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Sportmix "Sydney ist einfach unübertroffen"
Sport Sportmix "Sydney ist einfach unübertroffen"
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18:33 01.08.2012
Die ARD-Moderatoren Michael Antwerpes und Gerhard Delling (r) lächeln am 10.05.2012 während eines Fototermins vor einer gemeinsamen Pressekonferenz von ARD und ZDF in Hamburg. Quelle: dpa
London

Von Tobias Klingen

Herr Delling, wie oft waren Sie schon für die ARD bei Olympischen Spielen?

Gerhard Delling: 1992 in Barcelona waren meine ersten Spiele. Danach habe ich bis auf Peking 2008 alle mitgemacht – Sommer- und Winterspiele. 2008 war ich für die Bundesliga und ein Länderspiel eingeteilt, deshalb habe ich Peking verpasst. Leider, weil ich durch und durch Olympia-Fan bin.

In diesen 20 Jahren hat sich beim Fernsehen eine Menge verändert. In London bietet die ARD zum Beispiel Livestreams im Internet hat. Wie wird sich das Verhältnis zwischen Fernsehen und Internet bei so einem Großereignis entwickeln?

Delling: Ich glaube schon, dass sich die Landschaft weiter verändern wird. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass man das gar nicht mehr unterscheiden wird. Bei der neuen Generation der TV-Geräte ist ja schon alles miteinander zu verbinden. Der Zuschauer möchte etwas sehen. Wo es herkommt, spielt keine Rolle. Nur das Angebot ist größer.

Als Zuschauer bekommt man den Eindruck, dass sehr oft Schwimmen übertragen wird. Die Turner stehen zum Beispiel etwas hinten an. Woran liegt das?

Delling: Da bin ich nicht der richtige Ansprechpartner, weil ich an den Vorplanungen nicht beteiligt war. Es ist aber schon so, dass wir beim Schwimmen sehr gut präsent sind. Und auch zum Start damit gerechnet hatten, dass es dort sportlich besser läuft. Was gezeigt wird, hat auch manchmal mit den Möglichkeiten der Präsentation zu tun. Wir übernehmen nicht einfach nur irgendwelche Bilder und zeigen die dann. Wir wollen auch einen eigenen journalistischen Anspruch verwirklichen. Und da ist die Möglichkeit bei der Vorplanung beim Schwimmen größer.

Blicken wir auf die Metropole London: Ist Olympia schon hier angekommen?

Delling: Auf jeden Fall. Es herrscht eine derartige Begeisterung überall. Auch wenn es gerade die Diskussion über freie Zuschauerplätze bei den Wettkämpfen gibt. Aber ansonsten gibt es zum Beispiel ein unglaubliches Interesse auf den Straßen. Es ist überall etwas los. Das hat man gerade bei den Radrennen gesehen. Faszinierend, wie viele Menschen da am Rand standen.

Sie schauen sich also auch Wettkämpfe an, wenn neben der Arbeit im Studio die Zeit bleibt?

Delling: Wenn ich die Möglichkeit habe, möchte ich mir schon das ein oder andere ansehen. Was, weiß ich aber noch nicht genau. Mal schauen, wo sich Lücken bieten.

Eine kurzer Rückblick auf die Eröffnungsfeier in London. War das für Sie die größte, die Sie bislang erlebt haben?

Delling: Es war eine sehr imposante Feier. Vor allem die erste halbe Stunde war großartig. Nachher war alles etwas überfrachtet. Der Auftritt von Rowan Atkinson war toll. Aber, wenn gleichzeitig das Symphonic Orchestra nur noch ein Randaspekt ist, sind die Gewichte etwas verschoben. Trotzdem war es eine der guten Eröffnungsfeiern. Ich war aber auch 2000 in Sydney dabei. Und Sydney ist unübertroffen.

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