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Sportmix Sportlicher Erfolg wurde zur Nebensache
Sport Sportmix Sportlicher Erfolg wurde zur Nebensache
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19:25 08.09.2019
Schwächeanfall beim SH Netz Cup: Für Christopher Reinhard ging es vom Deutschland-Achter direkt ins Krankenhaus. Quelle: Markus Scholz
Rendsburg

Der sportliche Erfolg des Deutschland-Achters wurde zur Nebensache. Mit sorgenvoller Miene verfolgte Trainer Uwe Bender nach dem Sieg seines Teams beim internationalen Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal das hektische Geschehen. Noch auf dem Wasser mussten Crewmitglied Christopher Reinhardt (Dorsten) und der niederländische Ruderer Jacob van de Kerkhof medizinisch versorgt werden.

Kaum an Land ging es für die dem Kollaps nahen Sportler auf direktem Weg in die Imland-Klinik Rendsburg. "Das war das größte Drama, das wir bei diesem Rennen jemals erlebt haben. Das macht mich sprachlos", kommentierte der sichtlich mitgenommene Bender.

Teams setzen Rennen fort

Schon weit vor dem Ziel kämpfte Reinhardt mit Kreislaufproblemen, setzte zwischenzeitlich mit dem Rudern aus und lag phasenweise auf seinem Rollsitz. Das nutzten die Niederländer zu einem Führungswechsel, mussten aber wenig später ebenfalls dem hohen Tempo Tribut zollen.

SH Netz Cup 2019: Hier sehen Sie Bilder vom härtesten Ruderrennen

Trotz der dramatischen Vorfälle setzten beide Teams das Rennen fort. Dass seine Crew im Ziel zwei Bootslängen vorn lag, konnte Bender nicht wirklich erfreuen. «Das Ergebnis war für mich völlig nebensächlich. Beide Boote sind weit über das Limit hinausgegangen. Es war schlimm, so hilflos im Ziel zu stehen und das mitansehen zu müssen», klagte der Coach.

"Es besteht keine Gefahr"

Erst Minuten später gab es Entwarnung. "Es besteht keine Gefahr. Beide sind stabil", hieß es in einer Erklärung des Veranstalters, der seit Jahren mit dem Slogan "das härteste Ruderrennen der Welt" für den Wettstreit der Achter am Ende der Ruder-Saison wirbt. Schon kurz nach der Siegerehrung telefonierte Christopher Reinhardt aus dem Krankenhaus mit Bender und stellte seine Rückkehr zur Mannschaft noch am Abend in Aussicht.

Anders als seine Mitstreiter aus dem deutschen Boot, das noch vor einer Woche die WM ebenfalls vor den Niederländern gewonnen hatte, war Reinhardt bei der 19. Auflage zum ersten Mal auf der 12,7 Kilometer langen Strecke zwischen Breiholz und Rendsburg dabei. Die beiden anderen Konkurrenten aus Großbritannien und den USA belegten weit abgeschlagen die Ränge drei und vier.

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Von RND/dpa

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