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THW Kiel THW Kiel trifft auf BM Granollers
Sport THW Kiel THW Kiel trifft auf BM Granollers
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19:05 08.02.2019
Von Tamo Schwarz
Irgendein Gegner hing immer dran an Harald Reinkind in Göppingen. Hier zum Beispiel Tim Kneule (links) und Ivan Sliskovic. Quelle: Marco Wolf
Göppingen/Barcelona

Strahlender Sonnenschein – in Göppingen. Die Zebras von Trainer Alfred Gislason sind am Rande der Schwäbischen Alb geblieben, absolvierten am Freitagmorgen ein Training in der EWS Arena von Göppingen, am Donnerstagabend Schauplatz des 20. Kieler Sieges in Folge (29:25 gegen Frisch Auf). Ein Kraftakt, bei dem besonders der Norweger Harald Reinkind gehörig einstecken musste, nach dem Match eingestand, „ganz schön müde“ zu sein, aber keine Anpassungsschwierigkeiten nach seinem Silber-Coup mit Norwegen bei der Weltmeisterschaft offenbarte. „Nein, ich finde es schön, nach der WM jetzt wieder beim THW in der Routine zu sein. Und ich freue mich auf die Bundesliga und die anderen Aufgaben."

Zebras beziehen ihr Quartier in Barcelona

Am Donnerstag war die Jagd auf den Meister und Tabellenführer Flensburg-Handewitt vorherrschendes Thema, am Freitag legten Alfred Gislason, sein „Co“ Filip Jicha und der Sportliche Leiter Viktor Szilagy die Schalter um aufs internationale Business. Am frühen Nachmittag hob der Flieger vom Stuttgarter Flughafen ab – gen Barcelona. In der katalonischen Metropole bezog der dreimalige EHF-Cup-Gewinner auch sein Quartier, legt am Sonnabend nur für das Abschlusstraining den kurzen Weg in die 60 000-Einwohner-Stadt Granollers zurück und kehrt dann erst wieder am Sonntag zurück in den Palau d’Esports. 

Bis dahin: Hausaufgaben. „Wenn wir die nicht machen, wird es schwer“, warnt Gislason. Dabei versprühen die Katalanen, die in diesem Jahr ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum feiern, allen Glanz hauptsächlich auf dem Papier. 1995 und 1996 trug sich BM Granollers in die Siegerliste des EHF-Cups ein, erreichte 2016 allerdings in Nantes das Halbfinale (26:27 gegen Nantes). Also doch nicht nur ein Glanz vergangener Tage in der Hütte? Für den zehnmaligen spanischen Meister ist es die fünfte Teilnahme an dem „kleinen“ Europapokal in Folge. Für die Mannschaft des jungen Coaches Antonio Rama (36) ein großes Abenteuer, besteht sie doch mit wenigen Ausnahmen aus internationalen Nobodys. Neben Routinier Antonio Garcia dürfte Torwart Cesar Almeida (30) in den europäischen Handball-Notizbüchern Niederschlag gefunden haben, der mit Brasilien eine gute WM spielte. Bei den Titelkämpfen in Deutschland und Dänemark durfte sich auch Kreisläufer Adrian Figueras (30) präsentieren. Der Liga-Asobal-MVP der Vorsaison erzielte 17 Tore für Spanien. „Granollers hat eine sehr erfahrene Mannschaft, spielt einen typischen spanischen Handball, viel über den Kreis, extreme Sperren. Wenn sie einen Schwachpunkt in der Deckung ausmachen, sind sie gnadenlos“, sagt Alfred Gislason, der in Göppingen von Beginn an „seiner eingespieltesten“ Aufstellung vertraute. Eine Änderung könnte sich in Granollers im Rückraum ergeben. „Niko Bilyk in seiner überragenden Verfassung hätte verdient gehabt, mehr zu spielen. Das werden wir dann vielleicht in Granollers machen.“

Mit 26:22 besiegte Granollers zuletzt in der Liga den Konkurrenten aus La Rioja, hat als Zweiter (22 Punkte) allerdings schon zwölf Punkte Rückstand auf den verlustpunktfreien Spitzenreiter FC Barcelona. In Gruppe D ist der THW Kiel für Antonio Rama „konkurrenzlos“.

Alle Spiele des THW Kiel im EHF-Cup überträgt DAZN live.

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Auswärtssieg für THW Kiel: Im Spiel bei Frisch Auf Göppingen haben die Zebras am Donnerstagabend mit 29:25 (17:12) gewonnen. Sie bleiben damit Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt auf den Fersen.

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