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THW Kiel Bartosz Jurecki kehrt als Coach zurück
Sport THW Kiel Bartosz Jurecki kehrt als Coach zurück
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20:46 12.02.2019
Von Tamo Schwarz
Für den SC Magdeburg warf Bartosz Jurecki in 285 Spielen insgesamt 782 Tore. Jetzt kehrt der 40-Jährige als Trainer von KS Azoty-Pulawy in die Sparkassen-Arena zurück und stand KN-Redakteur Tamo Schwarz im Kieler Maritim Hotel am Dienstag Rede und Antwort. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Vor dem ungleichen Duell gab sich der sympathische 40-Jährige beim Gespräch im Kieler Maritim Hotel entspannt: „Wir wollen Spaß haben und lernen.“ So schnell wollte der Kreis-Koloss, der neun Jahre lang (2006-2015) Spuren in Magdeburg hinterlassen hat, eigentlich noch gar nicht Trainer werden. Sein Vertrag als Spieler lief bis 2019, doch dann wurde im Sommer 2018 ein Nachfolger für den in Kiel bestens bekannten Daniel Waszkiewicz (THW 1987-1990) gesucht. Plötzlich war Jurecki „zu 100 Prozent Trainer“. „Vorher als Spieler lag der Fokus nur auf Training, Spiel und Regeneration. Jetzt als Trainer denke ich nur noch an Handball.“

Jureckis Trikot hängt in der Ruhmeshalle des SC Magdeburgs

Natürlich nicht ausschließlich, dafür sorgen schon Ehefrau Magda und Tochter Agata (13), die ihre ersten Schuljahre an der Magdeburger Börde absolviert hat. Das Trikot mit der Nummer 31 von Papa Bartosz hängt dort in der Ruhmeshalle. Doch der muss in der 48000-Einwohner-Stadt Pulawy an der Weichsel kleinere Brötchen backen, in der die Hala Sportowa Pulawach ganze 700 Zuschauer fasst.

„Unser Budget ist klein, wir kämpfen hinter den großen Klubs Kielce und Plock um Platz drei und die Teilnahme an der EHF-Cup-Gruppenphase“, sagt Jurecki. Dieses Ziel haben die Polen nun zum zweiten Mal in Folge erreicht und treten heute beim großen THW an. Jurecki weiß: „Für ein paar Spieler wird es der wichtigste Moment in ihrer Karriere.“

Durchschnittsalter des polnischen Teams aus Pulawy liegt bei über 30 Jahren

Greenhorns sind die Akteure aus Pulawy, die ihre Heimspiele in der Hala Globus in Lublin austragen, allerdings nicht. Das Durchschnittsalter liegt bei über 30 Jahren. Herzstück der Mannschaft, die derzeit in der polnischen Ekstraklasa mit 33 Punkten nur den fünften Rang belegt, ist der Rückraum mit den beiden Bosniern Nikola Prce (links) und Linkshänder Marko Panic (rechts). „Der kann, wenn er Lust hat, auch mal mit rechts werfen, das ist ungewöhnlich“, hat THW-Trainer Alfred Gislason beobachtet.

Neben Prce (38) gehört auch der ukrainische Torhüter Valentyn Koshovy (38) schon zum alten Eisen. Gespannpartner zwischen den Pfosten ist der Russe Vadim Bogdanov (32). „Wir wollen ohne Respekt spielen, eine gute Deckung und starke Torhüter sind wichtig“, sagt Jurecki. Mit langen Angriffen und viel Geduld wolle man auf die Chance warten und bloß nicht versuchen, das Kieler Tempo mitzugehen.  Und wird es bald ein Wiedersehen mit Bartosz Jurecki in der Bundesliga geben? Er lacht. „Die Bundesliga ist doch das Ziel für jeden Trainer. Aber ich bin ja erst im ersten Jahr. Wer weiß, ob ich irgendwann nach Magdeburg zurückkehre? Ich hatte dort eine schöne Zeit.“

THW-Trainer Gislason und Jicha lagen zu Wochenbeginn mit Erkältung flach

Für den einen oder anderen THW-Protagonisten gilt das in dieser Woche ganz und gar nicht. Mit Steffen Weinhold fing die Grippewelle in Granollers an. Zu Wochenbeginn hatte es dann auch Coach Alfred Gislason, Co-Trainer Filip Jicha sowie den einen oder anderen Spieler erwischt. Das Abschlusstraining am Dienstag konnte der Isländer aber schon wieder leiten.

Alle Spiele des THW Kiel im EHF-Cup überträgt DAZN live.

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