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THW Kiel Nächster THW-Blitzstart in Montpellier?
Sport THW Kiel Nächster THW-Blitzstart in Montpellier?
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17:08 18.10.2019
Von Merle Schaack
Seit zehn Spielen haben THW-Trainer Filip Jicha (Mitte) und seine Mannschaft kein Spiel mehr verloren. Mit einem Sieg in Montpellier würden sie heute ihren Spitzenplatz in der Gruppe B der Champions League gegen ihren direkten Verfolger verteidigen. Quelle: EIBNER/Rene Weiss via www.imago-images.de
Wetzlar/Montpellier

Der Blitzstart-THW hinterlässt seine Spuren in der Handball-Welt. In der Bundesliga haben die Zebras seit Donnerstag durch die Punkteteilung zwischen Spitzenreiter TSV Hannover-Burgdorf und den Rhein-Neckar Löwen die wenigsten Minuspunkte. Nach ihrer 15-minütigen Demontage der HSG Wetzlar zu Beginn des 30:26-Siegs geriet sogar Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp ins Schwärmen. „Glückwunsch zu eurer tollen Arbeit. Es macht wirklich Spaß, der Mannschaft zuzusehen“, sagte er an THW-Trainer Filip Jicha und Geschäftsführer Viktor Szilagyi gewandt.

Pisonero nach Niederlage gegen den THW Kiel degradiert

In der Champions League hat der THW-Auftritt bei Vardar Skopje (31:20) dem Trainer der Nordmazedonier indes den Job gekostet. David Pisonero wurde unter der Woche zum Assistenten degradiert. Präsident und Mäzen Sergej Samsonenko setzte ihm Sportdirektor Eduard Koksharov vor.

Perfekte Starts sichern dem THW Kiel Siege

Möglich machte die beiden Blitzstarts THW-Torwart Niklas Landin. In Skopje (15 Paraden) blieb der Däne zu Beginn elf Minuten ohne Gegentor, in Wetzlar (14 Paraden) waren es sieben. Dank ihm und der konzentrierten Arbeit seiner Vorderleute waren beide Spiele bereits nach einer Viertelstunde (7:1-Führung in Skopje, 9:2-Führung in Wetzlar) vorentschieden.

„Hoffentlich machen wir das jetzt immer so“, sagte der 30-Jährige nach dem Spiel in Wetzlar, das für die Zebras das zehnte in Folge ohne Niederlage war. Seine eigene Leistung kommentierte er bescheiden. „Ich weiß, wie schnell sich das ändern kann. Das habe ich schon oft erlebt. Aber ich versuche, so konstant wie möglich zu bleiben, damit die Jungs sich auf mich verlassen können.“

Erstes Duell des THW Kiel mit Montpellier seit 2011

Die Schützen des nächsten THW-Gegners Montpellier HB (heute, 17.15 Uhr, Liveticker auf KN-online) sind eine neue Herausforderung für Landin. „Ich weiß zwar, welche Spieler dort spielen, habe aber lange nicht gegen sie gespielt.“ Zuletzt in seiner letzten Saison bei den Rhein-Neckar Löwen in der Saison 2014/15.

Das letzte Aufeinandertreffen der Kieler mit der französischen Talentschmiede unter Rekord-Trainer Patrice Canayer, die auch die Ex-Kieler Nikola Karabatic, Thierry Omeyer, Vid Kavticnik sowie Frankreichs Nationaltrainer Didier Dinart hervorbrachte, datiert aus dem Jahr 2011.

Nach Überraschungs-Titel 2018 folgte das Aus in der Gruppenphase

Vor zwei Jahren verblüfften die Südfranzosen um Kapitän Valentin Porte und Spielmacher Diego Simonet die Handball-Welt mit flinken Beinen und großer Treffsicherheit, die sie bis ins Finale um die Champions League und dort zum Sieg über Nantes trugen. Nach einer enttäuschenden Folgesaison (Aus in der Gruppenphase) verließen mit Vincent Gerard (Paris), Michael Guigou (USAM Nîmes) und Ex-Zebra Vid Kavticnik (Aix-en-Provence) drei Granden den Verein.

THW-Trainer Fiip Jicha sagt dennoch: „Wir sind nicht der Favorit“ und verweist auf die starken Leistungen der Franzosen beim Heimsieg über Veszprém (23:18) und beim 29:27-Sieg in Kielce.

Montpellier deckt sehr aggressiv. Die Mannschaft hat es drauf“, sagt Jicha, der seine Zebras auf dem gestrigen Flug von Frankfurt via Paris nach Montpellier einmal mehr Videos zur individuellen Analyse und Vorbereitung bereitgestellt hatte. „Das kennen wir jetzt ja schon“, sagt Nikola Bilyk.

Duvnjak: "Unseren Job machen"

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen bleiben dem THW weniger als 48 Stunden für Reise, Regeneration und Vorbereitung auf das nächste Spiel. „Das ist vor allem für den Kopf anstrengend“, findet Niklas Landin. Bei all den Strapazen hilft das THW-Mantra, das Domagoj Duvnjak ausspricht: „Wir schauen nur auf uns und wollen unseren Job machen.“

Alle Nachrichten über den THW Kiel lesen Sie hier.

Montpellier HB, nächster Gegner des THW Kiel, hat den dienstältesten Trainer in der Handball-Champions-League. Seit 25 Jahren steht Patrice Canayer (58) an der Seitenlinie der Südfranzosen, erlebte jedes Duell zwischen MHB und dem THW Kiel. Gewinnen konnte er aber nur eines.

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