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THW Kiel "Jeden Moment genießen"
Sport THW Kiel "Jeden Moment genießen"
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07:31 26.05.2018
Von Niklas Schomburg
Jubel nach dem Final-Four-Einzug: Dominik Klein und HBC Nantes setzten sich im Viertelfinale gegen Skjern HB aus Dänemark durch. Quelle: imago/Ritzau Scanpix/Mads Dalegaard
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Kiel/Köln

„Das wird ein ganz spezielles Wochenende“, sagt Klein, von 2006 bis 2016 Kieler. „Wir haben hier in Köln mit dem THW die größten Erfolge feiern können.“ Bei allen drei THW-Triumphen in der Königsklasse war Klein dabei, 2007 in der heimischen Ostseehalle, 2010 und 2012 in Köln. Für „Mini“ ist es nicht nur das erste Final Four ohne den THW. Es werden seine letzten beiden internationalen Spiele sein. „Das in Deutschland, in dieser Halle – das wird fantastisch“, meint Klein.

Ein Spiel in der französischen Liga wird am nächsten Donnerstag noch folgen, dann ist Schluss. Klein beendet seine mehr als erfolgreiche Karriere. Hat der 34-Jährige schon realisiert, dass der Abtritt von der großen Bühne ganz nah ist? „Es überwiegt die Vorfreude auf das Final Four, richtig im Fokus ist das Karriereende noch nicht“, sagt er. „Aber klar kommen jetzt schon Emotionen. Ich habe in den letzten Tagen viele Nachrichten von Freunden und Kollegen bekommen, die zum Teil auch in Köln sein werden. Ich werde das Wochenende auf mich zukommen lassen und in allen Momenten genießen.“

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Unterschiedlich sind die Voraussetzungen zwischen Kleins Klub HBC Nantes und dem Halbfinalgegner Paris Saint-Germain mit Uwe Gensheimer. „Für mich und Nantes ist es ein Traum, in Köln dabei zu sein. Von Uwe und PSG wurde es erwartet“, sagt Klein. Im Vorjahr scheiterte Gensheimer mit dem millionenschweren Starensemble in letzter Sekunde an Vardar Skopje. „Ich denke nicht an die Vergangenheit, sondern blicke nur nach vorne“, sagt Gensheimer. Der Druck, der auf ihm und seinen Teamkollegen lastet, ist jedoch enorm.

„Ich bin nach Paris gewechselt, um die Champions League zu gewinnen. Dieser Wettbewerb ist das allergrößte. Ich will es dieses Mal unbedingt schaffen“, kündigte Gensheimer kämpferisch an. Dominik Klein geht entspannter, aber nicht weniger ehrgeizig an die Sache heran. „Im Final Four geht immer alles“, sagt er. „Ich habe nichts dagegen, zum Überraschungsteam zu werden. Wir haben alle Teams, die beim Final Four dabei sind, schon geschlagen, wir wissen, wie sich das anfühlt.“

Für den Ex-Kieler, der nach seiner aktiven Karriere zunächst Münchens Botschafter für die Heim-Weltmeisterschaft 2019 wird, fühle es sich an, „als hätte ich schon den Titel gewonnen“. Ob Klein am Sonntag im Finale (18 Uhr) oder im Spiel um Platz drei (15.15 Uhr) von der internationalen Bühne abtritt: „Egal, wie es ausgeht – es wird ein bleibender Moment.“

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