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THW Kiel THW Kiel trifft auf TSV Bayer Dormagen
Sport THW Kiel THW Kiel trifft auf TSV Bayer Dormagen
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14:14 19.08.2018
Von Tamo Schwarz
Foto: Der Essener Justin Müller wird von Patrick Wiencek zu Seite geschoben und wirft im Fallen aufs Tor.
Der Essener Justin Müller wird von Patrick Wiencek zu Seite geschoben und wirft im Fallen aufs Tor. Quelle: Sascha Klahn
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Göttingen

Pflichtaufgabe mit Bravour gemeistert. Beim „First Four“ in Göttingen, einem von insgesamt 16 Final-Four-Turnieren um den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals, hat der THW Kiel am Sonnabendnachmittag TuSEM phasenweise überrollt.

Ein paar Minuten brauchte der deutsche Rekord-Pokalsieger vor 2250 Zuschauern in der S-Arena gegen den Außenseiter aus Essen, setzte sich dann vom 3:3 (8.) auf 9:3 ab (12.), spielte Tempo und individuelle Klasse voll aus. Auf der Trainerbank gab es ein Duell der Generationen.

Als THW-Cheftrainer Alfred Gislason TuSEM 1988 nach zwei Meisterschaften verließ, war der junge Essener Coach Jaron Siewert (Jahrgang 1994) – jüngster Cheftrainer im deutschen Profihandball – noch nicht einmal geboren. An diesem Sonnabend im heißen Göttingen konnte Gislason seiner Mannschaft gelassen zusehen. „Kompliment an meine Mannschaft. Wir wollten 60 Minuten konzentriert und gut spielen, und das ist allen gut gelungen.“

Umfassender Personalwechsel beim THW Kiel

Niklas Landin, der im Tor 60 Minuten durchspielte, war ein sicherer Rückhalt, davor zeigte besonders auch Kapitän Domagoj Duvnjak erneut gute Ansätze auf dem Weg zurück zu alter Stärke. „Dule“ gelangen vor der Pause drei Treffer. Nach der Pause gab es mit Ausnahme weniger Positionen einen umfassenden Kieler Personalwechsel.

Jetzt griffen auch Ole Rahmel, Christian Dissinger, Marko Vujin und Steffen Weinhold ins Geschehen ein. Die Zebras schalteten einen Gang höher und überrollten vor der Pause engagierte Essener förmlich, bei denen Lucas Firnhaber, aus Kiel nach Essen gewechselter Bruder von Sebastian Firnhaber, drei schöne Treffer erzielte.

Zehn Treffer von Landin und Rahmel nach der Pause

Besonders Linksaußen Magnus Landin und Rechtsaußen Ole Rahmel kamen ordentlich ins Laufen, sorgten nach der Pause gemeinsam mit zehn Treffern maßgeblich für den Ausbau der Führung bis zum zwischenzeitlichen 35:17 (51.).

Zum ersten Mal seit Beginn der Vorbereitung standen auch Niklas und Magnus Landin gemeinsam auf dem Feld. Was brüderlicher Instinkt ausmachen kann, bewies der ältere (Niklas) mit einem Weltklasse Tempogegenstoß-Pass auf den jüngeren (27:13/40.). „Essen hat sich gut geschlagen“, resümierte Ole Rahmel, selbst von 2011 bis 2013 im TuSEM-Dress. „Ich glaube, wir haben attraktiven Handball geboten.“

Gegner am Sonntag: Bayer Dormagen

Im zweiten Halbfinale am Sonntagabend entschied sich, gegen wen der THW Kiel am Sonntag spielen muss. Es ist Bayer Dormagen, der den Northeimer HC mit 36:25 (18:14) bezwang.  KN-online wird ab 16 Uhr live vom Spiel THW Kiel gegen Bayer Dormagen berichten. Der Sieger des Sonntag-Spiels steht in der Runde der letzten 16 im DHB-Pokal.

THW Kiel - TuSEM Essen: 39:23 (19:11)

THW Kiel: N. Landin (1.-60. Minute/14 Paraden), Wolff n.e. – Duvnjak 3, Reinkind, M. Landin 8/2, S. Firnhaber 2, Weinhold 1, Dissinger, Wiencek 1, Ekberg 6/2, Rahmel 4, Dahmke n.e., Zarabec 4, Vujin 4, Pekeler 3, Nilsson 3.

TuSEM Essen: Bliß (1.-30. Minute/7 Paraden), Borchert (ab 47./1), Mangold (31.-47./1) – Beyer 1, J. Ellwanger, Witzke, Akakpo 1, Szczesny 1, Müller 5, L. Firnhaber 3, Seidel, Klingler 2, Skroblien 5/3, Ingenpaß, Zechel 5.

Schiedsrichter: Heine/Standke (Wendeburg/Göttingen) – Strafminuten: THW 2 (Rahmel), TuSEM 2 (J. Ellwanger) – Siebenmeter: THW 4/4, TuSEM 3/2 (N. Landin pariert Beyer) – Spielfilm: 0:1, 3:3 (8.), 9:3 (12.), 11:5, 13:6 (17.), 15:10, 19:11 – 20:12, 25:12 (37.), 27:13, 30:17 (46.), 35:17, 37:19 (54.), 39:23 Zuschauer: 2250 in der S-Arena in Göttingen.

Hier sehen Sie Bilder vom Spiel.
Niklas Schomburg 18.08.2018
Tamo Schwarz 15.08.2018
THW Kiel Saisoneröffnung - Angriffslustige Zebras
Niklas Schomburg 14.08.2018