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THW Kiel THW Kiel sichert gegen GOG die Spitze
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19:44 24.02.2019
Von Merle Schaack
Nikola Bilyk versucht sich gegen Frederik Clausen und Oscar Bergendahl von GOG Gudme durchzusetzen. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Nur Mittelmann Josef Pujol und Torwart-Oldie Ole Erevik kannten den Kieler Handball-Tempel schon. Für ihre restlichen Mannschaftskollegen war es der erste Auftritt in Kiel. Und diese Tatsache machte die jungen Dänen offenbar nervös. 

Fünf Ballverluste im Angriff, kein Tor - in den ersten fünf Minuten gelang den Gästen fast nichts. Glück für sie, dass auch der THW nicht jede Chance nutzte. Harald Reinkind traf den Pfosten, Erevik kaufte Niclas Ekberg und Patrick Wiencek Würfe aus aussichtsreicher Position ab.

Alle Zebras waren torgefährlich

Trotzdem gingen die Kieler mit 3:0 in Führung, bevor die Dänen sich fingen und angeführt von Rechtsaußen Odinn Thor Rikhardsson auf 5:4 (9.) herankamen. Doch auch die Kieler ließen jetzt nicht mehr viel anbrennen. Die Abwehr schien für die Dänen phasenweise unüberwindbar. Im Angriff, den Lukas Nilsson an Stelle von Domagoj Duvnjak dirigierte, war jedes Zebra torgefährlich. Besonders Nikola Bilyk sprühte vor Spielfreude und sorgte immer wieder für sehenswerte Anspiele auf Ekberg als Einläufer am Kreis. 

Bei GOG herrschte zwischen der 12. und der 17. Minute hingegen Torflaute. Die Kieler nutzten diese, um auf 11:6 davonzuziehen. Spätestens jetzt war klar: Eine Überraschung würde es hier nicht mehr geben. 

Der THW war nicht zu stoppen

Kurz vor der Pause sorgte Rune Dahmke mit dem 19:9 (28.) für die erste Zehn-Tore-Führung. Schon in der ersten Halbzeit hatte Gäste-Trainer Nicolej Krickau zwei seiner drei Auszeiten verbraucht. Nach der Pause brauchte er auch die dritte Grüne Karte früher, als ihm lieb sein konnte. Und zwar, um den Angriffs-Wirbel zu stoppen, mit dem der THW den Spielstand innerhalb von zwei Minuten von 20:11 auf 25:11 (36.) schraubte. Dahmke, Ekberg, Dahmke, Ekberg – die Gegenstöße prasselten nur so auf Torhüter Frank Mikkelsen ein. 19 der 37 THW-Tore gingen auf das Konto der Flügelzange, die sechs blitzsauberen Ekberg-Siebenmeter inklusive. Vergessen das Hadern mit der schlechten Trefferquote, die noch genau eine Woche zuvor die bittere Liga-Niederlage gegen Magdeburg mit verursacht hatte. „So eine Quote kann von Spiel zu Spiel kippen – in beide Richtungen“, sagte Dahmke nach dem Spiel. „Wichtig ist, dass wir alles auf dem Feld mit Überzeugung tun.“

Bis auf Duvnjak, Andreas Wolff und Marko Vujin setzte THW-Trainer Alfred Gislason alle seine Spieler ein. Beste Zebra-Torschützen waren Gegenstoß-Verwerter Rune Dahmke (9 Tore) und Siebenmeterschütze Niclas Ekberg (10/6). Für GOG traf Rikhardsson sechs Mal.

Halbfinale zum Greifen nah

Mit einem Sieg im Rückspiel am kommenden Sonntag könnte der THW sogar schon den Gruppensieg klar machen. Dann wären die Kieler auch automatisch auch für das Halbfinale des Wettbewerbs qualifiziert und könnten sich auf das Final Four vor eigenen Fans freuen, das der Verein am 17./18. Mai in der Sparkassen-Arena ausrichtet.

Statistik

THW Kiel: N. Landin (1.-60. Minute/18 Paraden), Wolff n.e. – Duvnjak n.e., Reinkind 3, M. Landin, Firnhaber 1, Weinhold 3, Wiencek 2, Ekberg 10/6, Rahmel 1, Dahmke 9, Zarabec 1, Vujin n.e., Bilyk 4, Pekeler 1, Nilsson 2.

GOG Gudme: Erevik (1.-24. Minute/3 Paraden), Mikkelsen (bei einem 7m und ab 24./10) – Rikhardsson 6, Lindenchrone Andersen 4, Pujol 2, Cieslak, Jørgensen, Lærke 4, Bergendahl 1, Beck-Hald 1, Gidsel 1, Jakobsen 4/2, Hansen n.e., Møller, Clausen.

Mehr über den THW Kiel lesen Sie hier.

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