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THW Kiel THW hat beim SCM eine Rechnung offen
Sport THW Kiel THW hat beim SCM eine Rechnung offen
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16:48 06.09.2019
Von Merle Schaack
Erst im Sommer wechselte Dario Quenstedt vom SC Magdeburg zum THW Kiel. Jetzt will er seinem Ex-Klub mit den Zebras beide Punkte entführen. Quelle: Sascha Klahn
Kiel

Für ein Zebra ist die Auswärts-Hürde aber auch eine Heimkehr: Dario Quenstedt, der im Sommer aus dem Bördeland an die Kieler Förde wechselte, durchlief beim SCM die Jugendmannschaften, spielte zehn Spielzeiten seiner zwölfjährigen Profikarriere in Grün-Rot.

Freitagnachmittag bestieg er im Zebra-Dress den Bus für die Tour, die dem THW den ersten Liga-Sieg seit 2015 in der Getec-Arena einbringen soll. „Ich freue mich schon sehr, dass ich viele Freunde, Bekannte und meine Familie wiedersehen werde“, sagt der 29-Jährige.

Eltern jubeln jetzt für den THW Kiel

Zum ersten Mal in diesem Duell werden auch seine Eltern nicht dem SCM, sondern dem Sohn mit dem THW die Daumen drücken. Viele Gedanken verschwendete der Torwart unter der Woche nicht an das Duell gegen seinen Ex-Klub. „Das wird sich aber sicher ändern, wenn wir mit dem Bus in Magdeburg ankommen oder wenn wir die Getec-Arena betreten, wo ich 17 Jahre lang fast täglich ein- und ausgegangen bin“, sagt er.

Nachdem er seine Wechselabsichten kundgetan hatte, schrumpften Quenstedts Einsatzzeiten beim SCM. Aus dem Stammplatz im Tor wurde der auf der Bank.

Quenstedt ist beim THW Kiel "sehr zufrieden"

THW-Trainer Filip Jicha verteilt ungern das Etikett „Nummer eins“. Auch wenn Niklas Landin in den bisherigen Spielen mehr Spielzeit bekam, kommt Quenstedt regelmäßig zum Einsatz.

Vor allem als Siebenmeter-Killer (vier in fünf Pflichtspiel-Einsätzen) und bei freien Würfen machte der 1,93-Meter-Mann auf sich aufmerksam. „Ich bin sehr zufrieden, wie es aktuell läuft. Das hatte ich mir mit meiner Entscheidung zum Wechsel genau so vorgestellt“, sagt er.

„Es gibt aber immer etwas zu optimieren und zu verbessern.“ Derzeit liegt sein Augenmerk besonders auf der richtigen Abstimmung zwischen Block- und Torwartecke. „Die Automatismen zwischen der Abwehr und mir werden sich mit jeder Übungseinheit und jedem Spiel weiter verfestigen“, sagt er.

Wenn es nach Quenstedt geht, auch in Magdeburg. Heimatliebe und neuer Klub, das kann er klar trennen. „Ich bin jetzt Kieler. Wir wollen die beiden Punkte mit nach Hause nehmen. Wenn ich dabei einen entscheidenden Beitrag leisten kann, würde mich das natürlich sehr freuen.“

Der THW Kiel ist heiß auf die Revanche

Für Filip Jicha spielt eine solche Extra-Motivation bei seiner Aufstellung jedoch keine Rolle. „Ich bin froh, dass wir zwei super Torhüter haben. In Magdeburg muss mindestens einer von beiden sehr gut funktionieren. Aber sie haben beide das Feuer, solche Spiele zu entscheiden“, sagt der THW-Trainer.

Auch der Rest der Zebra-Herde ist heiß auf das erste Liga-Topspiel der Saison. „Ich merke der Mannschaft an, dass sie noch eine Rechnung offen hat nach den beiden Niederlagen der Vorsaison“, sagt Jicha.

Jicha: "Es gibt keine Ausreden"

Zwei reine Trainingstage waren eine Wohltat für die zuletzt durch den Super Globe in Saudi-Arabien stark strapazierten Spieler. Einige wie Domagoj Duvnjak plagten sich zeitweise mit Erkältungserscheinungen. Am Freitag war der THW-Tross aber wieder komplett. „Alle sind so fit, dass es keine Ausreden gibt“, sagt Jicha.

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