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THW Kiel Auslosung: Gislason hat zwei Wunschgegner
Sport THW Kiel Auslosung: Gislason hat zwei Wunschgegner
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22:36 28.11.2018
Von Tamo Schwarz
Alfred Gislason nach dem Sieg gegen die MT Melsungen.
Alfred Gislason nach dem Sieg gegen die MT Melsungen. Quelle: Sonja Paar
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Kiel/Wien

Zwischen dem 9./10. Februar 2019 und 30./31. März 2019 kämpfen 16 Mannschaften in vier Gruppen um den Einzug ins EHF-Viertelfinale. Den Sprung unter die besten Acht meistern dann jeweils die Gruppensieger und -zweiten. Einzige Besonderheit: Ist auch der Ausrichter des Final-Four-Turniers darunter, überspringt dieser das Viertelfinale und zieht direkt ins Final Four ein.

Apropos: Durch das überraschende Ausscheiden des SC Magdeburg sind die Chancen des THW Kiel auf die Ausrichtung der Finalrunde dramatisch gestiegen. Dem Vernehmen nach hatte sich neben den Kielern nur der SCM um die Gastgeberrolle beworben. „Wir haben der EHF signalisiert, dass wir das Final Four grundsätzlich gern ausrichten würden. Jetzt müssen wir diese Gespräche vertiefen“, sagt Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel, der am Donnerstag gemeinsam mit THW-Geschäftsstellenleiterin Sabine Holdorf-Schust der Auslosung in Wien beiwohnen wird.

Am Final-Four-Wochenende tritt DJ Bobo in Kiel auf

Aber wie wird sich die Exekutive der Europäischen Handballföderation am 15. Dezember in Paris am Rande der Frauen-EM entscheiden? Für Kiel spricht: An dem (Champions-League-)-Zuschauerkrösus und EHF-Cup-Zugpferd mit seiner 10285 Zuschauer fassenden Sparkassen-Arena führt für die EHF eigentlich kein Weg vorbei. Die Halle wäre mit ziemlicher Sicherheit an beiden Tagen ausverkauft. Gegen Kiel sprechen zwei Aspekte. Zum einen wurde der EHF-Cup-Sieger in den vergangenen fünf Jahren schon viermal in Deutschland ausgetragen.

Außerdem ist die Sparkassen-Arena am Sonntag des vorgesehenen Wochenendes (18./19. Mai) belegt – von Eurodance-Spaßvogel DJ Bobo. Viktor Szilagyi glaubt: „Das Konzert von DJ Bobo und der Termin wären, glaube ich, kein Problem.“ Die EHF soll diesbezüglich bereits positive Signale ausgesandt haben, dass einem Final Four am Freitag und Sonnabend (17./18. Mai) nichts im Wege stünde.

Lieblingsgegner von Gislason aus Spanien und Portugal

Und auch sportlich sind die Herausforderungen auf dem Weg ins Halbfinale in dem Wettbewerb überschaubar. Gefragt nach Wunschgegnern, wird THW-Trainer Alfred Gislason (im Gegensatz zu seinen Spielern) auch ziemlich konkret: „Selfoss aus meiner isländischen Heimat ist ja leider nicht mehr dabei. Ich würde gern nach Spanien reisen oder nach Portugal. Constanta in Rumänien wäre auch gut, da habe ich mit Aihan Omer einen alten Freund. Aber Sabine (Holdorf-Schust, d. Red.; zuständig für die Reiseplanung) würde das wohl nicht so gut finden.“

Die gute Nachricht für den Isländer: Der THW Kiel (Topf 3) wird auf jeden Fall auf Altmeister BM Granollers (Spanien) oder den FC Porto treffen. Auch Constanta (Topf 4) ist ein möglicher Gegner. „Wir nehmen, was kommt“, sagt Linkshänder Marko Vujin. „Aber zum Reisen wäre ein dänischer Verein schön. Oder ein ungarischer. Nach Budapest kommt man auch gut mit dem Flugzeug.“ Pragmatisches Denken. Die dänischen Landin-Brüder Magnus und Niklas freuen sich immer über einen Trip in die Heimat. Zwei Chancen: TTH Holstebro (Topf 2) und GOG Gudme (Topf 4). Spanien, Portugal, Dänemark oder doch Polen und Rumänien? Alles ist möglich.

Liveticker: Auf wen trifft der THW Kiel im EHF-Pokal?

Beginn der Auslosung: Donnerstag, 29. November 2018, 11 Uhr

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