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THW Kiel THW Kiel kontert sich zum DHB-Pokalsieg
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20:52 07.04.2019
Von Merle Schaack
THW Kiel holt den DHB-Pokal 2019 gegen den SC Magdeburg: So sehen Gewinner aus! Quelle: Axel Heimken
Hamburg

Ein bärenstarker Niklas Landin im Tor (19 Paraden), eine "zweite Reihe", die ihrem Trainer das Vertrauen dankte und eine bärenstarke Abwehr - mit diesen Zutaten haben die Handballer des THW Kiel ihren elften Sieg im DHB-Pokal errungen und Trainer Alfred Gislason in seiner letzten THW-Saison einen Titel geschenkt.

Beste Schützen in einer starken Mannschaftsleistung im Finale war Harald Reinkind (6 Tore). Für Magdeburg traf Michael Damgaard ebenfalls sechsmal.

DHB-Pokal: THW Kiel mit verändertem Rückraum

Für das DHB-Pokal-Finale hatte THW-Kiel-Trainer Alfred Gislason sich eine Überraschung überlegt: Er bot eine komplett veränderte Rückraum-Reihe auf. Lukas Nilsson führte Regie, Nikola Bilyk kam im linken Rückraum zum Einsatz und Harald Reinkind startete auf Halbrechts.

Die Kieler starteten motiviert, präsent und blitzschnell. Reinkind und Bilyk legten mit 3:1 (3.) vor, während im Tor Niklas Landin unter anderem einen Siebenmeter von Matthias Musche hielt.

Der THW Kiel gewinnt mit 28:24 (14:13) gegen den SC Magdeburg und gewinnt den DHB-Pokal.

THW Kiel spielfreudig und treffsicher im DHB-Pokal

Der THW Kiel war da, spielfreudig und treffsicher. Aber der SCM fing sich schnell. Eine Zeitstrafe gegen Hendrik Pekeler nutze er, um auszugleichen (4:4/10.) Die Kieler gingen nun fahrlässiger mit ihren Chancen um. Und die Magdeburger Deckung schirmte Pekeler am Kreis so gut ab, dass der Ball statt in den Händen des Kieler Nationalspielers mehrfach bei Zeljko Musa oder Piotr Chrapkowski landete.

Ein Gefundenes Gegenstoß-Fressen für die konterstarken Magdebuger. Plötzlich traf Albin Lagergren mit flinken Beinen zum 9:7 (14.) für Magdeburg. In Unterzahl (Duvnjak) kassierte der THW Kiel in der 22. Minute sogar das 11:9.

Nachdem THW-Torwart Niklas Landin (10 Paraden in der ersten Hälfte) dem Spiel bis dato seinen Stempel aufgedrückt hatte, fand nun auch sein Nationalmannschaftskollege Jannick Green immer besser ins Spiel. In der hektischen Schlussphase der Halbzeit, in der Magdeburg auf Lagergren (umgeknickt) verzichten musste, behielten die Zebras dann aber wieder den kühleren Kopf.

Zur Pause führte der THW Kiel

Reinkind fand Pekeler am Kreis - 13:11 für Magdeburg (26.) Rune Dahmke provozierte ein Stürmerfoul, anschließend fand Wiencek irgendwie einen Weg zum Tor - 13:12 (28.) Außerdem kassierte O'Sullivan eine Zeitstrafe. Es ging munter weiter: Landin hielt den zweiten Siebenmeter von Musche, Reinkind traf im Gegenzug zum 13:13-Ausgleich, ehe in letzter Minute vor der Pause Kapitän Duvnjak die Führung zurück eroberte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte waren es die Magdeburger, die sich Unkonzentriertheiten im Angriff leisteten. Die Kieler nutzten sie konsequent aus: Als Musa einen Ball am Kreis nicht zu fassen bekam, konterte Ekberg zum 18:15 für den THW Kiel (38.)

Es war der Auftakt zu einem Kieler Rausch. Nachdem Robert Weber einen Siebenmeter an den Pfosten gesetzt hatte, wurden die Magdeburger phasenweise zu Statisten einer THW-Kiel-Gala. Pekeler traf vom Kreis, Zarabec aus dem Rückraum, Landin parierte zweimal in Folge und schickte Rune Dahmke auf die Gegenstoß-Reise - 24:16 (45.). Mit einem Acht-Tore-Vorsprung gingen die Zebras in die letzte Viertelstunde.

Auf mehr als vier Tore kam Magdeburg nicht mehr heran. Zu aufgerieben waren die Stammspieler, die Trainer Bennet Wiegert schon im Halbfinale fast alle hatte durchspielen lassen. Zu sehr fehlte Albin Lagergren im Rückraum.

Den letzten Angriff genossen die Kieler bereits tanzend und jubelnd. Ihre Angriffsbemühungen hatten sie längst eingestellt. Der THW Kiel hat neue Pokal-Helden. Sie heißen Domagoj Duvnjak, Niklas Landin, Harald Reinkind, Patrick Wiencek, Hendrik Pekeler, Niclas Ekberg, Miha Zarabec, Rune Dahmke, Nikola Bilyk, Lukas Nilsson, Magnus Landin, Steffen Weinhold, Sebastian Firnhaber, Andreas Wolff, Ole Rahmel und natürlich Alfred Gislason.

Die Statistik

SC Magdeburg: Green (1.-44. Minute/11 Paraden), Quenstedt (ab 44./4) – Musa 2, Chrapkowski 1, Musche 4/1, Kluge n.e., Pettersson 3/2, Plaza Jimenez, Molina n.e., Christiansen, Mertens 2, Lagergren 2, O’Sullivan 1, Bezjak 1, Weber 2, Damgaard 6.

THW Kiel: N. Landin (1.-60. Minute/18 Paraden), Wolff n.e. – Duvnjak 3, Reinkind 6, M. Landin 1, Firnhaber n.e., Weinhold, Wiencek 1, Ekberg 4/1, Rahmel n.e., Dahmke 3, Zarabec 1, Bilyk 3, Pekeler 5, Nilsson 1.

Schiedsrichter: Fabian Baumgart/Sascha Wild (Altenheim/Elgersweiher) – Strafminuten: SCM 6 (Musa, O’Sullivan, Bank), THW 6 (Pekeler, Duvnjak, Wiencek) – Siebenmeter: SCM 7/3 (N. Landin pariert 2x Musche und Pettersson, Weber an den Pfosten), THW 2/1 (Ekberg scheitert an Green) – Spielfilm: 0:2, 2:4 (5.), 5:5, 5:7 (14.), 9:7, 10:9 (21.), 13:10 (25.), 13:14 – 15:14, 15:19 (39.), 16:24 (45.), 19:24, 19:26 (54.), 23:27, 24:28 – Zuschauer: 13200 in der Hamburger Barclaycard Arena.

Das Spiel zum Nachlesen: THW-Liveticker

Sie haben es schon wieder getan: Die Handballer des THW Kiel haben den DHB-Pokal gewonnen – bereits zum elften Mal. Im Finale gegen den SC Magdeburg setzten sich die Zebras mit 28:24 durch. Hier sehen Sie die Bilder des Pokalerfolgs.

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