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Sportmix Slalom-WM lockt Surfer nach Sylt
Sport Sportmix Slalom-WM lockt Surfer nach Sylt
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13:48 04.06.2019
Von Katrin Heidemann
Für den Schönberger Nico Prien (li.) und den Kieler Vincent Langer geht es auf Sylt um dem Weltmeistertitel in der Disziplin Slalom. Quelle: CW/Nicole Riederer/Lightnic Photography
Kiel/Westerland

Das Summer Opening ist auch der Auftakt zu einer weiteren Regattasaison von Oliver und Justus Schott. Boards, Segel und Masten stapeln sich auf dem Anhänger hinter ihrem Transporter, als das Kieler Vater-Sohn-Gespann sich auf den Weg nach Sylt macht.

Oliver Schott surft seit rund 35 Jahren. Auf einer Jugendfreizeit stand er erstmals auf einem Surfboard und war sofort vom Windsurfvirus infiziert. Beim Zivildienst auf Norderney lernte er Windsurfprofi Bernd Flessner kennen, der ihn motivierte, Regatten zu fahren. Aus dem Traum, selbst als Profi um die Welt zu reisen, wurde nichts: Ein Surfunfall und die Familienplanung zwangen ihn zum Pausieren. Inzwischen nimmt er wieder an Regatten teil, seit drei Jahren zusammen mit Sohn Justus, der bereits Deutscher Meister in der Altersklasse U17 und Dritter in seiner Altersklasse bei der Slalom-EM war.

Ein Leben als Profi? Erstmal Abitur

Der heute 17-Jährige hat im Alter von sieben Jahren am Gardasee Surfen gelernt. Doch der Funke der Begeisterung für die Sportart sprang nicht direkt über: „Anfänglich hat es Spaß gemacht, aber ich hatte keine Lust, meinem Vater immer hinterherzufahren. Irgendwann wollte ich schneller sein als er und habe weitergemacht.“ Auch wenn er bislang noch nicht oft beim Surfen mit seinem Vater die Nase vorne hat, ist er optimistisch: „Die Zeit ist auf meiner Seite.“ Oliver Schott nimmt es gelassen: „Wenn, dann lasse ich mich im Rennen am Liebsten von Justus schlagen. Es ist ein großes Geschenk, mit dem eigenen Sohn auf hohem Niveau Regatten zu fahren – und das, wo sich andere 17-Jährige eher von den Eltern entfernen, als mit ihnen Zeit zu verbringen. Wenn Justus eines Tages Profi werden will, würde ich ihn unterstützen.“ Justus weiß das zu schätzen: „Dass wir den gleichen Sport betreiben, ist eine Riesenhilfe. Ich kann meinen Vater jederzeit um Rat fragen.“

Trainieren würde er dennoch am Liebsten mit gleichaltrigen Freunden, um auch mal vorne zu fahren. Ein Leben als Windsurfprofi liegt für ihn noch in weiter Ferne. Erstmal steht das Abitur an. „Für ein paar Jahre könnte ich mir ein Profileben vorstellen, aber eine Ausbildung ist mir wichtig. Wenn das Hobby zum Beruf wird, hat man kein Hobby mehr, aber auch keinen richtigen Beruf“, meint Justus pragmatisch. Sein Ziel auf Sylt: Gute Rennen fahren, nicht zu ergebnisfokussiert, sondern mit Spaß am Surfen. Gute Ergebnisse in der Altersklasse erhofft sich auch Oliver Schott. Aber er weiß: „Die Konkurrenz auf Sylt und bei der WM ist groß.“

Vincent Langer einer der Favoriten auf den WM-Titel

Aus Kiel sind etliche starke Mitstreiter auf Sylt am Start, wie Vincent Langer, der bereits 2015 und 2016 Slalom-Weltmeister war und 2018 auf Sylt den EM-Titel holte. Gute Chancen auf einen Podiumsplatz haben der Flensburger Gunnar Asmussen und Nico Prien aus Schönberg bei Kiel, die schon beim Summer Opening 2018 sowie der EM auf dem Siegertreppchen standen. Weitere Kieler Starter: Leon Delle sowie Thies, Kai und Lars Paustian. Am Start ist auch der WM-Titelverteidiger Enrico Marotti aus Kroatien.

Beim Summer Opening steht neben spannenden Rennen auf dem Wasser an Land eine bunte Mischung aus Sport, kulinarischem Angebot, Shoppingmeile, Interviews und allabendlichen Partys auf dem Programm. Täglich werden Power Yoga und Bootcamp-Fitness am Strand angeboten.

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