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THW Kiel Canes wollen den Schalter umlegen
Sport THW Kiel Canes wollen den Schalter umlegen
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19:00 20.06.2019
Von Merle Schaack
War bei der 12:13-Niederlage in Köln zu oft auf verlorenem Posten: Kiels Quarterback Jake Purichia (links). Quelle: Sebastian Sendlak
Kiel

Lange ließen die Kiel Baltic Hurricanes ihre Köpfe nicht hängen, nachdem ihnen in Köln in den letzten Minuten durch ein Field Goal der Crocodiles der Sieg aus den Händen geglitten war. Optimismus ist ohnehin eine ihrer wichtigsten Tugenden in einer Saison, die mit den Nachwehen der Vermarktungsgesellschafts-Insolvenz begann und in der später das Verletzungspech Nachverpflichtungen erforderte.

„Wir warten auf den Moment, in dem wir den Schalter endlich umlegen und explodieren“, sagt Head Coach Timo Zorn. Ob der Knoten überhaupt platzt, ist für ihn keine Frage. „Wir glauben da alle dran. Nicht nur ich, sondern auch die Spieler und Trainer“, sagt er. „Die Jungs sind alle sehr selbstkritisch und haben den Eifer, noch besser zu werden.“

Punkte vor der Sommerpause wären wichtig

Mit ihrem einzigen Sieg über Düsseldorf und vier Niederlagen in den übrigen Partien stehen die Kieler auf dem vorletzten Platz der GFL-Nordstaffel. Vor der Sommerpause bleiben ihnen noch die Partie gegen Potsdam und das Rückspiel bei Schlusslicht Düsseldorf, um etwas Sicherheitsabstand zwischen Relegationsrang acht und sich zu bringen.

Denn wenn Ende Juli die zweite Saisonhälfte startet, bekommen die Canes es direkt mit den beiden Spitzenreitern aus Braunschweig und Hildesheim zu tun. „Wir müssen sehen, dass wir vorher noch einen Sieg einfahren“, sagt Zorn. „Und das Spiel gegen Potsdam ist dafür die perfekte Gelegenheit.“

Potsdam bekam von Braunschweig einen Dämpfer

Die Royals, die 2017 den Aufstieg in die GFL schafften, kassierten am vergangenen Wochenende gegen Braunschweig eine 7:46-Klatsche – die höchste Niederlage in ihrer jungen GFL-Geschichte und die dritte in dieser Saison. Eine Woche zuvor gewann das Team von Head Coach Michael Vogt den Eurobowl gegen die Amsterdam Crusaders. „Selbst nach dem Dämpfer gegen Braunschweig haben sie bestimmt noch viel Euphorie aus dem Eurobowl übrig“, prophezeit Timo Zorn.

Die Kieler machen sich also auf eine Trotzreaktion des mit 19 „Imports“ aus dem europäischen Ausland oder den USA gespickten Kaders gefasst. Ähnlich wie die letzten Canes-Gegner aus Berlin und Köln ist der aktuelle Tabellenfünfte für ein starkes Laufspiel, vor allem über den Russen Gennadiy Adams, bekannt. Auf der Spielmacherposition hingegen fehlte den Royals bisher die Konstanz. Vorige Woche gab Samuel Straub sein Debüt – er ist schon der vierte Starting Quarterback der Potsdamer in dieser Saison.

Schnell den Schalter umlegen

Größte Baustelle der Kieler ist momentan der eigene Angriff. Erfahrung, Ruhe und neue Variablen sollen die vorige Woche aus den USA eingeflogenen Markell Castle (Wide Receiver) und der gelernte Runningback Aaron Bruning in den Angriff bringen. „Beide haben schon in Köln nach so kurzer Zeit einen hervorragenden Job gemacht. Jetzt wollen wir sie noch besser integrieren“, sagt Zorn. „Je schneller wir den Schalter umlegen, desto besser.“

Alle Nachrichten über die Kiel Baltic Hurricanes lesen Sie hier.

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