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Sportmix Spagat zwischen den Segelklassen
Sport Sportmix Spagat zwischen den Segelklassen
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19:07 16.06.2009
Kiel

In einer Phase, in der andere Segler ihren Kurs für die kommenden Spiele bereits abgesteckt haben, lässt sich der gebürtige Wilhelmshavener nicht einengen. Neben dem Fernstudium zum Master of Business Administration an arbeitet er sich sowohl allein im Laser als auch im 49er mit Hannes Baumann an der Vorschot in die Weltspitze vor. Und obwohl der Laser ursprünglich an erster Stelle stand, zuckt Schadewaldt bei der Frage nach der bevorzugten Disziplin nun die Achseln: „Das ist völlig offen. Ich möchte eine Medaille, egal in welcher Klasse.“

Der für den NRV Hamburg startende Wahl-Kieler staunt selbst, wie gut es in dem Zwei-Mann-Skiff läuft. „Ich hätte nicht gedacht, dass es im 49er so viel Spaß macht.“ Und vor allem auch so viele Erfolge bringt. Gerade erst ist er mit Hannes Baumann zum deutschen Meistertitel gesegelt. Nebenbei stellten sie bei kräftigen Schauerböen über dem Schweriner See einen inoffiziellen Geschwindigkeitsrekord mit 41,3 km/h auf. „Ein irres Gefühl. Bis 38 km/h ist das Boot noch zu handhaben. Aber darüber wird es zum Drahtseilakt“, so Schadewaldt. Beim Worldcup auf Mallorca schafften sie im April als Neunte den Sprung in die Weltelite, bei der erstklassig besetzten Regatta auf dem Gardasee wurden sie sogar Siebte. Dabei stiegen die beiden, die sich aus gemeinsamen Laser-Zeiten kennen, erst im vergangenen Jahr nach Baumanns gescheiterter 49er-Olympiakampagne mit Marcus Baur in ein Boot. Mit Berater Baur an der Seite, den Tipps von den Olympia-Dritten Jan Peter und Hannes Peckolt sowie fünfmal Training in der Woche sind sie auf einem guten Weg. Jetzt wollen sie ihre Klasse zur Kieler Woche beweisen, bevor es im Juli zur WM an den Gardasee geht.

Danach konzentriert sich Schadewaldt wieder auf den Laser, in dem er im vergangenen Jahr deutscher Meister wurde und in diesem Jahr mit Platz vier beim Worldcup vor Hyérès eine Weltklasseleistung ablieferte. Auch im Laser ist der Jahreshöhepunkt die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Kanada. Dieses Wechselspiel könnte auch in den kommenden Jahren so weiter gehen. „Es gibt keine Deadline für eine Entscheidung zugunsten einer Klasse“, sagt Schadewaldt, der im Laser im B-Kader geführt wird. Angst, sich zu verzetteln, hat er nicht. Im Gegenteil: „Ich profitiere in beiden Disziplinen von der jeweils anderen Klasse.“ So erkennt er nach eigenen Worten Windkanten besser, seitdem er mit Hannes Baumann in einem Boot sitzt. Auch habe er von seinem Vorschoter mehr Gelassenheit gelernt. Und in den 49er kann er seine Erfahrungen mit den engen Situationen in den großen Laserfeldern einbringen. Lediglich mit seiner Kondition stößt er bisweilen an seine Grenzen.

Hannes Baumann hat derzeit keine Probleme, seinen Partner mit dem Laser teilen zu müssen: „Ich profitiere auch davon, kann sehr viel lernen.“ Auf eine schnelle Entscheidung drängt er nicht, sieht die besseren Argumente auf seiner Seite: „Ich sitze doch im schnelleren Boot. Und wenn es Tobias im 49er mehr Spaß macht, dann haut er auch nicht ab.“

So wird Schadewaldt weiterhin zweigleisig agieren. Nicht selten steigt er dabei auf dem Wasser vom 49er auf den Laser um, der angehängt ans Motorboot nach dem Ende des einen Trainings für das nächste bereitsteht. Da ein Olympiastart in beiden Klassen aber nicht möglich ist, muss irgendwann entweder der Laser oder der 49er in den Hintergrund treten. Schadewaldt: „Eine schwierige Situation. Denn wenn ich mich für den Laser entscheide, ist es natürlich auch eine Entscheidung gegen Hannes.“

Der neue Sailing Worldcup hält das Segelgeschehen auch im nacholympischen Jahr in Schwung. Obwohl sich die Zahl der Olympia-Disziplinen von elf auf zehn reduziert hat, sind die Meldezahlen zur Kieler Woche mit 674 Booten im olympischen Teil auf Vorjahresniveau.

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