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THW Kiel THW wahrt weiße Weste im EHF-Pokal
Sport THW Kiel THW wahrt weiße Weste im EHF-Pokal
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11:28 31.03.2019
Von Tamo Schwarz
Harald Reinkind vom THW Kiel wird im EHF-Pokal-Spiel gegen KS Azoty-Pulawy beim Wurf gestört. Quelle: Wojciech Pacewicz/PAP/dpa
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Lublin

Schon vor dem Spiel stehen die Norddeutschen als Sieger und die Gastgeber als Letzter der Vorrundengruppe D fest. Dennoch entwickelt sich anfangs eine ausgeglichene Partie, in der das Team von THW-Trainer Alfred Gislason zwar dominiert, sich aber vor der Pause nicht entscheidend absetzen kann.

Zwölfstündige Anreise für die Zebras

Nach zwölfstündiger, holpriger Anreise am Freitag via Hamburg, München und Warschau und ebensolcher ersten Halbzeit gelingt den Zebras vor 2500 Zuschauern in Lublin am Ende wenigstens ein Warmwerfen für das Final Four im DHB-Pokal am kommenden Wochenende in Hamburg.

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In Abwesenheit von Marko Vujin und Steffen Weinhold steht Harald Reinkind ebenso in der Anfangsformation wie Rechtsaußen Ole Rahmel, Linksaußen Magnus Landin und Spielmacher Miha Zarabec. THW-Trainer Alfred Gislason nutzt das Spiel für taktische Experimente. „Das hat gut funktioniert. Nur die Abwehr hat – wie schon in den letzten Spielen – zu lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, resümiert der Isländer. In der Tat haben die Zebras Probleme in der 6:0-Deckung, kassieren erneut viele Tore über den Kreis. Pulawys Lukasz Rogulski avanciert mit sieben Treffern zum besten Schützen der Polen.

Die Kieler 3:2:1-Deckung ist der Schlüssel zum Sieg

„Die Umstellung der Abwehr war der Schlüssel zum Sieg“, sagt Kiels Rückraumspieler Nikola Bilyk. Kurz nach der Pause stellt Gislason auf eine offensive 3:2:1-Variante mit Domagoj Duvnjak um. Die Folge: Ballgewinne, Pulawy findet nun kaum noch ein Rezept gegen den übermächtigen Gegner. Mit dem 24:19 (41.) sorgt Magnus Landin für die erste Fünf-Tore-Führung und damit für die Vorentscheidung. Bester Kieler Schütze ist Kreisläufer Hendrik Pekeler mit sieben Toren, gefolgt von Harald Reinkind mit sechs im gegnerischen Tor versenkten Bällen. Allerdings verbucht der Norweger auch katastrophale neun Fehlwürfe auf seinem Konto. Doch Alfred Gislason hat eine Erklärung: „Wir haben von ihm verlangt, mehr Richtung Tor zu gehen und zu werfen. Harald nimmt sich sonst eher selten seine Chancen.“ Den Schlusspunkt setzt ein sehenswerter Kempa-Trick, bei dem Magnus Landin einen langen Pass von Ole Rahmel zum finalen 35:26 verwandelt.

Mit 12:0 Punkten und 191:144 Toren blickt der THW auf eine makellose Gruppenphasen-Bilanz. International haben die Kieler nun bis zum Halbfinale am 17. Mai Pause. Als Gruppensieger und Ausrichter des Finalturniers überspringen sie das Viertelfinale, das mit Beteiligung von Titelverteidiger Füchse Berlin und der TSV Hannover-Burgdorf am Dienstag in Wien ausgelost wird.

Final Four im DHB-Pokal am kommenden Wochenende

Der Fokus gilt ab sofort dem nationalen Final Four im DHB-Pokal am kommenden Wochenende in Hamburg. "Ich schaue seit einer Woche nur Videos von den Füchsen, Hannover und dem SC Magdeburg. So richtig beginnt die Vorbereitung am Dienstag", sagt Alfred Gislason. In Hamburg trifft der THW im Pokal-Halbfinale zunächst auf die Füchse Berlin.

KS Azoty-Pulawy: Bogdanov (1.-38. Minute/4 Paraden), Koshovy (ab 38./3) – Kaleb, Panic 4, Podsiadlo 2, Lyzwa 1, Matulic 1, Rogulski 7, Grzelak, Maslowski 3, Titow 2, Kasprzak, Prce 2, Guminski 2, Seroka 1, Jarosiewicz 1.

THW Kiel: Wolff (1.-60. Minute/11 Paraden), N. Landin n.e. – Duvnjak, Reinkind 6, M. Landin 5, Firnhaber, Wiencek 2, Ekberg 5/5, Rahmel 3, Dahmke n.e., Zarabec 2, Bilyk 5, Pekeler 7.

Schiedsrichter: Manea/Iliescu (Rumänien) – Strafminuten: Pulawy 4 (Grzelak, Guminski), THW 2 (Wiencek) – Siebenmeter: Pulawy keine, THW 5/5 – Spielfilm: 1:0, 1:2 (3.), 5:4, 7:7 (14.), 8:9, 10:12 (21.), 12:14, 14:15 – 15:15, 17:17 (33.), 18:21, 19:24 (41.), 21:24, 22:29 (52.), 23:32, 26:35 – Zuschauer: 2500 in der Hala Globus in Lublin.

Lesen Sie mehr zum THW Kiel hier.

Hier gibt es unseren LIVE-Ticker der Partie zum Nachlesen

Hier können Sie die Zusammenfassung des Spiels im Video sehen:

Die Spiele des THW im EHF-Cup könnt ihr live auf DAZN sehen: https://prf.hn/click/camref:1100l4uVG/adref:DE_SX_CON_LL_0_GER

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