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THW Kiel Pulawy zeigte sich überraschend stark
Sport THW Kiel Pulawy zeigte sich überraschend stark
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14:01 15.02.2019
Von Tamo Schwarz
Die Zebras bezwangen die Gäste aus Polen mit 26:23 (11:11). Quelle: Sonja Paar
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Kiel

Beste Werfer waren vor 7607 Zuschauern in der Kieler Sparkassen-Arena waren Domagoj Duvnjak und Magnus Landin mit je sechs Treffern für die Zebras sowie Pawel Podsiadlo mit fünf Toren für die Gäste. Mit 4:0 Punkten führt der THW die Vorrundengruppe D an.

19. Sieg im 19. EHF-Pokal-Heimspiel

Für den THW ist der 19. Sieg im 19. EHF-Pokal-Heimspiel aber eine gehörige Portion Arbeit. Die vom ehemaligen Bundesliga-Profi Bartosz Jurecki trainierten Polen spielen unbekümmert auf. Kein Spiel für Feinschmecker, eher rustikale europäische Küche bis zuletzt. Linksaußen Rune Dahmke und Linkshänder Steffen Weinhold fallen krankheitsbedingt aus. Fieber, Magen-Darm – die Grippe in ihren unterschiedlichsten, fiesen Formen geht um bei den Zebras, die am Sonntag (13.30 Uhr) schon wieder im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den SC Magdeburg gefragt sind.

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Doch Moment mal! Vorher heißt’s Europapokal für die 7607, die sich auf Kurzweil und Leckerbissen freuen ... und in den ersten 30 Minuten enttäuscht mit „Trocken Brot“ abgespeist werden. Nach 24 liegen die – mit Verlaub! – Nobodys von der Weichsel gar mit 10:7 in Führung. Auf der anderen Seite schnellt der Fahrkarten-Zähler mit zehn Fehlwürfen rasant in die Höhe. Nikola Bilyk in den Block (2.) und vorbei (6.), Pulawys 38-jähriger Keeper Valentyn Koshovy fängt Lukas Nilssons Wurf (15.) und pariert gegen Niclas Ekberg gleich den zweiten Kieler Siebenmeter (18.), Ole Rahmel an den Pfosten (23.) und so weiter und so fort.

Gislason tauscht früh seinen kompletten Rückraum aus

THW-Coach Alfred Gislason tauscht seinen kompletten Rückraum aus („Unser Angriff war bis dahin sehr schlecht. Der eine oder andere war gar nicht richtig da“), bringt Marko Vujin (für Reinkind), Miha Zarabec (für Nilsson) und Kapitän Domagoj Duvnjak (für Bilyk), stellt die Deckung auf eine 3:2:1-Formation um. Der erste, der sich auf den deutsch-polnischen Eintopf dieses Abends einlässt, ist Duvnjak, der um jeden Ball kämpft, bis zur Pause mit sehenswerten Schlagwurf-Toren glänzt. THW gegen Pulawy – 11:11 zur Pause. Durchatmen. Schmeckt nicht!

Redaktioneller Hinweis: Alle Spiele mit deutscher Beteiligung werden live auf DAZN übertragen. 

Es bleibt bei der 3:2:1-Aufstellung im zweiten Abschnitt, jetzt mit Ole Rahmel auf der Halbposition. Die Polen verlassen zusehends die Defensivkräfte. Im Kieler Angriff gibt Miha Zarabec den umsichtigen Strippenzieher, ist Mr. Assist, bedient sehenswert Magnus Landin auf Außen oder Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek am Kreis – oder trifft selbst. Das Resultat: ein 9:3-Lauf zum 20:14 (45.).

Andreas Wolff zeigt 19 starke Paraden

Auch dank Andreas Wolff, der eine ganz starke Partie mit am Ende 19 Paraden abliefert. Auch ein rustikaler Eintopf kann lecker sein, aber diese Partie ist von Sterneküche so weit entfernt wie die Förde von der Weichsel. Aus dem 20:14 wird ein 21:20 (53.), weil die Konsequenz im Abschluss fehlt (18 Fehlwürfe), sich technische Fehler und andere schlechte Zutaten (Zeitspiel/siebter Pass, Pekeler über das leere Tor/54.) einschleichen und die Polen mit ihrem geduldigen Spiel einfach nicht aufgeben, beim 24:23 (60.) fast noch der Punktverlust droht, ehe Miha Zarabec bei angezeigtem Zeitspiel final ins Tor schlenzt. „Am Ende haben wir kein Glück“, resümiert der Kroate Ante Kaleb, Mittelmann bei den Polen. Alfred Gislason drückt es so aus: „Das war knüppelhart, und wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“

Das Spiel können Sie hier im Liveticker nachlesen.

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