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THW Kiel Zebras und Löwen zwischen den Welten
Sport THW Kiel Zebras und Löwen zwischen den Welten
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20:20 26.12.2018
Von Tamo Schwarz
Im Hinspiel war Löwen-Spielmacher Andy Schmid (rechts) von Hendrik Pekeler (links) und Co. in der THW-Deckung ziemlich abgemeldet. Quelle: imago/Foto2Press
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Kiel

Oder anders ausgedrückt: Bis über beide Ohren mit Gegnerwissen und Adrenalin bewaffnet stehen sich heute Abend im Kieler Tempel hier die vier Zebras Andreas Wolff, Steffen Weinhold, Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler, da die drei Löwen Patrick Groetzki, Steffen Fäth, Jannik Kohlbacher gegenüber. Als Kontrahenten, Feinde auf Zeit. Am nächsten Morgen heißt es dann: wieder Freunde! Am 28. Dezember versammelt Bundestrainer Christian Prokop die deutschen Nationalspieler zu einem Kurzlehrgang in Barsinghausen.

Wer bleibt ärgster Verfolger von Spitzenreiter Flensburg-Handewitt?

Eines ist klar: Der Gewinner bleibt ernsthaftester Verfolger der bis dato verlustpunktfreien SG Flensburg-Handewitt. Aber wer ist Favorit? Wie lässt sich die Statistik am besten deuten? Der THW ist Zweiter (32:4 Punkte), die Löwen Dritter (31:5). Die letzten beiden Duelle entschieden die Zebras für sich, gewannen von den letzten 15 allerdings nur fünf. Immerhin, das 27:24 der Mannschaft von Alfred Gislason im Hinspiel sah glanzvolle Zebras, angeführt vom sechsmaligen Torschützen (und Ex-Löwen) Harald Reinkind. „Kann man sich nichts von kaufen“, stellte THW-Keeper Andreas Wolff lakonisch fest. „Es ist beinahe schon brutal, solch einen Gegner zum Jahresabschluss zu haben.“ Für die Fans eher ein brutal spannendes Post-Weihnachts-Spektakel. Vereinssprecher Christian Robohm: „Wir hätten für dieses Spiel auch 20 000 Karten verkaufen können.“

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Die „schwierigste Aufgabe der Saison“ (Löwen-Regisseur Andy Schmid) kommt eben nicht allen gleich gelegen, ist für den Ex-Löwen Hendrik Pekeler aber „etwas Besonderes“. Im Hinspiel meldeten Pekeler und Kollege Patrick Wiencek den Superschweizer Schmid ziemlich ab. „Es ist vielleicht ein Vorteil, jetzt gegen die Löwen zu spielen, bei denen viele nicht bei der WM dabei sind und sich ausruhen können. Außerdem haben die neun Spiele mehr als wir in den Knochen“, so Pekeler vorfreudig. In der Tat ist die Belastung des Teams von Nikolaj Jacobsen mit in dieser Saison bislang 33 Partien inklusive Supercup durch die Champions League ungleich höher als die des Rekordmeisters mit 24 Begegnungen. THW-Chefcoach Alfred Gislason nimmt es eh so, wie es kommt: „Es ist egal, ob wir nun vor oder nach Weihnachten gegen die Löwen spielen. Das Hinspiel war überragend. Wollen wir die Löwen schlagen, müssen wir das wiederholen.“

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