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THW Kiel THW Kiel trotzt müden Beinen
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20:46 03.08.2019
Von Merle Schaack
Ist mit dem Trainingslager des THW Kiel zufrieden: Trainer Filip Jicha. Quelle: Uwe Paesler
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Graz

Deutlich waren dem THW Kiel die sechs Trainingslager-Tage anzumerken. Von frischen Kräften und flinken Beinen war besonders zu Beginn nicht viel zu sehen - kein Wunder nach bis zu sechs Stunden Training pro Tag.

Es dauerte rund zehn Minuten, ehe die Kieler 6:0-Abwehr in Tritt fand und Torwart Niklas Landin zum ersten Mal Niclas Ekberg auf die Gegenstoß-Reise schicken konnte. Das klappte dafür gleich zweimal in kurzer Folge und resultierte beim 11:8 durch Ekberg in der ersten Drei-Tore-Führung für den THW Kiel

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Tempo trotz Müdigkeit

Wie in bisher jedem Test unter seiner Regie wechselte Filip Jicha jede Viertelstunde durch, verschaffte nach 15 Minuten Domagoj Duvnjak, Harald Reinkind und Patrick Wiencek eine Pause. Seine Ansage aller müden Glieder zum Trotz lautete: konsequent schnelle Mitte spielen. Gelang den Zebras das, hatte die Allstar-Auswahl der Steiermark, die aus dem Erstligisten HSG Graz sowie den Zweitligisten HC Bruck, Union Leoben und ATV Troifach zusammengesetzt war, in dr Abwehr kaum eine Chance. 

Vorne aber hielt das Team, das von Ex-THW-Aushilfe Ales Pajovic und dem amtierenden Grazer Trainer Damir Djukic gecoacht wurde, das Tempo hoch und blieb bis zur Pause (21:16-Führung für den THW Kiel) bis auf fünf Tore dran. 

Kristjánsson feiert Commeback

Nach der Pause feierte THW-Youngster Gisli Kristjánsson sein Comeback nach sechs Monaten Zwangspause wegen seiner Schulterverletzung. Allerdings tat er es nicht auf seiner angestammten Mittelposition, sondern auf Linksaußen als Ersatz für Rune Dahmke, der im Training umgeknickt war und geschont wurde.

Im zweiten Durchgang legte der THW Kiel den Fokus auf die Abwehr - mit Erfolg. Ballgewinn für Ballgewinn provozierten Pavel Horak, Domagoj Duvnjak, Hendrik Pekeler und Co. Und auch wenn keinem Kieler mehr ein Vollsprint möglich war, konterten sie sich nun zügig davon.

Am Sonntag geht‘s in die Heimat

Beim 30:20 (41.) führten sie erstmals mit zehn Toren, während den steirischen Allstars in den ersten 16 Minuten nach der Pause nur vier Treffer gelangen. Am Ende der temporeichen Partie hieß es 44:27 für die Zebras, die am Sonntagmorgen noch einmal locker auslaufen und sich dann auf den Rückweg in den Norden machen.

Die Statistik

Steirische Auswahl: Eichberger (1.-35., 5 Paraden), Gollenz (35.-60., 2 Paraden); Hallmann, Maretic, Kovacech, Tremmel, Tanaskovic (2), Offner (1), Ivanjko (2), Belos (3/1), Dicker (5), Borovnik (1), Breg (2), Wulz (2), Moritz (1), Pusterhofer (4), Albek (1), Raschid, Schartel, Trainer: Pajovic

THW Kiel: N. Landin (1.-30., 8 Paraden), Schröder (n.e.), Quenstedt (31.-60., 4 Paraden); Duvnjak (2), Reinkind (7), M. Landin (3), Kristjansson (2), Weinhold (4), Wiencek (3), Ekberg (3), Rahmel (4), Zarabec (5/2), Horak (1), Bilyk (4), Pekeler (2), Nilsson (3); Trainer: Jicha

Siebenmeter: Auswahl: 1/1 / THW: 2/2
Zeitstrafen: Auswahl: 1 (Kovacech (50.)) / THW: 0
Zuschauer: 2000 (Raiffeisen Sportpark, Graz (AUT))

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