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THW Kiel Halb Handball-Europa kommt nach Kiel
Sport THW Kiel Halb Handball-Europa kommt nach Kiel
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21:11 25.04.2019
Von Merle Schaack
Bei den EHF Cup Finals in Kiel erwartet die Mannschaften eine voll besetzte Sparkassen-Arena. Schon jetzt haben Handball-Fans aus ganz Deutschland und zehn weiteren Nationen Karten für die Europapokal-Endrunde am 17. und 18. Mai gekauft. Quelle: Sascha Klahn
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Kiel

Spätestens ab Dienstag wird das Handball-Fest unter dem Motto „Welcome Europe“ in der Landeshauptstadt präsent sein. Denn dann werden im Atlantic Hotel ab 11 Uhr die Halbfinal-Begegnungen ausgelost.

Der THW Kiel steht als Sieger seiner Vorrundengruppe durch seine Rolle als Ausrichter bereits als Halbfinalist fest. Wer die potenziellen Gegner der Zebras werden, entscheidet sich am Wochenende in den Rückspielen zwischen den Füchsen Berlin und der TSV Hannover-Burgdorf (Hinspiel 34:26 für Berlin), dem FC Porto und Saint Raphael (30:30) sowie Tatabanya und TTH Holstebro (29:24 für Holstebro).

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Neue Trophäe wird präsentiert

Bei der Auslosung dürfen die Verantwortlichen auch schon einen Blick auf die neue Trophäe werfen. Denn jedes Jahr beauftragt die Europäische Handballföderation (EHF) einen Künstler mit der Neugestaltung des Cups.

Die Sparkassen-Arena ist bereits fast ausverkauft. 8500 verkaufte Karten meldet der Verein. Und die Käufer kommen keineswegs nur aus Kiel. Handball-Fans aus allen Bundesländern haben sich Tickets gesichert. Dazu kommen Handball-Pilger aus Dänemark, Frankreich, Israel, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz und Irland. Restkarten gibt es unter anderem hier.

Mindestens 750 Karten (je 250 pro Team) werden für die Fans der anderen Teilnehmer vorgehalten. „Wir sind total überrascht, wie groß das Interesse ist“, sagt Sabine Holdorf-Schust, die die THW-Geschäftsstelle und derzeit auch das Organisationskomitee für die EHF Cup Finals leitet. Allerdings hat sie auch eine Erklärung dafür, dass die THW-Fans sich für den „kleinen Bruder“ der Champions League, in der die Zebras seit der Saison 2004/2005 ununterbrochen gespielt haben, begeistern können: „Endlich haben wir mal wieder ein Finale in der eigenen Halle.“

Letztes Finale in Kiel ist zehn Jahre her

Zur Erinnerung: Bis 2009 wurde der Sieger in der Königsklasse in einem Hin- und einem Rückspiel ermittelt. In der letzten Auflage dieses Final-Modus besiegte der THW das Team von BM Ciudad Real im Mai 2009 in eigener Halle mit fünf Toren, um im Rückspiel in Spanien mit sechs Toren zu verlieren – und damit die Trophäe.

Nicht wenige Fans trauerten um die Intensität in diesen Finalspielen vor der Haustür, als die EHF 2010 das Final Four in Köln um Europas Krone ins Leben rief. Inzwischen allerdings haben sich Final-Four-Endrunden auf allen Ebenen im Männer- und Frauenhandball als Saison-Highlights für Spieler und Fans etabliert. „Diese Turniere wie das Final Four in Köln oder das um den DHB-Pokal in Hamburg haben einen total guten Ruf“, sagt Holdorf-Schust. Allein aufgrund der Zuschauer-Kapazität der Sparkassen-Arena sollen sie aber kein Maßstab für das erste Final Four Kieler Art sein.

Final Four auf Kieler Art

Während in die Lanxess-Arena in Köln 19.000 und in die Barlaycard-Arena in Hamburg 13.000 Zuschauer passen, fasst die Sparkassen-Arena in Kiel 10.285 Handball-Fans. Hier ist es auch eine Herausforderung, für jede der vier Mannschaften eine Kabine zu stellen – denn es gibt nur drei. „Aber auch da haben wir eine Lösung gefunden, sagt Holdorf-Schust.

Anders als in Köln oder Hamburg gibt es auch keine Nachbar-Halle, in der die Mannschaften sich aufwärmen können, während auf dem Spielfeld Showeinlagen laufen. „Wir denken in unseren Dimensionen, wollen etwas Eigenes machen. Eine Veranstaltung in Kiel und für Kiel“, sagt Holdorf-Schust. So wird das Rahmenprogramm von Künstlern aus der Region gestaltet, die Volunteers kommen aus Kiel und Umgebung und auch die Spieler der Nachwuchsmannschaften helfen bei der Vorbereitung. „Wir wollen das jetzt einmal richtig toll machen und dann wieder Champions League spielen“, sagt Holdorf-Schust.

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