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THW Kiel Alfred Gislason lässt sich feiern
Sport THW Kiel Alfred Gislason lässt sich feiern
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22:59 07.04.2019
Von Merle Schaack
THW-Kiel-Trainer Alfred Gislason (vorne l-r) feiert mit Domagoj Duvnjak und Torwart Niklas Landin den DHB-Pokalsieg. Quelle: Axel Heimken
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Hamburg

Domagoj Duvnjak hat ein Gespür für große Momente. Als der THW Kiel am Sonntag durch ein 28:24 (14:13) über den SC Magdeburg den DHB-Pokal gewann, überließ der Kapitän es Trainer Alfred Gislason, die Trophäe als erster in die Luft zu recken.

Für Gislason, der den THW Kiel nach elf Jahren als Trainer im Sommer verlassen wird, steht damit fest: Er wird nicht ohne Titel gehen. Bei seiner sechsten Final-Four-Teilnahme mit dem THW Kiel holte er seinen sechsten Pokalsieg.

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"Das bedeutet mir extrem viel. Und nicht nur für mich, sondern auch für die Mannschaft und den ganzen Klub. Es wird den Jungs einen Schub geben", sagte der 59-jährige Isländer nach dem Finale gegen den SC Magdeburg. Danach stellte Alfred Gislason aber auch wehmütig fest: „Ich bin traurig, das nie wieder zu erleben.“

Neuer Rückraum brachte Schwung

Mit einem geschickten Schachzug hatte Alfred Gislason die Magdeburger zu Beginn der Partie überrascht. Statt seiner üblichen Startsieben mit Miha Zarabec, Domagoj Duvnjak und Steffen Weinhold im Rückraum schickte er Lukas Nilsson als Regisseur sowie Nikola Bilyk und Harald Reinkind (6 Tore), die im Halbfinale gegen Berlin nur zu Kurzeinsätzen gekommen waren, ins Rennen. Beide dankten es ihm mit starken Leistungen.

"Die jungen Leute haben das überragend gemacht", lobte Alfred Gislason seine Handballer vom THW Kiel. "Wir haben heute gezeigt, was für eine breite Bank wir haben."

Der THW Kiel gewinnt mit 28:24 (14:13) gegen den SC Magdeburg und gewinnt den DHB-Pokal.

Dem SC Magdeburg hingegen ging in der zweiten Halbzeit die Puste und damit auch die vollkommene Konzentration verloren. Nur drei Tore gelangen dem SCM in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte gegen den überragenden Niklas Landin (18 Paraden) im Tor und die Weltklasse-Abwehr um Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler herum. Diese Phase nutzten die Zebras, um erbarmungslos auf 24:16 davonzuziehen (45.). Ein Vorsprung, den die Magdeburger nicht mehr aufholen konnten.

DHB-Pokal ist Alfred Gislasons 19. Titel mit dem THW Kiel

So bejubelten die Kieler zum ersten Mal nach dem Pokalsieg 2017 einen Titel. Mittendrin Alfred Gislason, für den es der 19. Titel (Meisterschaft, Pokal, Champions League, Super Globe und Supercup) mit dem THW Kiel war.

"Dule (Domagoj Duvnjak, d. Red.) hat mir den Pokal einfach gegeben und wollte, dass ich das mache", sagte Gislason. "Das ist eine große Geste."

Für eine weitere Geste dieser Art sorgten auch die THW-Kiel-Fans. Die "weiße Wand" feierte den Trainer mit "Alfred, Alfred"-Sprechchören. "Das war sehr emotional. Leider war ich da gerade im Fernsehinterview und konnte es nicht ganz genießen", sagt Alfred Gislason.

Niklas Landin will noch mehr Titel

Anschließend stürzte sich Alfred Gislason aber ins Getümmel, war dabei als die Mannschaft um "Vorsänger" Rune Dahmke "Humba tätärä" zelebrierte.

"Wir waren alle heiß auf diesen Titel", sagte Niklas Landin. "Wenn man will, kann man sagen, dass wir ihn auch ein bisschen für Alfred geholt haben. Aber ich hoffe, das war noch nicht der letzte..."

Hier sehen Sie Bilder vom DHB-Pokal-Finale 2019 in Hamburg.

Nach einer Woche, in der die Nationalspieler mit ihren Auswahlen um die Qualifikation für die Europameisterschaft spielen, geht es für die Zebras am Gründonnerstag in der Liga bei den Füchsen Berlin weiter.

Pokalfeier des THW Kiel am Abend in Kiel

Was das für die Pokalfeier der Kieler am Abend, für die traditionell die Räumlichkeiten eines italienischen Restaurants gemietet wurden, bedeutet? Alfred Gislason: "Die können feiern, wie sie wollen. Wenn sie mit Kater zur Nationalmannschaft kommen, geht mich das ja nichts an." Dann relativierte er mit einem Augenzwinkern. "Nein, die übertreiben sowieso nicht - anders als meine Generation damals."

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