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THW Kiel Der THW Kiel trifft auf den Wandervogel
Sport THW Kiel Der THW Kiel trifft auf den Wandervogel
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10:06 02.11.2019
Von Merle Schaack
Dener Jaanimaa spielte in der Rückrunde der Saison 2015/2016 für den THW Kiel. Quelle: Uwe Paesler
Kiel/Zaporozhye

Sein Leben in der sechstgrößten Stadt der Ukraine beschreibt Dener Jaanimaa so: „Alles neu, alles anders“. Das fängt schon bei den Terminen fürs Training an. „Hier ist alles spontan“, sagt der Rückraum-Linkshänder, der in acht Jahren in Deutschland bei sechs Vereinen - zuletzt bei TuS N-Lübbecke - spielte und im vergangenen Sommer in die Ukraine weiterzog. „Wir wissen, dass wir trainieren. Aber nicht wann. Die Uhrzeiten schreibt unser Kapitän meistens am Abend vorher in unseren Mannschafts-Chat“, erzählt Jaanimaa. „Überhaupt ist die ganze Mentalität anders. Vieles läuft über Emotionen und Temperament.“

"Hier ist alles mehr Freestyle"

Das gilt auch für das Spiel der Mannschaft von Trainer Mykola Stepanets. „In Deutschland gab es immer genaue Spielzüge, man wusste, wann man wo auf dem Feld sein sollte. Hier ist alles mehr Freestyle“, sagt Jaanimaa, der bei seinem neuen Klub nicht der einzige Neuzugang mit Bundesliga-Erfahrung ist. Auch Stanislav Zhukov kehrte nach zwei Jahren in Gummersbach nach dem Abstieg des VfL zu seinem Heimatverein zurück. Kurzzeitig hatte der Klub vom Dnepr sich sogar die Dienste des Ex-Magdeburgers Gleb Kalarash gesichert. Doch der Kreisläufer von Titelverteidiger Vardar Skopje machte einen Rückzieher, als Klub-Mäzen Sergey Samsonenko den Geldhahn in Skopje wieder aufdrehte.

Am Sonntag steht Motor Zaporozhye mit dem THW Kiel eine schwere Aufgabe bevor. In Liga (fünf Spiele, fünf Siege) und Seha-League (Tabellenführer der Gruppe A) ist die Mannschaft voll im Soll. In der Champions League hingegen war das 35:35 in Porto bislang der einzige kleine Erfolg. „Wir hatten bisher aber auch nur ein Spiel zu Hause (30:31 gegen Vardar, d. Red.). Das sind aber die Spiele, in denen wir die Punkte holen wollen.“ Das von Manager Olimpii Pokatov ausgerufene Ziel, bis ins Viertelfinale zu kommen, scheint dennoch hoch gegriffen. „Das wird schwer“, sagt Jaanimaa.

"Der THW Kiel war ein Märchen für mich"

Seinen Ex-Klub THW Kiel hat der Este als eine der schönsten Stationen in Erinnerung. „Das war wie ein Märchen für mich“, sagt Jaanimaa, der im Januar 2016 nach Verletzungen der Kieler Rückraumspieler Christian Dissinger und Steffen Weinhold als Aushilfe im rechten Rückraum vom in Auflösung befindlichen HSV Hamburg an die Förde kam. „Kiel war etwas Besonderes für mich. Wir haben zusammen das Final Four um die Champions League erreicht“, erinnert sich der Linkshänder, der die Spiele der Zebras noch immer verfolgt.

Lesen Sie hier mehr über den THW Kiel.

Für den THW hat der Wahnsinns-Winter mit insgesamt 17 Partien im November und Dezember begonnen. Am Sonntag (17 Uhr, Liveticker auf KN-online) wartet in der Ukraine beim HC Motor Zaporozhye die nächste Aufgabe in der Champions League.

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Die Siegesserie des THW Kiel hält auch nach der Nationalmannschaftspause. Am Donnerstagabend setzten sich die Zebras trotz einer frühen Roten Karte gegen Domagoj Duvnjak in der Handball-Bundesliga souverän mit 38:26 (20:14) gegen die MT Melsungen durch. Niklas Landin überragte mit 18 Paraden.

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