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Sportmix Wagners Schritt Richtung Profi-Bereich
Sport Sportmix Wagners Schritt Richtung Profi-Bereich
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13:14 17.07.2019
Von Tamo Schwarz
Altenholz

Zwei Welten: Wir treffen uns in der Altenholzer Edgar-Meschkat-Halle. Der 21-jährige Dorian Wagner gibt kurze, klare Anweisungen – die Altenholzer Nachwuchs-Keeper Jan Zimmermann (17), Justus Pfaff (17) und Kristoffer Arnoldi (16) schwitzen. Links! Rechts! Schneller! Bälle fliegen, Reflexe zünden, Arme schnellen hin, zurück, hin, zurück. Das ist die Welt, in der sich Dorian Wagner wohlfühlt. Handball in der Region.

In Kiel geboren, in Suchsdorf aufgewachsen, wird er schon 2012 mit 14 Jahren Jugendtrainer beim Suchsdorfer SV, wechselt 2018 zum TSV Altenholz, wird Regionsmeister als Coach der B-Jugend, meistert mit der A-Jugend die Qualifikation für die Oberliga. Parallel fungiert er ein Jahr als Torwarttrainer in der Jugendabteilung des THW Kiel. „Ich hatte mir schon in Suchsdorf überlegt, wie man das Torwarttraining mehr ins Mannschaftstraining integrieren kann, hatte mir viele Gedanken gemacht“, sagt der frischgebackene Kaufmann für Büromanagement.

Über DHB-Lehrwart Michael Neuhaus kommt der Kontakt zum HSC Coburg zustande.

Torwarttraining ist Wagners großes Steckenpferd. Er erwirbt die Trainer-B-Lizenz und zudem die Torwarttrainerlizenz des Deutschen Handballbundes (DHB). Das Netzwerk entspinnt seine ersten Kreise. Wagner hospitiert bei den Bundesligisten TuS N-Lübbecke und VfL Gummersbach, arbeitet dort auch mit Weltmeister und Europameister Carsten Lichtlein.

„Ich habe gutes Feedback bekommen, konnte auch Routiniers wie Lütti (Carsten Lichtlein, d. Red.) vielleicht ein paar neue Trainingsimpulse mitgeben.“ Über DHB-Lehrwart Michael Neuhaus kommt der Kontakt zum Zweitligisten HSC Coburg zustande. Wagner hospitiert in der Jugend und in der zweiten Mannschaft, leitet das Torwart- und Individualtraining der Außen und Kreisläufer mit den Torhütern. „Außerdem habe ich für den Cheftrainer der ersten Mannschaft, Jan Gorr, Videoaufgaben erledigt.“

Dorian Wagner macht sich auf den Coburger Weg

Nach einer Woche kommt die Frage, die alles verändert: Kannst du dir vorstellen, den Coburger Weg einzuschlagen? Zu dem Zeitpunkt kämpft der HSC noch um den Aufstieg, verpasst den Sprung ins Handball-Oberhaus am Ende als Dritter nur um zwei Punkte. Die Coburger wollen sich im Jugendleistungsbereich breiter, qualitativer aufstellen, fassen ihre Ambitionen unter dem Dach „Coburger Weg“ zusammen.

Wagner überlegt kurz – und sagt Ja. Ja zu einer neuen Welt, tauscht den Handball in der Region gegen den Job als B-Jugendtrainer („Ich möchte mit der B-Jugend in die Top Zwei der Bayernliga kommen und die Spieler weiterentwickeln“) eines ambitionierten Zweitligisten, der zudem Torwart-Stützpunkte von der C- bis zur A-Jugend anbieten soll.

„Ich habe Dorian in seiner Hospitationszeit hier in Coburg als äußerst ehrgeizigen und zielstrebigen Jugendtrainer kennengelernt. Er ,lebt’ die Traineraufgabe an sich, und das ist eine tolle Voraussetzung“, sagt Jan Gorr, Bundesliga-Chefcoach und Sportlicher Leiter beim HSC

„Mein Ziel ist es schon, näher an den Profibereich heranzukommen. Wichtigste Schiene ist für mich dabei erst einmal das Torwarttraining. Ich sehe es schon als Vertrauensbeweis, dass ich in Coburg eine Chance bekomme“, entgegnet Wagner, verspürt große Vorfreude und auch eine erhebliche Portion Dankbarkeit. Ganz wichtig ist es dem 21-Jährigen, sich „bei drei Personen zu bedanken, die mich sehr gefördert haben“.

Jupp Görs, langjähriger Handball-Abteilungsleiter beim Suchsdorfer SV, Jonathan Nebel, Jugendwart beim TSV Altenholz, und THW-Nachwuchskoordinator Klaus-Dieter „Pitti“ Petersen haben das Trainertalent an seinen jeweiligen Stationen gefördert, seinen Biss, seine Ambitionen erkannt, geschätzt, verstärkt.

„Meine kaufmännische Ausbildung soll mir ein Standbein liefern, aber mein Ziel ist es, professionell im Handball zu arbeiten“, gibt Wagner zu, könnte sich eine Rolle als Torwart- und Co-Trainer einer Profimannschaft gut vorstellen. „Das wäre schon sehr cool. Ich bin ambitioniert, was diesen Weg angeht.“

Alle Wege führen eben nach Oberfranken

Dieser Weg des Dorian Wagner aus Kiel ist erst einmal der Coburger Weg. Für Dorians Eltern Nicole und Heiko sei die Nachricht vom nächsten Karriereschritt ihres Sohnes ein „positiver Schock“ gewesen. „Beide werden jetzt bestimmt ihre Urlaubsziele in die Gegend von Coburg verlegen.“ Alle Wege führen eben nach Oberfranken.

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