisterschaft.

Die HSG Wetzlar, bei der der THW Kiel am 2. Oktober im DHB-Pokal antreten muss, hingegen wahrte ihren Nimbus als Favoriten-Schreck. Hatte das Team von Trainer Kai Wandschneider am dritten Spieltag doch bereits der SG Flensburg-Handewitt einen Punkt abgetrotzt. "Es ist einfach geil, Magdeburg zu schlagen", jubelte HSG-Trainer Kai Wandschneider. Und Bennet Wiegert gab zu: "Alles andere als zwei Punkte für Wetzlar wären nicht verdient gewesen."

THW Kiel hat zwei Spiele Rückstand

Der THW Kiel hat – unter anderem durch seine Teilnahme am Super Globe in Saudi-Arabien – in dieser Saison erst fünf Liga-Spiele absolviert und 8:2 Punkte auf dem Konto. Meister Flensburg hat bereits fünf Minuspunkte, die Rhein-Neckar Löwen und die Füchse Berlin vier, Magdeburg inzwischen sechs.

Von den Niederlagen der Topteams profitierte auch der SC DHfK Leipzig, der seine Heimserie fortsetzte und den Bergischen HC mit 35:32 (17:16) besiegte. Nach dem vierten Heimsieg im vierten Heimspiel rückten die Sachsen vorerst auf den dritten Tabellenplatz vor. Leipzigs bester Werfer war Patrick Wiesmach mit acht Treffern.

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