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THW Kiel Zebra-Fans zwischen Frust und Vorfreude
Sport THW Kiel Zebra-Fans zwischen Frust und Vorfreude
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07:01 20.03.2018
Von Tamo Schwarz
Die „Weiße Wand“ der Kieler Fans ist gefürchtet. THW-Sportchef Viktor Szilagyi hofft am Mittwoch auf eine „Einheit aus Mannschaft und Publikum“. Quelle: Sascha Klahn
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Kiel

Eine Woche, die umstritten, umkämpft, Zentrum eines Streits zwischen Vereinen, Handball-Bundesliga (HBL) und Europäischer Handballföderation (EHF) war. Am Ende des Streits hatte der THW das in der Gruppenphase erkämpfte Heimrecht im Achtelfinal-Rückspiel verloren, musste das Heimrecht tauschen. Und auch die Fans guckten in die Röhre: Anstatt eines Osterevents am 1. April steht für sie nun das Heimspiel an einem eher unattraktiven Mittwoch auf dem Programm.

„Natürlich wäre es umgekehrt besser gewesen. Aber wir werden die Mannschaft unterstützen“, sagt Volker Lorenzen (74), langjähriger Vorsitzender des THW-Fanclubs „Zebrasprotten“. Es könne ja, so Lorenzen weiter, nicht sein, „dass sich HBL und EHF auf Kosten der Fans, die so gerne nach Köln wollen, streiten“.

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Heimrecht im Rückspiel war oft ein Vorteil

Das Heimrecht im Rückspiel ist dahin. Dabei war das in der Vergangenheit oft wertvoll gegen Szeged. Im Königsklassen-Viertelfinale 2015, als die Zebras im Länderdreieck Ungarn-Rumänien-Serbien zunächst mit 29:31 den Kürzeren zogen, den Halbfinal-Einzug dann aber mit einem 31:23 im Rückspiel perfekt machten. Oder ein Jahr später im Achtelfinale, als auf ein 29:33 in Ungarn ein souveränes 36:29 in der Sparkassen-Arena folgte. „Jetzt muss der THW vorlegen. Ein Polster von mindestens fünf Toren wäre schon nicht schlecht“, sagt Ernst-Jürgen Buck (63), Vorsitzender des Fanclubs „Schwarz-Weiß“. „Wir werden jetzt einfach noch mehr Krach machen.“

Sätze, die Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW, gerne vernehmen wird. Auch dem Österreicher sind die Nachteile des Heimrecht-Tausches bewusst. Eine Lösung wie bei den Löwen, die den Tausch verweigerten und nun am Sonnabend ihre zweite Mannschaft (Dritte Liga) nach Kielce entsenden, kam für den THW allerdings nicht infrage. „Wir hoffen jetzt von der ersten Minute an, am besten schon beim Warmmachen, auf eine tolle Heimspiel-Atmosphäre“, sagt Szilagyi. „Der Gegner muss sehen, dass es eine Einheit aus Mannschaft und Publikum gibt. K.o.-Spiele sind etwas ganz Besonderes. Und unser Ziel ist erst einmal, das Spiel zu gewinnen.“ Am Montag waren rund 8000 Karten für das Hinspiel am Mittwoch verkauft.

Tamo Schwarz 16.03.2018
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