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THW Kiel Gislason: "Werde Zusammensein vermissen"
Sport THW Kiel Gislason: "Werde Zusammensein vermissen"
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16:32 30.05.2019
Von Merle Schaack
Bei seiner letzten Auswärtsfahrt mit dem THW Kiel gewann die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason (Mitte) souverän mit 34:26 beim TBV Lemgo Lippe. Quelle: Noah Wedel
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Lemgo

Abschiedsstimmung im Lipperland. Während die Fans des TBV Lemgo Lippe nach dem 23:26 (17:11)-Sieg des THW Kiel aufs Spielfeld strömten, um die vier scheidenden Lemgoer Patrick Zieker, Tim Hornke, Dominik Ebner und Robin Hübscher ein letztes Mal zu feiern, stand THW-Trainer Alfred Gislason in den Katakomben der in der Phoenix Contact Arena zwischen Mattenwagen und Turnkästen.

„Niemals geht man so ganz“, sang Trude Herr aus den Lautsprechern in der Halle, während der 59-Jährige Zeit hatte um zu realisieren, dass seine letzte Bundesliga-Auswärtsfahrt nun kurz vor dem Ende stand. „Kaum zu begreifen, dass ich gleich das letzte Mal in diesen Bus steige“, sagte der Isländer, der den THW Kiel nach Saisonende verlässt und nach einer Handball-Pause eine Nationalmannschaft übernehmen will. „Offenbar bin ich etwas schwer von Begriff, aber so langsam kommt es...“

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Ein bisschen Sentimentalität gestattete Alfred Gislason sich in diesem Moment. „Die vielen Busfahrten werde ich nicht vermissen“, sagte er. „Aber die Mannschaft, dieses Zusammensein. Es sind einfach unheimlich gute Jungs in dieser Truppe.“

Spieler auf den Liga-Endspurt fokussiert

Die steckten allerdings noch vollkommen im Liga-Endspurt-Tunnel. Rechtsaußen Niclas Ekberg sagte: „Mir war gar nicht richtig bewusst, dass das Alfreds letzte Auswärtsfahrt ist. Aber ich glaube, es ist ihm ganz recht, wenn das nichts Besonderes ist. Da ist er nicht so der Typ für."

Auch Hendrik Pekeler sagte: "Bei uns war das kein Thema. Aber ich bin sehr gespannt, wie das in zwei Wochen wird." Am Pfingstsonntag, 9. Juni, hat Gislason beim Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf seinen letzten Einsatz an der Seitenlinie des THW Kiel. Am 26. Juli kommt er aber noch einmal für sein Abschiedsspiel in den Kieler Handball-Tempel.

Rückfahrt ohne Video-Studium

Während die Spieler ihre Pflichtaufgabe in Lemgo fokussiert abarbeiteten, erlaubte sich der studierte Historiker Gislason, seinen letzten Besuch im Lipperland ein bisschen zu genießen. Ein Besuch bei den denkmalgeschützten Externsteinen, einer Felsformation mit mittelalterlicher Grottenanlage unweit des Hotels der Kieler, ein abendliches Bier mit „Sportminister“ (Gislason) Viktor Szilagyi.

Und ganz gewöhnlich wurde auch die letzte Busfahrt zurück nach Kiel für den scheidenden THW-Trainer nicht: „Ich mache einfach nichts. Nicht einmal Videos von Hannover gucken. Dazu bleibt ja noch genug Zeit.“

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Merle Schaack 30.05.2019
Merle Schaack 30.05.2019
Tamo Schwarz 28.05.2019