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THW Kiel Berlin folgt THW Kiel ins Halbfinale
Sport THW Kiel Berlin folgt THW Kiel ins Halbfinale
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17:49 28.04.2019
Von Merle Schaack
Im Pokal und vor zehn Tagen in der Liga setzte der THW Kiel um Nikola Bilyk (v. li.) sich gegen die Füchse Berlin durch. Am Sonntag sicherten Jakov Gojun und Paul Drux mit den Füchsen den Halbfinal-Einzug im EHF-Pokal. Möglicher Gegner ist erneut der THW Kiel. Quelle: Sascha Klahn
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Kiel/Berlin

Während der THW Kiel in der Bundesliga gegen den Bergischen HC gefordert war, kam es in der Hauptstadt zum deutsch-deutschen Europapokal-Duell zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem Vorjahressieger Füchse Berlin. Vor 7165 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle setzten die Berliner sich auch im Rückspiel mit 30:28 (18:11) souverän durch. Bereits das Hinspiel hatten die Füchse mit 34:26 für sich entschieden. Bester Berliner Werfer war Hans Lindberg mit acht Treffern. Bei Hannover war Timo Kastenig mit neun Toren am erfolgreichsten.

Die Gastgeber starteten furios und überrannten die Gäste in den ersten Minuten förmlich. Nach gut zehn Minuten lag Berlin bereits 9:2 vorn. Die Gäste taten sich besonders im Angriff sehr schwer und scheiterten oft an Nationalkeeper Silvio Heinevetter. Die Füchse hingegen agierten sehr variabel und stellten die Deckung der Gäste immer wieder vor Probleme. Auch einige Zeitstrafen steckten die Berliner weg, ohne an Souveränität zu verlieren. Schon zur Pause war die Partie mit dem 18:11 praktisch entschieden.

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Füchse siegen mit zweiter Garde

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Füchse dann deutlich Tempo heraus und wechselten viel durch. So durfte der ehemalige TSV-Spieler Malte Semisch das Berliner Tor hüten. Die Partie war nun etwas ausgeglichener. Hannover agierte mit einer offensiveren Deckung und kam auf 18:23 heran. Die Füchse agierten ab Mitte der zweiten Hälfte fast nur noch mit der zweiten Garde. Der Spielfluss ging so verloren, die Füchse brachten den Heimsieg über die Zeit.

Holstebro zum zweiten Mal im Final Four

Bereits am Sonnabend hatten die Dänen von TTH Holstebro ihren Fünf-Tore-Sieg aus dem Hinspiel in Tatabanya über die Zeit gerettet. Zwar unterlagen sie in Ungarn mit 26:23, doch der höhere Sieg aus dem Hinspiel reichte. Zwischenzeitlich standen die Ungarn allerdings mit einem Bein im Halbfinale, führten sie in der zweiten Halbzeit doch phasenweise mit sechs Toren. TTH-Torwart Simon Gade verhinderte schließlich, dass die Dänen aussichtslos in Rückstand gerieten. Stattdessen kämpfte die Mannschaft des finnischen Trainers Patrick Westerholm sich zurück und qualifizierte sich so zum zweiten Mal nach 2013 in der Vereinsgeschichte für die EHF Cup Finals.

Porto schreibt Geschichte

Für den portugiesischen Handball schrieb am selben Abend der FC Porto Geschichte. Nach dem 30:30 im Hinspiel in St. Raphael gewann die Mannschaft des schwedischen Trainers Magnus Andersson vor heimischer Kulisse mit 34:30. Nie zuvor war einer Mannschaft aus Portugal der Einzug ins EHF-Cup-Halbfinale gelungen. In einem Spiel mit schwachen Abwehr- und Torhüterleistungen verwandelten die Portugiesen kurz vor der Pause mit einem 4:0-Lauf einen Zwei-Tore-Rückstand in eine 17:15-Pausenführung. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff sah St. Raphaels Abwehrchef Jeremy Toto nach seiner dritten Zeitstrafe Rot – ein Ausfall, den der Vorjahres-Finalist nicht kompensieren konnte.

Der THW Kiel war als Gastgeber und Gruppensieger bereits vorzeitig für die EHF Cup Finals qualifiziert, die der Klub am 17. und 18. Mai erstmals ausrichtet. Die Auslosung für die Halbfinal-Begegnungen findet am Dienstag ab 11 Uhr in Kiel statt.

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