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THW Kiel Jicha-Berater forciert Wechsel
Sport THW Kiel Jicha-Berater forciert Wechsel
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09:24 23.07.2015
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Wechselt Filip Jicha (THW Kiel) zu FC Barcelona? Quelle: Uwe Paesler (Archiv)
Kiel

Für „El Mundo Deportivo“ ist schon klar: Filip Jicha hat dem FC Barcelona sein Okay gegeben und dem THW Kiel mitgeteilt, gehen zu wollen. Dies berichtete die in Barcelona erscheinenden Sporttageszeitung und ergänzte, Barca sei sehr zuversichtlich, dass der Transfer zustande komme.

Manchmal stehen spanische Sportgazetten im Verdacht, ihre Seiten mit Geschichten zu füllen, deren Wahrheitsgehalt die Spekulationshürde noch nicht genommen hat. Im Fall Jicha ist das anders. Wie berichtet hat der spanische Meister dem THW-Kapitän einen Vierjahresvertrag angeboten und will den Tschechen trotz seines Vertrages in Kiel bis 2016 sofort verpflichten.

„Das wäre ein echter Hammer-Transfer“, kommentierte Niklas Landin, der neue THW-Torhüter, die Entwicklung. „Ich hoffe, dass er hierbleiben wird, denn er ist richtig gut für die Mannschaft, nicht nur auf dem Platz. Ich glaube nicht, dass er gehen wird.“

Das wiederum sieht Jichas Berater Jochen Bergener deutlich anders. „Für Filip ist das ein Angebot, das er annehmen muss“, sagt der Kölner und liefert die Begründung gleich nach: „Er ist jetzt 33 und würde in Barcelona vier Jahre lang gutes Geld verdienen, was für ihn und seine Familie existenziell wichtig ist.“ Weiterer Vorteil: In Spanien ist die Belastung nicht so hoch, da Barcelona in der Liga Asobal konkurrenzlos ist. „Dort kann er sich mehr auf die Champions League konzentrieren“, sagt Bergener. Alles gute Gründe für den THW-Kapitän, der am Mittwoch lieber seinen Berater sprechen lassen wollte, zu wechseln.

Bergener sieht nun beide Klubs in der Pflicht: „Es muss eine Lösung gefunden werden.“ Angeblich sollen die Zebras auf das erste Angebot von Barcelona in Höhe von 250000 Euro mit der Forderung von einer Million gekontert haben. Mittlerweile sollen die Spanier, die durch den Transfer von Nikola Karabatic zu Paris St. Germain über ein finanzielles Polster verfügen, das allerdings weit unter den kolportierten zwei Millionen Euro liegen soll, auf 400000 Euro erhöht haben. Der Poker scheint in vollem Gange zu sein. Dennoch betont THW-Geschäftsführer Thorsten Storm: „Es ist nicht wichtig, was der Berater von Filip sagt. Es wird nie eine Entscheidung von unserer Seite geben, die dem THW sportlich schadet.“ Und für Aufsichtsratschef Reinhard Ziegenbein ist der Fall ohnehin erledigt: „Wir haben das Angebot aus Barcelona abgelehnt, die Sache ist durch.“

Von Gerhard Müller und Niklas Schomburg

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