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THW Kiel Bleibt Rune Dahmke oder geht er?
Sport THW Kiel Bleibt Rune Dahmke oder geht er?
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10:06 28.09.2019
Von Tamo Schwarz
Der Vertrag von THW Kiel-Linksaußen Rune Dahmke läuft zum Saisonende aus. Ob der gebürtige Kieler ein Zebra bleibt, soll sich zeitnah entscheiden. Quelle: Sascha Klahn
Kiel

Dahmke und der THW befinden sich derzeit mitten in Vertragsverhandlungen. Dem 34-maligen Nationalspieler, der in der Vorsaison von den Folgen einer Schambeinentzündung geplagt wurde, liegt ein Angebot für eine Verlängerung seines bis zum 30. Juni 2020 datierten Arbeitspapiers vor. Eine Formsache scheint Dahmkes Unterschrift jedoch nicht zu sein, auch wenn der Kieler Jung zuletzt sagte: „Wir sind jetzt in Gesprächen, und ich glaube auch, dass es demnächst eine Entscheidung geben wird.“

Aus seiner Liebe zu Kiel hat Dahmke, der aus einer Handballerfamilie stammt und dessen Vater Frank bereits beim THW Kiel auf Torejagd ging, nie einen Hehl gemacht. Vor der Saison verlieh der Linksaußen dem im traditionellen Fragebogen unserer Zeitung Nachdruck: „In Kiel schlägt mein Herz für den Handball, meine Familie, meine Freunde. Hier fühle ich mich am wohlsten, hier gehöre ich hin.“

Magnus Landin hat Rune Dahmke den Rang abgelaufen

Zwischen dem Fragebogen in der Saisonvorbereitung und den Vertragsverhandlungen liegt allerdings eine erste Phase der aktuellen Spielzeit, in der Dahmke eine schlechte Abschlussquote mit sich herumschleppte, seine Qualitäten in der Defensive und im kämpferischen Bereich zwar immer wieder eindrucksvoll unter Beweis stellte, offensiv aber glücklos agierte.

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Im September 2019 hat Positionskollege Magnus Landin Rune Dahmke den Rang abgelaufen. Umso größer war das Ausrufezeichen, das Dahmke am Mittwoch, 25. September, beim 31:23 gegen Meshkov Brest setzte. Fünf Würfe, fünf Tore – anschließend strahlte er: „Ich war vorher auch schon zufrieden, aber das war heute eine schöne Überraschung, denn nachdem ich in Veszprém angefangen hatte, hatte ich damit gerechnet, dass Magnus mehr spielen würde.“

Filip Jicha will mit Rune Dahmke an der Quote arbeiten

Von einer Krise will THW-Chefcoach Filip Jicha ohnehin nicht sprechen: „Rune arbeitet sehr hart an sich. Er ist sehr gut in der Abwehr, hat einen großen Radius, erreicht viele Ballgewinne, ist ein extrem wichtiger Faktor im Team. Sicher würde er sich momentan insgesamt ein paar Prozent mehr in der Abschlussquote wünschen, aber das werden wir zusammen verbessern.“

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Auch THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi rechnet mit einer „zeitnahen Entscheidung“, äußert sich darüber hinaus positiv über seinen Linksaußen mit Kieler Wurzeln. „Rune hat eine schwierige Zeit, aber insgesamt haben wir ein gutes Duo auf Linksaußen und brauchen den Konkurrenzkampf. Wir wollen Spieler, die sich hohe Ziele setzen, und Runes Ziel ist die Nationalmannschaft. Wenn er sich gegen Magnus Landin im Konkurrenzkampf durchsetzt, kann er die Chance bekommen. Seine Einstellung ist auf jeden Fall vorbildlich.“

Auch Jicha unterstreicht Dahmkes Qualitäten: „Rune ist ein Spieler mit einem großen Herzen, der immer alles gibt. Wir werden an unserem Linksaußen-Duo noch viel Freude haben, und ich würde mir wünschen, dass wir dieses Duo weiterhin haben.“

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