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THW Kiel Zebras gegen Drammen auf Rekordjagd
Sport THW Kiel Zebras gegen Drammen auf Rekordjagd
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18:00 27.11.2018
Von Tamo Schwarz
Foto: Vor zwei Jahren stellte Joakim Hykkerud den THW Kiel mit Domagoj Duvnjak (rechts) und Raul Santos noch im Dress der TSV Hannover-Burgdorf vor Probleme. Heute ist der 32-jährige Kreisläufer zentrale Figur im Spiel des Drammen Håndballklubb.
Vor zwei Jahren stellte Joakim Hykkerud den THW Kiel mit Domagoj Duvnjak (rechts) und Raul Santos noch im Dress der TSV Hannover-Burgdorf vor Probleme. Heute ist der 32-jährige Kreisläufer zentrale Figur im Spiel des Drammen Håndballklubb. Quelle: imago
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Und noch etwas: einen ganz besonderen Zuschauerrekord. Denn 6371 Fans verfolgten in der Saison 2014/2015 das Quali-Spiel der Füchse Berlin gegen Nantes. Die historische Bestmarke im EHF-Cup - bisher. Denn die Zebras sind drauf und dran, den Rekord zu knacken. Die 6000er Marke war am Freitag bereits überschritten. „Und ich bin guter Dinge, dass wir den Rekord brechen“, sagte Kiels Sportlicher Leiter Viktor Szilagyi am Donnerstagsabend nach dem strapaziösen 27:23 (11:11) gegen den Bergischen HC.

Minden, Göppingen, BHC – gegen die „unangenehmen“ (Pekeler) Bergischen bedurfte es wieder eines schwarz-weißen Aufbäumens. Und: Darauf ist mittlerweile, ganz anders als in der von Rückschlägen geprägten Vorsaison, Verlass. Torwart Niklas Landin suchte nach Erklärungen: „Manchmal bedarf es nur dieses einen Momentes. Und derzeit finden wir diese Momente, weil es läuft.“ Und auch wenn Steffen Weinhold zugibt, „die Spiele lieber mit weniger Zittern zu gewinnen“, sieht er zugleich das Positive: „Unsere Mentalität ist wichtig. Es ist gut, dass wir dieses Selbstvertrauen haben, am Schluss weiter an uns glauben."

Drammen ist letzte Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase

Am Sonntag tritt nun Drammen HK als letzte Hürde auf dem Weg in die EHF-Cup-Gruppenphase in Kiel an. Drammen? Da war doch was? 2008 gab es die beiden bisher einzigen Duelle in der Königsklasse. Zweimal besiegte der THW den damaligen norwegischen Meister und aktuellen Pokalsieger deutlich, der nun nach fünf Jahren Abstinenz auf die internationale Bühne zurückkehrt. Derzeit plagen sechs, zum Teil schwere Verletzungen Trainer Kristian Kjelling, der für sein ausgefallenes Torhüter-Duo den 38-jährigen Goran Rajkovic reaktivieren musste. Zentrale Figur bei den Südnorwegern ist der aus Hannover-Burgdorf (2012-2017) bekannte Kreisläufer Joakim Hykkerud. Den erst 18-jährigen Halblinken Ola Romsaas nennt THW-Coach Gislason „die Hoffnung des norwegischen Handballs“.

Die Mission für Sonntag ist klar: „Das gehen wir an wie ein Endspiel“ (Pekeler), „höllisch aufpassen, Drammen nicht unterschätzen, mit einem Vorsprung nach Norwegen reisen“ (Gislason), „im Rhythmus bleiben“ (Szilagyi). Und ganz nebenbei noch den Füchsen die Zuschauer-Bestmarke abluchsen.

Alexander Holzapfel 16.11.2018
Merle Schaack 15.11.2018