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Sportmix Schlechtes Wetter ließ nur eine Wettfahrt zu
Sport Sportmix Schlechtes Wetter ließ nur eine Wettfahrt zu
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14:59 16.05.2016
Von Niklas Schomburg
Am Sonntag musste die Yes-Regatta vorzeitig abgebrochen werden. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

„In zwei Stunden soll die nächste Gewitterfront durchgehen, ein Start ist deshalb nicht sinnvoll“, sagte der oberste Wettfahrtleiter Mandus Freese. Nach zwei Stunden Unterbrechung entschied sich die Wettfahrtleitung gegen 15 Uhr daher dazu, die Wettfahrten für den Sonntag abzubrechen. Und die Einschätzung sollte sich als richtig erweisen: Schon eine Dreiviertelstunde später peitschte wieder starker Regen durch das Olympiazentrum Schilksee.

Dementsprechend änderte sich an den Klassements nicht viel. Bei den 505ern fuhren Wolfgang Hunger/Holger Jess zum vierten Wettfahrtsieg und liegen mit blütenweißer Weste vorn. Ein uneinholbarer Vorsprung beinahe: Die schärfsten Konkurrenten Rolf und Leonie Meyer mussten die Regatta aufgeben, nachdem ihr Mast brach und bei der Bergung auch noch der Rumpf ihres „Fivers“ Schäden davontrug.  Die Ausfallquote bei den 505ern beträgt nach Tag zwei 27 Prozent – drei von elf Startern mussten die Yes aufgeben.

Im Pirat konnten Svenja Thoroe/Karsten Bredt ihre Führung mit einem Sieg verteidigen, ihr Vorsprung auf die Wedeler Frieder Billerbeck/Julius Raithel beträgt jedoch nur zwei Punkte. „Es war schon sehr windig“, sagte Thoroe, nachdem alle Boote nach der ersten Wettfahrt wieder an Land waren.

Der starke Wind, dem am Mittag auch noch kräftiger Regen und ein Gewitter folgten, sorgte auf der Förde für Probleme. Vor allem die Leichtgewichte unter den Nachwuchsseglern hatten Schwierigkeiten mit den anspruchsvollen Bedingungen. Darunter auch Todor Rabaschus und Titus Schildhauer: Die beiden 420er-Segler aus Potsdam kenterten auf der einzigen Wettfahrt kurz vor der Zielkreuz und schafften es zunächst nicht, ihr Boot wieder aufzurichten. „Wir waren ungefähr 20 Minuten im Wasser“, erklärte Schildhauer. Bei 11 Grad Wassertemperatur kein angenehmes Erlebnis. Da Großsegel und Spinnaker Schaden genommen hatten, mussten die beiden Nachwuchssegler nur mit der Fock in Richtung Hafen fahren, wurden den Rest des Weges geschleppt. Wie Trainingspartner Leon Torka wärmte sich Schildhauer später im Hafen mithilfe einer Isolierdecke auf. „Es war einfach eiskalt draußen“, sagte Torka.

Hier finden Sie Fotos vom Yes-Segeln in Kiel-Schilksee 2016

Auch die Laser mussten enorm kämpfen. Bei den Laser Radial W kamen in der einzigen Wettfahrt des Tages nur zwölf Boote ins Ziel, die Jury entschied sich daher, das Rennen nicht zu werten. Obwohl die Konkurrenz auch um den Deutschen Junioren-Titel segelt, hat sie vor dem Abschlusstag nur eine Wettfahrt in der Wertung stehen. „Es gab so viel Materialschaden, gebrochene und gebogene Masten“, sagte Laser-Seglerin Laura Bo Voss. Nach wie vor führt Hannah Anderssohn mit ihrem Sieg in der ersten Wettfahrt. „Die Bedingungen kommen mir sehr entgegen“, sagte die 16-Jährige. „Ich bin ein bisschen größer und schwerer als Svenja.“ Svenja Weger, Deutschlands beste Laser-Radial-Seglerin, liegt auf Rang zwei. Auf Rang drei folgt mit Lena Weißkichel eine Mitbewohnerin von Anderssohn im Schilkseer Sportinternat. „Wir haben im Winter gut trainiert, vor allem im Athletikbereich. Alle aus der Trainingsgruppe haben Fortschritte gemacht“ erklärt Anderssohn den Erfolg. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Laser-Radial-Bundestrainierin Franziska Goltz: „Das war ein guter Start. Hannah ist bei diesen Winden auf jeden Fall in der Lage, hier zu gewinnen. Technisch ist Svenja zwar besser, aber Hannah hat Gewichtsvorteile.“

Bei den 29ern führen weiter die Kieler Gwendal Lamay und Luke Willim. „Unsere ersten beiden Wettfahrten waren richtig gut, danach war es verbesserungswürdig“, fasste Lamay die ersten Wettfahrttage zusammen. Mit Platz sieben und acht in den Wettfahrten vier und fünf hielten Lamay/Willim ihre Führung knapp. „Wir wollen hier unbedingt gewinnen, haben im letzten Jahr ja auch gewonnen. Dafür müssen wir aber etwas tun, müssen konstant segeln“, sagte Lamay. Die Bedingungen seien für die 29er absolut segelbar gewesen. „Vor allem am Sonnabend hatten wir richtig guten Speed. Aber auch bei unserer einzigen Wettfahrt am Sonntag war noch alles im Rahmen.“

Die Yes-Regatta wird am Pfingstmontag fortgesetzt, auch für den letzten Tag sind starke Winde mit Böen bis zu 35 Knoten vorhergesagt. Die 420er fahren noch bis einschließlich Dienstag um die internationale deutsche Meisterschaft.

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