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THW Kiel Der THW Kiel gewinnt 27:26 gegen Aalborg
Sport THW Kiel Der THW Kiel gewinnt 27:26 gegen Aalborg
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22:47 27.09.2017
Von Tamo Schwarz
Bester Kieler Werfer war Miha Zarabec mit fünf Toren. Quelle: Weissx/Eibner-Pressefotox/imago
Kiel

„Meine Mannschaft hat gut gekämpft, war dabei nicht immer glücklich, und die Abwehr hat zu oft die gleichen Fehler gemacht. Aber: Sie hat zusammengehalten“, resümierte THW-Trainer Alfred Gislason nach der Begegnung, in der er nach überstandener Bandscheiben-OP wieder an der Seitenlinie verantwortlich zeichnete.

Der Isländer ist zum Umstellen gezwungen: Den Platz des grippegeschwächten René Toft Hansen im Abwehr-Innenblock nimmt Christian Dissinger ein, Ole Rahmel ersetzt den zuletzt formschwachen und nach dem Spiel in Kielce laut seines Trainers „kaputten“ Niclas Ekberg auf Rechtsaußen. Dissinger bleibt auch offensiv auf dem Feld, avanciert zu einer der Schlüsselfiguren dieses Königsklassen-Kampfes. Andreas Wolff im Tor ist noch so eine, hält vor der Pause mit aufsteigener Leistungskurve, ist Antreiber, doch Knackpunkt im Spiel der im September 2017 bis ins Mark Verunsicherten bleibt die Offensive. Dissinger an den Pfosten (15.), Dissinger drüber (26.) – Aalborg führt mit 12:11 (27.), wird zu Tempogegenstößen eingeladen, es geht schon wieder los. Es bedarf eines „Hallo wach“-Effektes, weil der in Halbzeit eins starke Marko Vujin und Youngster Lukas Nilsson die Verunsicherung noch nicht abzuschütteln vermögen. Ein Fehlpass hier, ein nicht gefangener Ball des Schweden (der auf seinem Fuß landet) da. Alles mäandert irgendwo zwischen Schlendrian und Verängstigung. Und dann trifft Patrick Wiencek im Fallen irgendwie das Tor (13:12/30.), hält Wolff gegen den starken Buster Juul-Lassen die Pausenführung fest.

Fast sieht es so aus, als würden sich im zweiten Abschnitt alle Blockaden lösen. Aalborg mit seinem wieselflinken Spielmacher Janus Dadi Smarason spielt forsch weiter, aber die Zebras sind gieriger. Plötzlich klappt’s auch mit den Abprallern (Ole Rahmel zum 15:13/32.). Nur eine Momentaufnahme. Vujin trifft die Latte, und alle schauen zu, wie Buster Juul-Lassen die Bogenlampe seelenruhig in Empfang nimmt (15:15/34.). Als Wolff mit seiner elften Parade Martin Larsen entnervt, wirkt es, als wolle dieser böse Wolff die sieben Aalborger am liebsten fressen. Und seine schludrigen Nebenleute gleich mit? Rune Dahmke und Ole Rahmel scheitern frei von außen, Nilsson überhastet, Vujin überhastet. Alles ist so wie in den vergangenen Spielen. Gislason bringt Steffen Weinhold und Niclas Ekberg in die Partie, Aalborg führt wieder (20:19/45.). Wiencek rechts vorbei, Nilsson aus schlechter Wurfposition. Souverän? Geht anders.

Wo sind all die Leader hin? Zwei Akteure machen an diesem Tag den Unterschied: Christian Dissinger, der sich einfach nicht mehr verunsichern lässt, sich mit dem 20:20 (46.) und 21:21 (48.) gegen den Rückstand stemmt, hinten die Entdeckung des Inneblock-Spiels dieser Saison bleibt – wenn auch bei seinen späten Zeitstrafen allzu ungestüm. Und Miha Zarabec. Ekbergs toller Tempogegenstoß-Tanz (25:24/53.) macht den Anfang, der Slowene legt zum 26:24 nach (55.), und zum 27:25 (59.). „Steht auf, wenn Ihr Kieler seid!“, singt das (ein bisschen) weiße Rund. Geht trotzdem fast noch schief. Ausgerechnet Zarabec spielt beim Stande von 27:26 dem Gegner den Ball in die Hände. Noch 30 Sekunden, Toft reißt, Wiencek klammert, ein letzter Freiwurf der Dänen. Warum bleiben Vujin und Bilyk, diese Riesen, auf der Bank? Egal, Tobias Ellebæk wirft über die Mauer – und über das Tor. Es bleibt: ein Sieg, zwei Punkte, kein Anlass zum Überschwang.

Neustart. Raus aus der Krise. Der THW Kiel will am Mittwochabend (18.30 Uhr, Sparkassen-Arena) den ersten Schritt aus der Krise machen, empfängt in der Handball-Champions-League den dänischen Meister Aalborg Håndbold.

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Am Mittwoch beim Champions-League-Heimspiel gegen Aalborg wird Alfred Gislason, Trainer des Handball-Rekordmeisters THW Kiel, wieder auf der Bank sitzen. Am Freitag hatte sich der 58-Jährige einer Bandscheiben-Operation unterziehen müssen, war am Sonntag aus der Helios-Klinik entlassen worden.

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Am Montag ging es für den THW Kiel per Flieger aus Krakau via Düsseldorf und Hamburg zurück nach Kiel. Mit im Gepäck war eine deutliche 21:32-Niederlage im zweiten Champions-League-Spiel und erneut mentales Belastungsmaterial. Auch die Personalie Andreas Wolff spielte in Kielce eine Rolle.

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