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THW Kiel Himmelfahrt wird zum Derbytag
Sport THW Kiel Himmelfahrt wird zum Derbytag
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08:01 10.05.2018
Von Niklas Schomburg
Das Hinspiel in der Flens-Arena gewann der THW Kiel auch dank eines einmal mehr überragenden Patrick Wiencek (re.) mit 35:27. Quelle: Axel Heimken/dpa
Kiel

Ein bisschen kommt das Gefühl auf, die „Mutter aller Handball-Derbys“ würde in die Normalität abdriften. In beinahe inflationärer Häufigkeit duellieren sich THW und SG nicht zuletzt seit der neuen Gruppenphase in der Champions League. Das Himmelfahrtsduell in der längst ausverkauften Sparkassen-Arena ist bereits das vierte Pflichtspielderby der laufenden Saison, das insgesamt 23. in nur fünf Spielzeiten. „Ganz egal – ein Derby ist immer etwas Besonderes“, sagt THW-Trainer Alfred Gislason. „Und für uns ist es dazu ein ganz essenzielles Spiel, wir wollen nach Europa.“

Da trifft es sich gut, dass Linksaußen Rune Dahmke nach langwieriger Schambeinentzündung wieder im Training ist, am Donnerstag vielleicht wieder auf die Platte zurückkehren wird. Auch die Adduktorenprobleme von Positionskollege Raul Santos, die zu einem kurzfristigen Ausfall in der Partie gegen die Füchse Berlin führten, gehören der Vergangenheit an. Sogar Linkshänder Steffen Weinhold, der sich im Viertelfinalhinspiel gegen Vardar Skopje eine Oberschenkelzerrung zuzog, könnte ins Aufgebot der Zebras zurückkehren, die dann nur auf den langzeitverletzten René Toft Hansen verzichten müssen.

Einige Parallelen weisen die Landesrivalen vor dem Derby auf. Beide verpassten sowohl das Final Four von Köln als auch das von Hamburg, für beide geht es um wichtige Punkte, für beide lief die Saison insgesamt nicht wie erhofft. Das nagt an der SG vor allem angesichts des bevorstehenden Umbruchs. Am Donnerstag werden Mattias Andersson (Torwarttrainer Österreicht), Kevin Møller (Barcelona), Kentin Mahé (Veszprém), Thomas Mogensen (Skjern), Jacob Heinl (unbekannt) und Henrik Toft Hansen (Paris) ihr letztes Duell gegen den THW bestreiten.

Die Kieler hingegen scheinen die Enttäuschung gut verkraftet zu haben. „Beide sind raus, beide sind enttäuscht, klar. Ich weiß nicht, wie es in Flensburg aussieht, aber bei uns ist die Stimmung gut“, sagte Coach Gislason. Auch Kapitän Domagoj Duvnjak blickt nur voraus. „Seit einer Woche spürt man wieder dieses besondere Derby-Kribbeln in der Stadt, und mit jeder Stunde näher zum Anpfiff steigert sich diese besondere Vorfreude“, erklärte der Kroate.

Der Wechsel von Andreas Wolff zu Vive Kielce im Sommer 2019 steht längst fest. Immer wieder aber kursierten Gerüchte, dass er schon nach der aktuellen Saison nach Polen gehe, und immer neue potenzielle Nachfolger. Zuletzt tauchter der Name Borko Ristovski in Zusammenhang mit dem THW Kiel auf.

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