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THW Kiel THW Kiel baut Siegesserie gegen BHC aus
Sport THW Kiel THW Kiel baut Siegesserie gegen BHC aus
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18:23 28.04.2019
Von Merle Schaack
Patrick Wiencek setzt sich dynamisch gegen die BHC-Abwehrspieler Linus Arnesson (links) und Kristian Nippes in Szene. Quelle: Sascha Klahn
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Kiel

Bester Torschütze beim THW Kiel war Nikola Bilyk mit zehn Treffern. Für den Bergischen HC traf Jeffrey Boomhouwer viermal.

Für die Kieler war es wettbewerbsübergreifend der 13. Sieg in Folge - und der erste, den sie seit ihrem Triumph im DHB-Pokal in Hamburg vor den heimischen Fans feiern konnten. Entsprechend groß war der Jubel, als THW-Kapitän Domagoj Duvnjak den Pokal beim Einlaufen in die Arena gen Hallendach reckte. 

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Die Kieler starteten auch mit einer Aufstellung in die Partie, die an die beim Finalsieg gegen den SC Magdeburg erinnerte: Lukas Nilsson und Nikola Bilyk begannen im Rückraum neben Harald Reinkind. Im Tor durfte indes Andreas Wolff starten. 

Konzentrierter Start des THW Kiel

Während die Gäste ohne den verletzten Daniel Fontaine (Achillessehnenriss) einen ungewohnten Abwehr/Angriff-Wechsel im Mittelblock vollziehen mussten und zu Beginn damit ihre Schwierigkeiten hatten, starteten die Kieler hochkonzentriert in die Partie. Bis zum 6:2 (9.) hatten sie eine fast 100-prozentige Trefferquote, und einzig BHC-Kreisläufer Max Darj hatte es bis dahin geschafft, einen Weg durch die 3:2:1-Abwehr zu finden. 

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen 

Dann stellte THW-Trainer Alfred Gislason die Deckung um, die der BHC versuchte, mit einem immer wieder an den Kreis einlaufenden Arnor Gunnarsson zu knacken. Der Grund dafür: Die vorgezogene Spitze Domagoj Duvnjak spielte von einem Infekt geschwächt und brauchte bald eine Pause. Und nach der Auszeit von Gäste-Trainer Sebastian Hinze (9.) verloren die Zebras im Angriff kurzzeitig den roten Faden. Der ansonsten unauffällige BHC-Torwart Christopher Rudeck parierte gegen Reinkind, es folgte ein Missverständnis zwischen Nilsson und Reinkind, schließlich setzte Niclas Ekberg einen Siebenmeter per Heber an die Latte. 

Bergischer HC kämpft sich zurück

Der BHC nutzte diese Unkonzentriertheiten, um seine Torflaute vom Anfang wieder gutzumachen. Nach 15 Minuten war er beim 7:5 wieder in Schlagdistanz. Und als zunächst Reinkind und dann Weinhold zwei Minuten auf der Strafbank absitzen mussten, schaffte Gunnarsson beim 11:11 (22.) den Ausgleich. 

Kurz zuvor hatte Alfred Gislason Niklas Landin für Wolff (3 Paraden) zwischen die Pfosten beordert. Ein guter Schachzug, denn Landin stoppte mit fünf Paraden innerhalb von acht Minuten den kurzzeitigen BHC-Lauf. Und auch seine Vorderleute fanden – nun unter der Regie von Miha Zarabec – zur alten Konzentration zurück: Reinkind, Bilyk und Pekeler sorgten für eine komfortable 17:11-Pausenführung gegen den Tabellensiebten, der nur gegen den THW Kiel noch nie einen Punktgewinn feiern konnte.  

Bilyk dreht auf

Zu Beginn der zweiten Hälfte kehrten die Kieler zur 3:2:1-Abwehrformation mit Duvnjak an der Spitze zurück. Und im Angriff drehte vor allem Nikola Bilyk auf. Vier der sechs THW-Tore, bevor Hinze beim Stand von 23:16 (44.) seine zweite Auszeit nahm, verdankte der THW Kiel seinem Halblinken. 

Der Bergische HC versuchte alles, setzte alle zur Verfügung stehenden Spieler ein. Doch die Kräfteverhältnisse waren nun deutlich verteilt. Der THW Kiel wechselte munter zwischen seinen Abwehrformationen und nutzte bis auf Sebastian Firnhaber und Magnus Landin ebenfalls weite Teile seines Kaders. Ständig neue Herausforderungen, für die die Gäste zu wenige Lösungen hatten. Als Niklas Landin fünf Minuten vor Schluss mit seiner zwölften Parade einen Siebenmeter von Gunnarsson entschärfte, feierten die Kieler Fans vorzeitig den verdienten Sieg – den 13. seit der Bundesliga-Niederlage gegen den SC Magdeburg Mitte Februar. 

Nächstes Spiel am Sonnabend

Bis zum nächsten Spiel beim heimstarken HC Erlangen am 4. Mai haben die Zebras erneut viel Zeit, um sich optimal vorzubereiten. Nach der Partie gegen die HSG Wetzlar (9. Mai) steht dann am 12. Mai das Heim-Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt an, bei dem die Kieler den Abstand auf den Tabellenführer bis auf zwei Punkte verkürzen könnten.

Am Sonntag entschied sich auch, wer die potenziellen Gegner der Kieler bei den EHF Cup Finals am 17. und 18. Mai in der Sparkassen-Arena sind. Die Füchse Berlin, der FC Porto und TTH Holstebro setzten sich am Wochenende in ihren Viertelfinal-Rückspielen durch.

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