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THW Kiel THW Kiel verpasst Super-Globe-Triumph
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15:56 01.09.2019
Von Tamo Schwarz
Barcelonas Spielmacher Luka Cindric (Mitte) war kaum in den Griff zu kriegen. Hier können auch Niclas Ekberg (links), Harald Reinkind (verdeckt) und Torwart Niklas Landin das Tor des Kroaten nicht verhindern. Quelle: IHF
Dammam

Erfolgreichster Werfer des Kieler war Rechtsaußen Niclas Ekberg mit sieben Toren. Barcelonas Neuzugang, der kroatische Spielmacher Luka Cindric, erzielte elf Treffer für die Katalanen.

250.000-Dollar-Trostpflaster für die Zebras

Der Schmerz der Zebras ob der Finalniederlage wird durch ein 250.000-Dollar-Preisgeld-Trostpflaster für Platz zwei gelindert. Der FC Barcelona kassiert für seinen fünften Super-Globe-Titel 400.000 US-Dollar Preisgeld, dem drittplatzierten Champions-League-Sieger Vardar Skopje bleiben nach dem 30:26 im Bronze-Match gegen Al Wehda immerhin noch 150.000 US-Dollar.

Matchwinner Luka Cindric

Die Partie nahm einen wellenförmigen Verlauf. Nach gutem Start taten sich die Zebras zusehends schwer im Positionsangriff, gerieten mit 8:10 in Rückstand und bekamen besonders den starken Luka Cindric zu keinem Zeitpunkt in den Griff. THW-Chefcoach Filip Jicha stellte nach einer Viertelstunde die Abwehr auf eine offensive 3:2:1 um, brachte Duvnjak, Reinkind, Dahmke und Wiencek in der Offensive, die auf eine flinke Abwehr der Katalanen trafen, die die Kieler im Positionsangriff früh in Empfang nahm.

THW Kiel bis zum 23:20 mit den richtigen Rezepten

Doch die Umstellungen machten sich bezahlt, die Hereinnahme von Lukas Nilsson sorgte für "leichte" Tore, Niklas Landin, der 60 Minuten lang das Kieler Tor hütete, hatte einen guten Tag erwischt. Bis zur Pause (17:15) war die Partie wieder gedreht, und auch in Halbzeit zwei hatten die Kieler, die bereits am Dienstag (19 Uhr) in der Bundesliga die Eulen Ludwigshafen empfangen, bis zum 23:20 (38.) die richtigen Rezepte.

Der THW zog sich erneut in eine 6:0-Defensive zurück, im Angriff zogen Miha Zarabec und Gisli Kristjánsson teilweise gemeinsam die Fäden. Doch die Probleme im Positionsangriff, in dem Domagoj Duvnjak nun nicht mehr auftauchte, wurden größer, die Vorbereitung der Würfe schlechter, die Ideen schwanden. Bis zum 27:27 (49.) blieb die Partie auf Messers Schneide.

Palmarsson macht alles klar

Zehn Minuten vor dem Ende stellte Jicha doch wieder auf eine 3:2:1 um, doch die entscheidenden Impulse setzte jetzt Ex-Zebra Aron Palmarsson bei den Katalanen. Sein Doppelschlag zum 28:31 (54.) sorgte für eine Vorentscheidung, auch wenn es in der Hitze der Schlussphase nach einer Roten Karte gegen Dika Mem nach einem Foul an Hendrik Pekeler und anschließendem verwandelten Siebenmeter von Niclas Ekberg zum 32:33 (60.) noch einmal eng wurde.

Doch wieder war es Palmarsson, der mit dem 32:34-Schlusspunkt alles klarmachte. „Schade, aber wir haben trotz der Niederlage eine gute Leistung gezeigt. Ein paar dumme Fehler in der zweiten Halbzeit von uns und ein paar Unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen haben letztlich den Ausschlag gegeben", resümierte der Kieler Miha Zarabec.

Finale: THW Kiel - FC Barcelona 32:34 (17:15)

THW Kiel: N. Landin (1.-60. Minute/14 Paraden), Quenstedt (bei einem 7m/0) – Duvnjak, Reinkind 2, M. Landin 5, Kristjánsson, Weinhold 3, Wiencek 2, Ekberg 7/3, Rahmel, Dahmke, Zarabec, Horak, Bilyk 5, Pekeler 4, Nilsson 4.

FC Barcelona: Pérez de Vargas (1.-17., ab 31. Minute und bei einem 7m/7 Paraden), Møller (17.-30./2) – Tomás 3, Entrerrios, Sorhaindo 2, Andersson n.e., Ariño 1, N’Guessan, Gomez n.e., Petrus, Dolenec 4/4, Mem 5, Cindric 11, Pascual, Palmarsson 7, Fabregas 1.

Schiedsrichter: Gubica/Milosevic (Kroatien) – Strafminuten: THW 8 (Horak, 2x Wiencek, Pekeler), FCB 8 (Tomás, Entrerrios, Ariño, Petrus) – Disqualifikation: Mem (60./grobes Foul) – Siebenmeter: THW 5/3 (Ekberg scheitert zweimal an Pérez de Vargas), FCB 4/4 – Spielfilm: 2:0, 5:2 (5.), 5:5, 7:6, 8:10 (15.), 10:10, 13:12 (21.), 14:14, 16:14 (26.), 17:15 – 20:17, 21:20 (37.), 23:20, 23:24 (42.), 27:27 (49.), 28:31, 29:33 (58.), 32:33, 32:34 – Zuschauer: 2500 in den Green Halls in Dammam/Saudi-Arabien.

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